Tränenkuchen oder auch "trauriger" Käsekuchen

Wie ich zufällig mitbekommen habe, fand gestern der "National Cheesecake Day" statt, und dreimal dürft Ihr raten wo - natürlich bei unseren amerikanischen Freunden. Da gibt es ja für fast alles irgendeinen Feiertag.

Aber das war nicht der einzige Grund, wie ich auf dieses Rezept gestossen bin. Irgendwie ging meine Stimmung Richtung Nullpunkt und so fütterte ich den allwissenden Mr. Google einfach mal mit "Tränenkuchen". Und siehe da,es gab Ergebnisse und nicht gerade wenig ;-)

Und da es sich beim Tränenkuchen, sozusagen um einen Käsekuchen mit Haube handelt, stand für mich fest, welcher Kuchen am Wochenende auf den Tisch kommt.

Manche fragen sich sicherlich, warum der Kuchen Tränenkuchen heißt. (mir ging es ja genauso), aber mittlerweile bin ich schlauer und auch irgendwie überrascht, weil ich mir das Phänomen nicht so richtig vorstellen konnte. Die Tränen entstehen erst beim Abkühlvorgang des Kuchens und kullern aus der Baisermasse heraus. 


Seht selbst:


Tränenkuchen


Ich konnte es gar nicht erwarten, bis der Kuchen endlich eine essbare Temperatur erreicht hatte. Schnell nen frischen Kaffee angesetzt und ab auf den Balkon.


Baiser


Fazit: Sehr dekorativer Kuchen, der auch noch sehr lecker schmeckt.

Zünftige bayerische Brotzeitschmankerl

Heute hatte sich Franzi, eine sehr gute Freundin, die ich schon sehr lange nicht mehr gesehen habe zum Besuch angekündigt.  Aus diesem Grunde dachte ich mir, es muss essenstechnisch etwas her, was man in gemütlicher Runde verzehren kann, ohne das es kalt wird. 

Ich entschied mich letztendlich für eine bayerische Brotzeit, lecker, gesellig und guat. Zeittechnisch war natürlich alles ein bisserl knapp, aber letztendlich habe ich doch noch einige Leckereien zaubern können.

Brotzeitschmankerl

Neben frischen Brezn, Radieschen und frischen Schinkenwürsteln vom vinzenzmurr (die besten Würstel dies gibt!) gab es einen echten bayerischen Wurstsalates und Obazda.


Zutaten Wurstsalat:

2 rote Zwiebeln
saure Gurken
frische Petersilie
Öl, Essig
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Die Regensburger von der Haut befreien und in halbierte Scheiben schneiden. Die Zwiebeln in Ringe schneiden und dazugeben. Die sauren Gurken in Scheibchen schneiden und ebenfalls daruntergeben. Zum Schluß mit den Gewürzen, Öl und Essig deftig abschmecken. Zum Schluß die fein gehackte Petersilie darübergeben und ca. 1 Stunde ziehen lassen.

Brotzeitschmankerl


Zutaten Obazda:

2 reife Camembert (á 125g)
1 Zwiebel
ca. 75 g Butter
Paprika
Pfeffer, Salz
und nen großen Schuß Bier :-)

Zubereitung:

Den Camembert in kleine Stücke schneiden und in einen Zerkleinerer geben. Die Butter hinzugeben und alles gut zerhäckseln bis eine hüttenkäseartige Masse entsteht. Anschließend die Gewürze und die ganz klein gewürfelten Zwiebeln dazugeben und alles gut mithilfe einer Gabel vermengen. Zum Schluß das Bier dazugeben und gut einarbeiten. Der Obazda sollte minimum 2 Stunden durchziehen, damit sich die Aromen gut entfalten. Kurz vor dem Servieren mit Zwiebeln und Petersilie oder Schnittlauch garnieren.


Brezn


Dazu gabs eines der besten Biere die es in München gibt:
Ein Helles Augustinerbräu!


Es war ein sehr gelungener Abend mit vielen guten Gesprächen und leckeren Schmankerln aus der bayerischen Küche. Vielen Dank Franzi :-)

Familienrezept - Erdeppelsalat aus dr Zwote - Kartoffelsalat aus Zwota

Heute möchte ich ein Rezept vorstellen, was mir ganz persönlich sehr am Herzen liegt, da es sich um einen Salat handelt der mich sozusagen durch mein ganzes Leben begleitet hat.

