Die vogtländische Küche - traditionell / modern - Zwei Kochbücher im Vergleich

Heute möchte ich Euch 2 Kochbücher vorstellen, die mir besonders am Herzen liegen. Einige können es sich sicherlich schon denken - es geht heute um die vogtländische Küche.

Wie einige bereits wissen, bin ich eine waschechte Vogtländerin, die vor 10 Jahren nach Bayern "ausgewandert" ist, aber nichts desto trotz prägt einen die Heimat und man ist stolz darauf. Ich finde es schade, dass viele Menschen, die es in andere Regionen verschlägt nicht mehr wissen wo sie herkommen und ihre Heimat einfach so in Vergessenheit geraten lassen.

Doch bei mir ist das nicht so! Ich bin froh das ich auch weiterhin noch vogtländisch reden kann, denn auch die Dialekte sterben leider auch allmählich aus.

Nun zurück zum Thema - das vogtländische Essen. Ich bin seit langer Zeit auf der Suche nach einem wirklich authentischen Kochbuch, dass die Gerichte meiner Heimat enthält. Hin und wieder kommen Bücher auf den Markt, welche groß mit den Traditionen des Vogtlandes prahlen und wenn man sich das Buch dann näher betrachtet, ist man bitter enttäuscht und bereut den Kauf.

Aber damit ist jetzt Schluß!

Ich habe für diesen Bericht absichtlich 2 vogtländische Kochbücher ausgewählt, zum einen ein traditionelles und zum anderen ein Buch welches die traditionelle Küche mit modernen Einflüssen verbindet.


Und das sind sie:




Derweeng ned schlecht von Falkmar Krause und das Oberes Vogtland Kochbuch vom singenden Gastwirt Silvio Kuhnert.

Um Euch einen kleinen Einblick zu verschaffen, nachfolgend einige Details zu diesen doch recht unterschiedlichen Büchern. In den nächsten Wochen werde ich dann ausführlicher über einige Rezepte, die ich nachkochen werde berichten.



Erschienen im Vogtland Verlag
ISBN-Nr.: 3-928828-34-7

Mein erster Eindruck zu diesem Buch - WOW endlich das was ich schon die ganze Zeit gesucht habe!

Aufgebaut ist das Kochbuch in folgende Kategorien:

Das heilige Brot, Erdäpfel, Klöße, In der Pfanne gebacken, Nudeln und Tellererichte, Kuchenbacken fürs Fest, Eitroong, Es ist Herbst geworden, Zur Weihnachtszeit, Was die Kinder freut, Getränke, Butterfass und Zentrifuge.


Der Autor entführt uns in jedem Abschnitt mit den passenden Geschichten an die folgenden Gerichte heran. Dazu fügt er passende Fotos vom Vogtland und den Gerichten hinzu.



Eine kleine Auswahl der Rezepte:

- Wiegebraten (eine Art falscher Hase)
- Schwammespalken, Möhrenspalken (Eintöpfe)
- Nackete Mahdle (eine Art Kartoffelpuffer)
- Bambes (ähneln den russischen Blinis, aber viel besser *grins*)
- Vogtländischer Erdeppelkung (Kartoffelkuchen)
- Zuckermännle (Weihnachtsgebäck)

und viele mehr

Fazit: Wer ein wirklich traditionelles vogtländisches Kochbuch sein Eigen nennen möchte, dem empfehle ich dieses Buch von ganzem Herzen! Ich bin so froh das ich es in meiner Sammlung habe!



Erschienen im Verlag edition limosa
ISBN-Nr.: 978-3-86037-390-3

Jetzt kommen wir zu Buch Nummer 2, welches uns vom singenden Gastwirt aus dem Vogtland Silvio Kuhnert beschert wird.

Silvio Kuhnert ist, wie er selbst sagt ein Vogtländer mit Leib und Seele und seit 20 Jahren Koch und Küchenmeister. In seinem eigenen Lokal "Zum grünen Baum" in Taltitz verwöhnt er Einheimische und unzählige Touristen mit klassischen vogtländischen Gerichten und mit aufgepeppten modernen Kreationen. Hierzu werden ausschließlich Produkte aus der Vogtlandregion verwendet.

