Poletto Nr.3 - Toskanischer Apfelkuchen mit Pinienkernen

Zum Finale des Poletto - Projektes musste dann natürlich noch etwas Süßes her.

Auch dieses Rezept hat mich vollkommen überzeugt, gerade deshalb, weil es kein typischer Apfelkuchen ist. Highlight sind die Pinienkerne, die während des Backens knackig braun und knusprig werden. Was mir am besten gefallen hat, ist, das der Kuchen nicht so pappsüss ist und im Handumdrehen fertig ist. 





Zutaten:

1 unbehandelte Zitrone
800g säuerliche Äpfel
3 Eier
200g Zucker
200g Mehl
1/2 Päckchen Backpulver
Salz
100g flüssige Butter
5 EL Olivenöl
2 EL Pinienkerne
1-2 EL Zucker

Zubereitung:

Die Zitrone heiß abwaschen, trockenreiben und die Schale fein abreiben. Anschließend den Saft auspressen. Die Äpfel schälen, entkernen und in Würfel schneiden und mit 2 EL Zitronensaft mischen.

Die Eier und den Zucker cremig schlagen und die Zitronenschale und den restlichen Saft unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver und 1 Prise Salz mischen. Die Mehlmischung und die flüssige Butter abwechselnd zügig unter die Eiercreme rühren. Zum Schluss das Olivenöl dazugeben.

Den Teig in einer gebutterte Springform verteilen. Die Äpfel darauf geben und leicht eindrücken.


Zum Schluss die Pinienkerne und den Zucker darüber streuen und den Kuchen im vorgeheiztem Backofen (180°C) auf der mittleren Schiene ca. 35-40 Minuten backen.



Poletto Nr. 2 - Wirsingwickel mit Salsiccia und weißen Bohnen

Und weiter gehts mit dem zweiten Poletto-Rezept :-)

Dieses Gericht habe ich mir bewusst ausgesucht, da es noch nie Wickel in meiner Küche gab und ich somit einer neuen Herausforderung gegenüber stand. Die Zubereitung dauert zwar seine Zeit, aber der Aufwand hat sich definitiv gelohnt, denn am Ende stand ein vorzügliches italienisch angehauchtes Abendessen auf dem Tisch. Auch der dezente Fenchelgeschmack ist hervorragend und das sagt jemand, der Fenchel überhaupt nicht mag! Auf alle Fälle ein Essen mit dem man Gäste beindrucken kann.

Leider ist das Foto nicht so gut gelungen, da die Lichtverhältnisse in den späten Abendstunden, doch nicht mehr so mitgespielt haben wie ich es gerne hätte... glaub ich brauch doch noch eine zusätzliche Lichtquelle für meine Küche :) aber wie sag ich doch ab und zu: " Es muss nicht gut aussehn, sondern gut schmecken!"


Zutaten:

Für die Wirsingwickel:

8 große Wirsingblätter
1 Schalotte
Meersalz
1 Knoblauchzehe
200g Cannellini Bohnen (aus der Dose)
2 EL Olivenöl
100 ml Weißwein
Pfeffer aus der Mühle
400g Tomaten

Für die Füllung:

1 Brötchen vom Vortag
150 ml Milch
1 Zwiebel
2 EL Olivenöl
8-10 Salbeiblätter
1/2 TL Fenchelsamen
250g Salsiccia
250g Schweinehackfleisch
1 Ei
Pfeffer aus der Mühle
Meersalz

Zubereitung:

Die Wirsingblätter in kochendem Salzwasser 1-2 Minuten sprudelnd kochen lassen. Herausnehmen und eiskalt abschrecken und auf einem Küchenpapier abtropfen lassen.

Für die Füllung, das Brötchen entrinden, in kleine Würfel schneiden und in Milch einweichen. Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin glasig andünsten lassen. 3-4 Salbeiblätter in feine Streifen schneiden. Die Fenchelsamen im Mörser grob zerstossen. Die Salsiccia aus der Pelle drücken und mit dem Hackfleisch, dem Ei, dem Brötchen, der Zwiebel, dem Fenchel und dem Salbei gut verkneten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Hackfleischmasse nun auf den trockengetupften Wirsingblättern verteilen und zu Wickeln verarbeiten. Dabei kann man Küchengarn oder auch herkömmliche Rouladennadeln nehmen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen.

Die Schalotte und den Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Die Bohnen in einem Sieb abtropfen lassen.

Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Wirsingwickel darin rundherum kurz anbraten und anschließend herausnehmen. Nun die Schalotten, den Knoblauch und die restlichen Salbeiblätter andünsten. Den Wein dazugiessen und etwas einkochen lassen. Die Bohnen untermischen, mit Salz und Pfeffer würzen und anschließend alles in einer ofenfesten Form verteilen. Die Wirsingwickel werden jetzt darauf gebettet und mit Alufolie abgedeckt.

Auf der mittleren Schiene das Ganze etwa 30 Minuten garen lassen.

Währenddessen die Tomaten häuten und in kleine Würfel schneiden. Die Tomatenstückchen ca. 10 Minuten vor Ende der Garzeit unter die Bohnen mischen und nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Rezept aus:
Polettos Kochschule - Mein neuer Grundkurs für Einsteiger

Poletto Nr. 1 - Pasta mit Balsamicolinsen und Knusperschinken

Die letzten Tage war ich ganz schön hibbelig... Grund dafür war, dass ich meine 3 Rezepte, welche ich im Rahmen des Poletto Kochbuch-Tests ausprobiert habe, noch nicht posten durfte, bevor das Projekt abgeschlossen ist.

Doch gestern war es dann endlich soweit Katharina von Valentinas Kochbuch, veröffentlichte die Kochbuch-Rezension zu "Polettos Kochschule - Meinneuer Grundkurs für Einsteiger" * - hier könnt Ihr auch die ausführliche Bewertung des Kochbuches durchstöbern.

Ich habe mich sehr gefreut, dass ich an diesem Test teilnehmen durfte, da ich schon ein großer Fan von Cornelia Poletto bin. Ich mag ihre natürliche, einfache und bodenständige Art - so ganz untypisch für eine Sterneköchin. Und natürlich finde ich auch die Küche von Poletto phantastisch, da ihre Rezepte durchgehend einen mediterranen Touch haben und man sich damit ein Stück Urlaub auf den Tisch zaubern kann.


Das erste Rezept, wofür ich mich entschieden hatte, waren die Balsamicolinsen mit Pasta und knusprigem Parmaschinken und diese Wahl war goldrichtig! Das Gericht ist einfach der Knaller und wird es bei mir ab jetzt wohl öfters geben. :)




Zutaten:

1 TL Korianderkörner
3 Schalotten
1 Knoblauchzehe
7 EL Olivenöl
200 g Pantelleria- oder Château-Linsen
1 Msp. Safranfäden
ca. 1/2 l Geflügelfond (oder Hühnerbrühe)
Meersalz
Pfeffer aus der Mühle
einige Spritzer alter Aceto Balsamico
300 g Ditali (kurze Röhrennudeln) - ich hab ganz normale Macceroni verwendet
8 Scheiben Parmaschinken

Zubereitung:

Den Koriander in den Mörser geben und fein zerstoßen. Die Schalotten und den Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. In einem Topf 3 EL Olivenöl erhitzen, die Schalotten und den Knoblauch darin andünsten. Die Linsen, den Safran und den Koriander hinzufügen und kurz mitdünsten. Den Fond dazugeben und die Linsen zugedeckt etwa 30 Minuten köcheln lassen. Falls nötig, noch etwas Fond oder Brühe dazugießen. Die Linsen mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken.

Die Nudeln nach Packungsanweisung in reichlich kochendem Salzwasser bissfest garen.

Das restliche Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und den Schinken darin knusprig braten. Herausnehmen, auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit den Fingern zerbröseln.

Die Macceroni in ein Sieb abgießen, abtropfen lassen und mit den Linsen mischen. Die Pasta mit Essig, Salz und Pfeffer abschmecken und in tiefen Tellern anrichten. Die Schinkenbrösel darüberstreuen.

Fazit: Einfach, schnell, originell und total lecker.


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*12* - Tortiglioni mit Huhn und Rosenkohl - Tortiglioni con pollo e cavoletti di Bruxelles

Jaaaa es gibt wieder Pasta, denn mein Blogprojekt 1000xPasta Mille Sughi soll ja nicht einfach so in der Schublade verschwinden.

Es sollte ein Abendessen her, dass auch zur Jahreszeit passt. Und irgendwie hatte ich Lust auf Rosenkohl. Dank des Zutatenregisters, welches sich am Ende des Buches befindet, wurde ich auch schnell fündig. Schnell noch nen kleinen Einkaufszettel geschrieben und ab gings zum Supermarkt, um die fehlenden Zutaten einzukaufen. Die Zubereitung dauert zwar etwas länger (schon alleine wegen des Rosenkohls), aber es lohnt sich auf alle Fälle.