Es handelt sich hierbei um den echten "Langhammerschen Erdeppelsalat aus der Zwote". Die Zubereitung habe ich von meinen Eltern übernommen und ja ich könnte bei diesem Salat schwach werden!

Wenn bei uns eine Party steigt, darf ER natürlich nicht fehlen und ist natürlich immer als erstes weggeputzt.

Sicherlich gibt es eine Menge verschiedener Kartoffelsalate, die ich im Laufe der Zeit auch probiert habe, aber ich persönlich finde den vogtländischen am Besten :-)




Rezepte aus dem Vogtland


Zutaten:

Kartoffeln (festkochend)
Zwiebeln
Saure Gurken und ganz wichtig das Gurkenwasser
1 Becher Fleischsalat
2 TL Senf ( ich bevorzuge hier den süßen bayrischen)
Salz, Pfeffer
frische Petersilie

Zubereitung:

Die Kartoffeln mit Schale kochen und abkühlen lassen. In der Zwischenzeit wird die Marinade für den Salat angerührt. Dazu schneidet man die Zwiebel und die sauren Gurken in kleine Würfelchen und gibt alles in eine große Schüssel. Dazu gibt man den Fleischsalat, den Senf und die Gewürze. Zum Schluss gibt man soviel Gurkenwasser dazu bis man eine relativ flüssige Konsistenz erreicht hat. 

Anschließend die Kartoffeln schälen und in die Marinade schnipseln und alles gut vermengen. Mit Salz und Pfeffer nochmals abschmecken und ca. 2 Stunden gut durchziehen lassen. (während der Ziehzeit kann ich ja persönlich immer nicht wiederstehen und muss ständig einen Löffel stibitzen, weil ich IHN so lecker finde.) Kurz bevor der Salat serviert wird, prüfen ob der Salat nicht zu fest ist, sollte dies der Fall sein, mit der restlichen Gurkenbrühe auflockern.

Dazu gibt es bei uns meistens echte Thüringer Bratwürste. Aber auch zu Grillfleisch, Fischstäbchen usw. passt dieser Salat perfekt.

Meine Gäste werden jetzt wohl begeistert sein, wenn sie dieses Rezept lesen, weil bis jetzt habe ich es nirgends aufgeschrieben :-) 

Auch möchte ich hier noch kurz auf den vogtländischen Dialekt eingehen. Für viele hört er sich sehr ungewöhnlich an und manche verstehen eigentlich kein Wort. ;-) Gerade hier in Bayern erlebe ich es immer wieder, dass sich meine Kollegen darüber amüsieren, wenn ich mal mit meiner Haamet (Heimat) telefoniere.



Hier noch ein kleines Gedicht zu meinem Dialekt:

Mei Muttersprooch

Ond is mei Sprooch
aa hart ond kraus,
sis mei Muttersprooch
lacht se net aus!
Su kraus wie mei Sprooch
su kraus bie aa iech,
ond verstett'r ihr Wesn,
verstett'r aa miech!


P.S. Eine Übersetzung kann auf Wunsch geliefert werden *zwinker*



Tomaten-Melonen Süppchen

Hier kommt mein Beitrag zum monatlichem Blog-Event, welches diesmal unter dem Motto:


steht.

Blog-Event LIX - Melone (Einsendeschluss 15. August)

Ich hatte mir zuerst ein Salatrezept mit Schafskäse zurechtgelegt, doch als ich den Beitrag von Alex auf foto e fornelli gelesen habe, dachte ich mir "Mist, da war ich wohl zu spät...." also musste eine neue Idee her. Nach längerem Stöbern bin ich dann auf das Tomaten-Melonen Süppchen gestossen.

Und die Zubereitung und der Verzehr dieses Gerichtes, war mal wieder eine Premiere für mich, da ich noch nie eine kalte Suppe gegessen habe :-)

Gemüse trifft Frucht

Ich habe die Zutaten vom Rezept halbiert, da ich ja mal wieder für mich alleine gekocht habe.

Fazit zu dieser Suppe: Ich war mal wieder überrascht!! Ich war ja anfangs bisserl skeptisch was die Zusammenstellng der Gewürze betrifft (Zimt, Muskat?) aber es ist eine wahrliche Geschmacksexplosion, oder wie sagen so manche Fernsehköche -> "Gaumensex" *muss grinsen*

Die Melone ist für mich eine typische Sommerfrucht, die bei grad an heißen Tagen einfach perfekt ist. Wassermelone gibt es bei mir aber eher selten zum essen, warum das so ist weiß ich nicht. Ich bevorzuge dann doch eher die Honig- oder Galliamelone mit einem leckerem italienischem Schinken.


Kochbücher für die Seele

Nach meinen spontanen München-Ausflug heute, war mir mal wieder bewusst:


Ja ich hab nen Kochbuchknall!
- und ich steh dazu -

Aber irgendwie wollte ich mir heute etwas gutes tun und mir mal wieder etwas gönnen. Und da es nicht allzuviele Dinge gibt mit denen man mich wirklich zufriedenstellen kann, *lach* (also ganz frauenuntypisch.... mit Schuhen, Klamotten usw. kann man mich nicht wirklich beeindrucken...) bin ich mal wieder meiner Kochbuchsucht verfallen :-)

Insgesamt ist meine Sammlung jetzt um 4 Stück reicher, davon standen 2 schon länger auf meiner Wunschliste und der Rest der ist einfach so mit in die Tüte gesprungen *huch* :)

Jetzt nen lecker Kaffee und ab auf die Couch zum Kochbuchschmökern :-)

Neuzugang Juli 2010

Γεια σας - Pfannengyros mit Tzatsiki

Nach einer ziemlich turbulenten Woche (beruflich und privat) bin ich endlich zurück und es darf endlich wieder gekocht werden. :-)

Die Hitzewelle der vergangenen Tage hat wohl irgendwie jedem zu schaffen gemacht und das beziehe ich jetzt nicht nur aufs Essen. Also wenn ich von mir ausgehe, hatte ich bei den Temperaturen nicht wirklich Hunger und wenn, dann gab es Salat oder irgendwas was man nicht in die Kategorie kochen einordnen kann.

Jetzt ist es schon fast wieder "kalt" und es darf wieder deftig gekocht werden. Meine Wahl fiel auf Gyros mit Tsatsiki - und dieses Mal selbstgemacht! Bis jetzt gehörte ich ja zu denen, die Gyros entweder fertig gekauft haben, oder mit irgendwelchen Gewürzmischungen etwas gebastelt habe, aber damit ist ja jetzt weitestgehend Schluss! :-)


Ich war ganz überrascht, dass ich den typischen Gyrosgeschmack doch irgendwie hinbekommen habe und mein Tsatsiki war/ist auch ne Wucht - kein Vergleich zu Fertigprodukten.


Griechische Rezepte




Zutaten Gyros:

Schnitzelfleisch (Schwein)
rote Zwiebeln
Thymian, Oregano, Dill, Majoran
Pfeffer, Salz
Olivenöl

Zubereitung:

Die Schnitzel in kleine Streifchen schneiden und in eine Schüssel geben. Anschließend die Zwiebeln in dünnen Halbringe schneiden und dazugeben. Dann kommen die Gewürze hinzu. Das Hauptgewürz ist hier der Thymian, der den typischen Geschmack zaubert. Das ganze gut vermengen und ca. 2 Stunden (oder auch länger) im Kühlschrank gut durchziehen lassen.

In der Zwischenzeit habe ich den Tzatsiki vorbereitet.


Zutaten Tzatsiki:

echter griechischer Joghurt
frischer Knoblauch (je nach Bedarf)
1 Gurke
Salz, Olivenöl

Zubereitung:

Die Gurke schälen und grob raspeln, einen Teelöffel Salz dazugeben und alles gut verrühren. Ca. 15 stehen lassen und die Gurken dann ausdrücken, um das überschüssige Wasser loszuwerden.