Zutaten:

400g Rigatoni
500g Rosenkohl
300g Hähnchenbrust
2 Knoblauchzehen
4 EL Butter
2 EL Semmelbrösel
Salz und Pfeffer aus der Mühle
2 TL Thymian
200ml Geflügelfond
50g frischer geriebener Parmesan

Zubereitung:

Den Rosenkohl putzen und ggfs. die äußeren Blätter entfernen und je nach Größe halbieren oder vierteln und anschließend in kochendem Salzwasser 3 Minuten blanchieren. Den Rosenkohl abgiessen und kalt abschrecken. Das Kochwasser auffangen und später zum Kochen der Pasta beiseite stellen.

Die Hähnchenbrust in Streifen schneiden und den Knoblauch schälen.

Die Hälfte der Butter in einem Topf zerlassen und die Semmelbrösel darin anbräunen lassen.

Die restliche Butter in einer Pfanne schmelzen und das Hähnchen und die ganzen Knoblauchzehen bei milder Hitze anbraten. Mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen. Jetzt den Rosenkohl dazugeben und bei mittlere Hitze anbräunen lassen. Die Knoblauchzehen kann man jetzt herausnehmen. (ich hab sie bis zum Ende dringelassen, was auch ganz gut war)

Den Rosenkohl und das Fleisch aus der Pfanne nehmen und warm stellen. Nun den Geflügelfond zum verbliebenen Bratensatz geben und bis zur gewünschten Konsistenz einkochen lassen. Anschließend den Rosenkohl und das Fleisch wieder in die Pfanne geben und erneut erwärmen. Jetzt den geriebenen Parmesan darüberstreuen und alles gut vermengen.

Die Pasta im aufgehobenen Rosenkohlkochwasser aldente kochen und gut abtropfen lassen. Alles gut mit dem Sugo vermengen und kurz vorm Servieren mit den angebräunten Semmelbröseln bestreuen.

Fazit: Ein perfektes Herbstgericht, das auch einen kräftigeren Geschmack hat als die typischen Pastagerichte. Die angebräunten Semmelbrösel geben diesem Gericht noch den letzten knusprigen Schliff. Sehr lecker.

Wissenswertes: Der Rosenkohl stammt ursprünglich aus Belgien und wird deshalb auch Brüsseler Kohl genannt, der Ende des 18. Jahrhunderts erstmalig in dieser Region auftauchte.

Überbackener Blumenkohl mit Saint Albray-Sauce nach Carlo Bernasconi

Irgendwie gelüstete es mich schon die ganze Woche nach irgendeinem Blumenkohlgericht. Als ich dann am Dienstag auf dem Heimweg noch einen kleinen Abstecher in den Supermarkt gemacht hatte, zerplatzte dieses Vorhaben aber wie eine Seifenblase. Es gab keinen Blumenkohl :-( fand ich schon etwas merkwürdig, da ich eigentlich der Meinung war, das dieser grade Saison hat. Naja Pech gehabt.....

Als ich dann heute während einer kleinen Arbeitspause ein wenig auf Facebook herumstöberte, entdeckte ich den neuesten Post von Valentinas Kochbuch, wo das Rezept "Überbackener Blumenkohl mit Taleggio-Sauce aus dem vegetarischen Kochbuch "La cucina verde" von Carlo Bernasconi" veröffentlicht wurde. Und da war es um mich geschehen und nach der Arbeit hoffte ich dieses Mal einen Blumekohl zu ergattern -> und ich hatte Glück *jubel*freude*

Etwas anders sah es da beim Taleggio aus, einem norditalienischem Weichkäse mit Rotschmiere. Aber die clevere Frau von heute weiß sich ja zu helfen, also kam ein Saint Albray in die Tüte, weil ich mir dachte, dass dieser Käse dem Taleggio relativ nahe kommt. (falls ich hier komplett falsch liege, klärt mich bitte auf :)


Zutaten:
(leicht abgewandelt)

600 g Blumenkohl
100 g Saint Albray
100 g Sahne
2 EL Petersilie
2 EL geröstete Pinienkerne
1 Prise Muskat
Salz, schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Blumenkohl in kleine Röschen zerteilen und in Salzwasser fast gar kochen. In der Zwischenzeit die Pinienkerne anrösten und beiseite stellen.

Den Saint Albray in Stücke schneiden und zusammen mit der Sahne, Pfeffer, Salz und Muskat bei leichter Hitze schmelzen lassen, bis eine cremige Käsesauce entstanden ist.