Den Knoblauch schälen und ganz klein hacken, man kann natürlich auch eine Presse verwenden (doch sowas besitze ich nicht *grins*)

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut durchrühren. Die Extra-Zugabe von Salz ist meiner Meinung nach hier nicht erforderlich. Ebenfalls ziehen lassen.

Das Rezept dafür habe ich übrigens aus dem Kochbuch WeltkücheGriechenland *

Zum Finale das gut marinierte Gyrosfleisch kross braten und zusammen mit dem Tzastiki und griechischen Reisnudeln anrichten.


In diesem Sinne:


Καλή όρεξη
--Guten Appetit--


02.08.2011 Update gabs dann heut mal wieder ;-) aber diesmal ganz einfach mit Baguette und Tomatensalat :-) echt interessant wie sich Fotos innerhalb eines Jahres so verändern können ;-)




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Nachgekocht: Zucchinipflanzerl a la Sarah Wiener

Zuerst einmal DANKE an Anikó von Paprikameets Kardamon und natürlich auch an Sarah Wiener für dieses wirklich phantastische Rezept!


Also ich heute so bisserl durch die Foodblog Welt gesurft bin, bin ich bei Anikó's Blog hängengeblieben, als ich auf die Zucchinipflanzerl gestoßen bin. Super hab ich mir gedacht, Zucchini hab ich noch da und den Rest hat man eh fast immer zuhause. Das einzige was ich weggelassen habe waren die Zwiebeln, da hatte ich heute irgendwie keinen Appetit drauf, aber die kleinen Zucchinrösti sind meiner Meinung nach auch so der totale Kracher. Mann war das lecker!!!


Zucchinipuffer


Dazu gabs bei mir nen Kräuterdip mit Basilikum, Petersilie und Zitronenpfeffer und a Stückerl Ciabatta.



Einfach, schnell und sauguat!!

Tramezzini mit Tomaten und Mozzarella

Nachdem ich heute bei der Affenhitze den ganzen Tag auf den Beinen war und vorhin nach Hause gekommen bin, hab ich kurz überlegt was ich mir noch schnell kredenzen könnte.

Da fiel mir ein, dass ich bei meinem letzten Einkauf Tramezzini in meinen Wagen gewandert sind. Habe ich bis vor ein paar Tagen auch nicht gewusst, dass man das italienische Weißbrot ohne Rinde bei uns im Supermarkt kaufen kann.....

Also kurz überlegt, mit was ich diese italienischen Sandwiches belegen könnte... und das kam dabei heraus:


Italienisches Sandwich



Die Zubereitung ist eigentlich ganz simple. Tomaten und Mozzarella auf die Sandwichscheiben schichten und frische Basilikumblätter darüber geben. Die Scheiben habe ich vorher noch mit einem Kräuterdip bestrichen, damit das ganze ein wenig aromatischer wird. Bevor die Scheiben zusammengeschichtet wurden, habe ich noch ein paar Tropfen Balsamico-Creme und frischen Pfeffer hinzugefügt. Dann nur noch den Turm zusammenbauen und diagonal auseinander schneiden und fertig ist ein sommerlicher Abendsnack, den ich mir jetzt beim Fußballspiel um den 3. Platz schmecken lassen werde :-)

Pasta mit frischen Pfifferlingen und Bohnen

Beim Erledigen meines Wochenendeinkaufes, wurde ich mal wieder schwach...... als ich so durch die Gemüseabteilung getigert bin, waren Sie da ..... frische buttergelbe Pfifferlinge, die mich regelrecht anlächelten. Also ab mit dem Bastkörbchen in meinen Wagen und nach Hause. Nach circa einer Stunde die ich mit Putzen verbracht habe..... *aaarggghhh* habe ich ca. die Hälfte eingefroren, da die gekaufte Menge für mich alleine einfach zuviel war. Hoffe ja mal das die eingefroren Pfifferlinge nicht all zu sehr leiden, bis sie in der Pfanne landen.

Aber nun zu meinem heutigem Abendessen, welches heute aufgrund der MEGA-Hitze etwas später stattfand. Als Inspiration musste wieder ein Rezept von lecker.de herhalten, welches ich aber etwas abgewandelt habe. (ich muss ja sagen, die Seite find i scho guat!)