Den Blumenkohl in eine Auflaufform geben und die Käsesauce gleichmäßig darüber verteilen. Das Ganze bei 180° im vorgeheiztem Backofen ca. 15 Minuten überbacken.

Mit den gerösteten Pinienkernen bestreuen und fertig ist ein schnelles, leckeres Abendessen was auch für unsere Vegetarier sehr gut geeignet ist :)

Fazit: einfach, lecker, genial, ruckzuck fertig

Einfaches Butter Chicken

Nachdem ich gestern meinen Gaumen schon ein wenig mit indischen Aromen gekitzelt hatte, folgt dann heute eine kleine Steigerung. In den letzten Jahren war ich auch nur einmal indisch essen gewesen, da ich mich nie so recht an das Essen rangetraut habe. Damals im Saaz hatte ich mich für Butter Chicken entschieden, weil ich das noch am harmlosesten fand *lach* und deshalb gabs das heute auch bei mir zum Abendessen.

Es handelt sich hier um eine vereinfachte Variante des Butter Chickens, da man beim Original das Hühnerfleisch vorher mehrere Stunden einlegen sollte. Aber für mein erstes Mal bin ich ganz zufrieden und der Geschmack hat mich auch an das damalige Restaurantessen erinnert :-)


Zutaten:

400g Hühnebrustfilet
400g gehackte Tomaten aus der Dose
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
ca. 4 cm Ingwer
1/2 TL Chilipulver
1 Prise Zucker
2 EL Pflanzenöl
125 ml Wasser
1 EL Tomatenmark
40 g Butter
1/2 TL Garam masala
1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
1/2 TL gemahlener Koriander
4 EL Sahne
Salz und Pfeffer
Cashewkerne

Zubereitung:

Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer in der Küchenmaschine zu einer Paste verarbeiten. Anschließend die Tomaten, Chili, Zucker und eine Prise Salz dazugeben.

Das Pflanzenöl in einer Pfanne erhitzen und das in kleine Stücke geschnittene Hühnerfleisch leicht darin anbraten.  Jetzt die Würzpaste, das Tomatenmark und Wasser dazugeben und alles gut vermengen. Das Ganze ca. 5 Minuten köcheln lassen.  Nun die Hälfte der Butter und die übrigen Gewürze unterrühren und alles nochmals ca. 10 Minuten köcheln lassen.

Die Sahne in einer kleinen Schüssel leicht aufschlagen und ein paar Esslöffel heiße Sosse unterrühren und dann unter die Tomatensosse ziehen. Die restliche Butter wird ganz am Schluss noch untergerührt.

Dazu gabs bei mir Basmatireis und das ganze wird dann noch mit gehackten Cashewkernen bestreut.

Fazit: Meine Abneigung zu den unbekannten Gewürzen ist so ziemlich verflogen :-) und es war auch gar nicht so kompliziert wie ich es mir vorgestellt hatte. Und gschmeckt hats natürlich auch, aber das nächste Mal werde ich noch ein bisserl mutiger würzen :)

Indisch angehauchte Champignons in Tomaten-Zwiebelsauce

Heute habe ich mich mal wieder an etwas neues getraut. Ich verfolge ja schon seit einiger Zeit die indischen Köstlichkeiten von Tina, doch die teilweise endlosen Zutatenlisten schrecken mich ehrlich gesagt schon ein bisserl ab. Und dann bin ich mir auch nicht sicher, ob ich die Gewürze mag. Also fange ich mal sehr vorsichtig an, um die indische Welt so nach und nach zu entdecken. :)

In einem kleinen Kochbüchlein bin ich auf dieses Rezept gestoßen und fand es gleich sympathisch, vor allem weil ich die benötigten Zutaten im Hause hatte und die dazugehörigen Gewürze auch, wobei Kreuzkümmel & Co bis jetzt in meiner Küche noch nie zum Einsatz kamen.


Zutaten:

300g Champignons
4 EL Olivenöl
1 Zwiebel, fein gehackt
2 TL Knoblauchpaste
1 grüne Chili, fein gehackt - ich hab ne rote genommen
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL gemahlener Koriander
1/2 TL Chilipulver
1 EL Tomatenmark
3 EL Wasser
Salz

Zubereitung:

Die Champignons putzen und in dicke Scheiben schneiden. Olivenöl erhitzen und die Zwiebeln und Chili bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten glasig dünsten. Die Knoblauchpaste dazugeben und weitere 2 Minuten garen lassen.