Vorab muss ich noch sagen, dass ich seit längerem nix mehr so leckeres gegessen habe!!! Glaub das Rezept ist soeben in meine Favoritenliste aufgestiegen!! *applaus*




Gemüsepasta



Zutaten:

frische Pfifferlinge
grüne Bohnen (die frischen haben mir nicht zugesagt, also gabs TK-Ware)
1 Zwiebel
Schinkenwürfel
Zitronenthymian
Pfeffer, Salz

Zubereitung:

Schinkenwürfel in einer Pfanne anrösten und zur Seite stellen. In der Zwischenzeit die Bohnen ca. 8 Minuten lang kochen und gut abtropfen lassen. Anschließend die Pfifferlinge in Olivenöl bei starken Hitze anbraten und nach ca. 4 Minuten die klein gehackten Zwiebel dazugeben und mitbruzzeln lassen. Dann die gezupften Thymianblätter unterheben und dann die Schinkenwürfel und die Bohnen dazu und mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.

Kurz vorm Servieren die al dente gekochte Pasta in die Pfanne geben und gut vermischen.


P.S. Hab noch überlegt einen Schuss Sahne dazuzugeben, aber als ich die Farbzusammenstellung in der Pfanne so betrachtet habe, dachte ich nur - PERFEKT :-)


Kichererbsensalat mit Minze und Sesam

Bei der Hitze wollte ich heute eigentlich gar nix zum Essen machen, aber irgendwie hat sich dann doch mein Bauch gemeldet. Also habe ich ein bisschen in den Weiten des Internets gestöbert und bin bei Essen und Trinken auf einen Kichererbsensalat mit Minze gestoßen. Hatte zwar nicht alle Zutaten gemäß Rezept im Hause, aber ein bisserl improvisieren bzw. weglassen geht ja immer!


Orientalischer Salat mit Minze und Sesam


Zutaten:

1 Dose Kichererbsen
1 rote Zwiebel
ca. 8 Kirschtomaten
frische Minze
Salz, Pfeffer, Zucker
Zitronensaft, Olivenöl
gemahlener Ingwer
schwarzer Sesam

Zubereitung:

Kichererbsen gut abtropfen lassen und zusammen mit den klein gehackten Zwiebeln und den geviertelten Tomaten in eine Schüssel geben. Anschließend mit den Gewürzen abschmecken und je nach Geschmack Zitronensaft und Olivenöl dazugeben. Zum Schluss die grob gehackte frische Minze dazugeben. Alles gut vermengen und mindesten 1,5 Stunden durchziehen lassen. Kurz vor dem Servieren wird der Kichererbsensalat noch mit schwarzen Sesamkörner bestreut. Dazu gabs Baguette.

Fazit:

Wieder mal ein schneller leckerer Salat. Und für mich mal wieder eine neue Erfahrung, da es heute bei mir zum ersten Mal Kichererbsen gab :-)


Einmarinierter Hering nach Vogtländischer Art

Irgendwie hatte ich heute Appetit auf Fisch! - nachdem mir Hannes diese Woche mit seinen Gerauchten Matjesfilets an Hausfrauen-Sauce schon den Mund wässrig gemacht hat :-)

Ich muss ja gestehen das ich bisher eher auf die schnelle und einfache Variante von Einmariniertem Hering zurückgegriffen hatte, d.h. ein kleines weißes Wännchen mit Sahnehering gekauft und anschließend verfeinert, da er so aus der Verpackung natürlich nicht schmeckt. Aber damit ist jetzt Schluss dachte ich mir! Selbermachen ist angesagt.

Eigentlich ist es eine Schande, das ich das noch nicht früher gemacht habe, weil gerade dieses Fischgericht eine typische vogtländische Spezialität ist.



Vogtländische Küche


Zutaten:

3 Salzheringe
1 Becher Sauerrahm
1 rote Zwiebel
1 Apfel
3 saure Gürkchen
frische Petersilie
diverse andere getrocknete Kräuter (Dill, Schnittlauch)
Pfeffer, 4 Nelken, 2 Lorbeerblätter
Milch und etwas Zucker

Zubereitung:

Salzheringe, Zwiebel, saure Gurken und den Apfel klein schneiden und alles in eine Schüssel geben. Anschließend den Sauerrahm dazugeben und alles gut durchrühren. Die Kräuter und Gewürze dazu und ca. 1 Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen. Am Ende nochmals abschmecken.

Da ich ja das erste mal reine Salzheringe verarbeitet habe, war es durchaus von Vorteil erst gar kein Salz an die Marinade zu geben!! Ehrlich gesagt war mir das ganze schon etwas salzig, aber durch die Zugabe von etwas Zucker habe ich das Ganze zu einem letztendlich doch sehr schmackhaften einmariniertem Hering abgerundet. :-)

Dazu gabs natürlich die Lieblingsknolle der Vogtländer: Kartoffeln.


„Schön mehlig die Kartoffeln sind
und weiß wie Alabaster,
sie sind für Mann und Weib und Kind
das beste Magenpflaster.“


Fischstäbchen-Schmand-Sandwich

Was für ein Spiel! Goodbye Argentina! :-) Nach der ganzen Aufregung hatte ich natürlich nicht viel Lust etwas großes zu kochen, also gabs heute wieder mal etwas aus der Kategorie "Blitzküche" :-)


Backfischbaguette


Zutaten:

Fischstäbchen
Baguette
Tomaten und Gurken

Für den Dip:

Schmand
frische Petersilie
ca. ne 1/4 Tüte Zwiebelsuppe (kennt ihr das Schmand mit Zwiebelsuppe? Totaaaaal lecker!)
(muss ca. 1 Stunde durchziehen)

Zubereitung:

Fischstäbchen braten, anschließend auf dem Baguette anrichten. Fertig! Auch für Kinder sehr zu empfehlen! :-)


Irgendwie hab ich ja grad nen Ohrwurm.... ned Schland oh Schland, sondern eher Schmand ohhh Schmand *zwinker* Wünsch Euch einen schönen Samstagabend.


Michel's Lieblingskäsekuchen vom Katthulthof


Hier ist sie nun, meine erste Teilnahme an einem Foodblogevent! (man.... bin ich aufgeregt...)

Das Foodblogevent im Juli 2010 steht unter dem Motto:


Kulinarisches aus Film und Literatur


Ich habe lange überlegt, mit welchem Rezept ich am Event teilnehmen könnte. Im Internet habe ich zwar einige Seiten zum sogenannten Filmfood gefunden, aber so richtig hat mich das nicht überzeugt.


Nach langem Grübeln fiel mir ein, dass ich von meiner Mutter vor vielen Jahren das Buch "Immer dieser Michel" von Astrid Lindgren geschenkt bekommen habe. Als Kind habe ich die Lausbubengeschichten des kleinen blonden Frechdaxes aus Lönneberga auch im Fernsehen verfolgt. Wenn ich so zurückdenke, muss ich schmunzeln, denn das erste was mir im Bezug auf Michel immer wieder einfällt, sind die lauten Schreie seines Vaters Antons: "MIIIIICHEL!" Dieser Ausruf erschallte immer, wenn Michel mal wieder was ausgefressen hatte.



Michel's Lieblingskäsekuchen



In den letzten Tagen habe ich mich noch einmal durch das Buch gelesen und hab mich im Internet nach kulinarischen Genüssen aus Smaland umgeschaut.

Zuerst stieß ich auf die Blutklöße, die in Schweden besonders an Feiertagen und zum Weihnachtsfest zubereitet werden. Doch irgendwie wollte ich dieses Gericht nicht nachkochen *zwinker* Als nächstes kam ich zum Kirschwein, der von Michels Mutter Alma immer wieder gerne angesetzt wird. Beste Abnehmerin für diesen süßen Tropfen war eine feine Dame namens Frau Petrell. Ich entschied mich jedoch für den Lieblingskäsekuchen von Michel, der vor allem zum Käsekuchenfest, oder auch wenn sonntäglicher Besuch nahte, zubereitet wurde.

Auszug aus dem Buch:
"Und wenn du jemals in Lönneberga bei einem Festessen gewesen bist, dann weißt du genauso gut wie die Maduskan, dass dort auf dem Tisch lange Reihen blinkender Kupferschüsseln mit Käsekuchen standen, den die Gäste als Geschenk überreicht hatten - als "Mitbringsel", wie es in Lönneberga hieß."