Jetzt kommt Kreuzkümmel, Koriander und Chilipulver dazu, gut durchrühren und anschließend die Champignons und das Tomatenmark dazugeben. Wasser hinzugeben und das Ganze ca. 10 Minuten einkochen lassen und schon ist mein erstes indisches Anfängergericht fertig :)

Dazu gabs bei mir ein warmes Naan Brot (gekauft)

Fazit: Sehr schnell zubereitete kleine Mahlzeit, die mir trotz Kreuzkümmel sehr gut geschmeckt hat. Dann kann ich mich ja morgen dem zweiten Gericht aus diesem Büchlein widmen, wo es schon eher indisch wird. :)

Herbstlicher Ausflug ins kulinarische Vogtland

Wie einigen sicherlich aufgefallen ist, war es die letzten Tage hier recht ruhig. Das hängt zum einem damit zusammen, dass ich gerade das neue Kochbuch von Cornelia Poletto für Valentinas Kochbuch auf Herz und Nieren teste (Rezepte und Berichte folgen nach Projektende) und dann war ich für ein verlängertes Wochenende in meiner Heimat dem Vogtland, da mein Onkel zum 70. Geburtstag geladen hatte.


Als ich am Freitag Richtung Heimat gefahren bin, habe ich mich schon wahnsinnig auf eine frische Doppelsemmel mit vogtländischem Leberkäse (in Bayern gibt es zwar auch Leberkäse, aber hier gibt es Unterschiede wie Tag und Nacht) und mit Hackepeter gefreut *lach* manche werden jetzt den Kopf schütteln, aber gerade diese 2 Spezialitäten schmecken einfach nur daheim am besten. Ein Foto gibt es davon nicht, weil alles ganz schnell verputzt war :-)

Am Samstag ging's dann nach Kottenheide, einem sehr kleinem ehemaligem Bergbauort zwischen Zwota und Schöneck. Hier sollte die Geburtstagsfeier stattfinden.


Ort des Geschehens war das Ferienhotel "Haus am Ahorn" welches für Jung und Alt diverse Aktivitäten anbietet. Auch kulinarisch kann sich das Restaurant des Hause sehen lassen.

Ein weiterer Genusshöhepunktes des Vogtlandes ist mit Sicherheit auch der Kuchen. Hier lohnt es sich kaum, selbst zu backen, da es eine unzählbare Anzahl von Stückerlkuchen gibt, die einfach alle phantastisch sind. Ich persönlich kenne keine Region in Deutschland wo man solchen leckeren Kuchen direkt beim Bäcker kaufen kann. Meistens wird dann sogar die Heimfahrt so geplant, dass man einen ganzen Karton mit nach Bayern nehmen kann, um die lieben Kollegen zu beglücken :)

Hier eine kleine Auswahl,der leckeren Stückchen:


Abends durfte sich dann jeder mit der Karte des Hauses auseinandersetzen. Die Entscheidung fiel mir nicht wirklich leicht, da es hier wirklich leckere Sachen gibt. Favoriten des Abends waren dann letztendlich vogtländischer Wildschweinbraten mit Speckrosenkohl und vogtländischen Klößen, Vogtländischer Sauerbraten, Fischplatte des Hauses, die Bauernkarre mit Kassler, Würstchen, Spiegelei und Bratkartoffeln  und ich entschied mich dann letztendlich für einen Eimer Rippchen :-) schon alleine, weil ich neugierig war, wie das denn nun serviert wurde. Dazu gabs Sauerkraut und Petersilienkartoffeln, die ebenfalls im Blecheimer versteckt waren. Finde diese Idee sehr originell und in dieser Art habe ich das auch noch nirgends gesehen. Das Essen war total lecker und die Portionen waren riesig.

Die Fischplatte des Hauses


Mein Eimer Rippchen :-)


Die Bauernkarre


Gut gesättigt ging so ein sehr schöner vogtländischer Tag im Kreise der Familie zu Ende. :-)
Natürlich gibt es noch viele weitere vogtländische Spezialitäten, die man gar nicht alle aufzählen kann. Ganz speziell möchte ich hier aber noch den 1. Deutschen Sauerbratenchampion erwähnen, welcher nämlichaus Klingenthal kommt. Wer dieses Schmankerl einmal geniessen möchte, der sollte in die Gaststätte "Friedenshöhe" einkehren. Eine Reservierung ist hier allerdings sehr von Vorteil. :-)

Und dann war das Wochenende auch schon wieder vorbei. Zum Glück hatte ich am Samstag früh noch einige Fotos in Mama's Garten geschossen, weil in der Nacht zum Montag gabs richtig heftigen Frost und mit der Blütenpracht wars vorbei.