Dank Youtube habe ich auch eine Folge von Michel aus Lönneberga gefunden, wo genau dieser Käsekuchen verköstigt wird. Wer nicht die ganze Folge anschauen mag, kann auf ca. 3 min 28 sek. vorspulen, um an die entsprechende Stelle zu gelangen.






Hier handelt es sich mittlerweile um ein traditionelles schwedisches Gericht, auch unter dem Namen Ostkaka bekannt. Bei meiner Recherche in diversen Schwedenforen und auf unzähligen Internetseiten, stieß ich auf viele verschiedene Varianten der Zubereitung.

Meine Wahl fiel auf das nachfolgende Rezept:

Zutaten:

400g Hüttenkäse
4 Eier
50g Zucker
50g Mehl
100g gemahlene Mandeln
300g Schlagsahne
Butter zum Einfetten
1 Springform oder 1 eckige Auflaufform

Zubereitung:

Die Eier und den Zucker schaumig rühren und anschließend nach und nach das Mehl und die Mandeln hinzugeben. Anschließend den Hüttenkäse mit hineinrühren. Die Sahne steif schlagen und unter die Käsemasse heben.
Den Teig in eine mit Butter gefettete Auflaufform gießen und bei 175°C im vorgeheiztem Backofen auf der mittleren Schiene ca. 1 Stunde backen.


Der Käsekuchen wird traditionell lauwarm mit Früchtekompott oder Marmelade serviert. Ich habe mich für pürierte Erdbeeren (mit Puderzucker und Zitronensaft) entschieden. Alternativ kommt meine frisch gemachte Erdbeer-Himbeermarmelade mit zum Einsatz.



Ostkaka



Fazit:

Mir war ja von Anfang an klar, dass es sich hier nicht um einen typischen Käsekuchen handelt..... geschmacklich finde ich den Kuchen sehr lecker, nicht so süß und das Fruchtpüree gibt den Frischekick. Das einzige was etwas gewöhnungsbedürftig ist, ist der verwendete Hüttenkäse. Durch die Körnchen könnte man fast meinen, dass man einen Milchreisauflauf oder so isst. Aber schmecken tut er trotzdem. :-)


"Lass dich nicht unterkriegen,
sei frech und wild und wunderbar."
- Astrid Lindgren -


Erdbeer-Himbeer-Marmelade mit frischer Minze

Erdbeerzeit = Sommerzeit und da darf natürlich selbstgemachte Marmelade bei mir nicht fehlen.

****

Als ich gestern mit meinen Obstkörbchen zuhause angekommen bin, konnte ich mich natürlich mal wieder nicht entscheiden welche Marmelade ich machen soll.

Im letzten Jahr war ja mein Favorit Erdbeer mit Basilikum - total lecker. Alternativ hatte ich noch eine Marmelade nach philippinischer Art zubereitet, das heißt mit Papaya, Erdbeeren und Cashewkernen. (war auch ganz lecker, aber reisst einem nicht unbedingt vom Hocker)


Letztendlich hab ich mich dann für eine eher klassische Marmelade entschieden und da auf meinem Balkon die Minze nur so vor sich herwuchert, war das Thema für mich erledigt. :-)


Konfitüre mit Erdbeeren und Himbeeren



Zutaten:

ca. 700g Erdbeeren
ca. 300g Himbeeren
Zitronensaft
frische Minze
1 Päckchen Gelierzucker  2 plus 1

Zubereitung:

Früchte waschen und klein schneiden und in einen großen Topf geben. Anschließend den Gelierzucker dazugeben und alles pürieren. (hier kann jeder selbst entscheiden, wie fein er die Marmelade haben möchte).
Auf großer Hitze unter Rühren zum Kochen bringen und anschließend 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Rühren nicht vergessen! :) Kurz vor Ende der Kochzeit Zitronensaft und die frischen Minzblätter dazugeben.


Am Ende die fertige Marmelade in mit heißem Wasser ausgespülte Gläser geben, fest verschließen und mit dem Kopf auf ein feuchtes Küchentuch geben.