Aufgebaut ist das Kochbuch in folgende Kategorien:

Suppen und Eintöpfe, Salate, Aufläufe, Gefülltes Gemüse, Traditionelle Gerichte und Hausspezialitäten, Fleischgerichte, Fischgerichte, Pilzgerichte, Süßspeisen und Desserts, Marmeladen und Gelees, Backwerk, Teevariationen, Getränke und Kaffeespezialitäten

Im Kochbuch findet man weiterhin sehr schöne Geschichten und Erzählungen aus dem Vogtland. Man findet in diesem Buch jedoch keine Hochglanzfotos zu jedem einzelnem Gericht, was ich persönlich etwas schade finde, jedoch wurde jede einzelne Seite mit liebevollen Vogtlandfotos gestaltet.




Eine kleine Auswahl der Rezepte:

- Sauerampfer - Cremesuppe
- Taltitzer Sauerkrautsalat
- Vogtländischer Bierkarpfen
- Tante Trudes Pflaumenknödel
- Vogtländische Rindsrouladen
- Szegediner Gulasch
- Würzige Hagebuttenmarmelade

und viele mehr

Fazit: Auch dieses Kochbuch von Silvio Kuhnert finde ich sehr gelungen. Es handelt sich hier jedoch nicht um ein traditionelles vogtländisches Kochbuch. Silvio Kuhnert möchte der Vogtlandküche ein moderneres Image verpassen und dieses gelingt ihm meiner Meinung nach sehr gut.

****

Vogtland du mein Heimatland,
hier bin ich geboren hier bin ich daheim,
Vogtland du mein Heimatland,
bei Dir möcht ich immer sein
Vogtland du mein Heimatland,
du schönstes Fleckel der Welt
wer Dich einmal gesehn der wird nie mehr gehn
oh Vogtland Du bist wunderschön

- Silvio Kuhnert -




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Hirschgulasch mit Pflaumenmus und Vanille

Soooo der Heiligabend, mit einem doch recht simplen Essen ist vorbei und heute sollte es dann etwas Besonderes im kulinarischen Wunderland geben. Es handelt sich hier wieder um eine persönliche Premiere, da Wild in meiner Küche bis jetzt noch nie zubereitet wurde - das habe ich bis jetzt immer den Profis in ausgewählten Lokalen überlassen.

Nachdem ich mich für Hirschgulasch entschieden hatte, musste nur noch ein passendes Rezept her. Bei der Internetsuche bin ich dann auf dieses Rezept gestossen und ich war sofort begeistert. Hirsch wird ja meistens mit irgendwelchen fruchtigen Sachen verfeinert, die Klassiker sind hier wohl Preiselbeeren oder Birnen. Wieso also nicht mal Pflaumenmus?  Das kam mir eh gerade recht, da noch ein Glas selbstgemachtes mit ganz viel Rum in meinem Schrank vor sich herschlummerte.

Am Rezept an sich habe ich eigentlich nichts verändert, außer das ich die Mehlschwitze weggelassen habe, da nach der Schmorzeit die Konsistenz meiner Meinung nach schon perfekt war.


Hier kommt nun das Rezept für 4 Personen (ich habe die Mengen halbiert, da ich ja nur für mich alleine gekocht habe)

Zutaten:

1kg Hirschgulasch
2 Zwiebeln
2 Möhren
1 Petersilienwurzel
Sonnenblumenöl
1 EL Tomatenmark
500ml Wildfond
1 Vanilleschote
2 Lorbeerblätter
3 Nelken
3 Wacholderbeeren
4 EL Pflaumenmus
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Zwiebeln, Möhren und die Petersilienwurzel in kleine Würfelchen schneiden.

Den Hirschgulasch in heißen Öl von allen Seiten gut anbraten und anschließend das Gemüse und die Zwiebeln dazugeben und mitbraten lassen.  Das Tomatenmark dazugeben und alles gut verrühren.

Jetzt den Wildfond angießen und die Gewürze dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Vanilleschote auskratzen und das Mark mit zum Gulasch geben. (ich habe extra noch eine halbe ausgekratzte Vanilleschote mit schmoren lassen)

Das ganze aufkochen und dann auf kleinster Stufe ca. 2 Stunden vor sich hinschmoren lassen. Am Ende das Pflaumenmus dazugeben und nochmals mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Dazu gab es bei mir Kartoffelknödel und ein Rosenkohl-Möhren Gemüse.

Fazit: Mal wieder bin ich total begeistert. Die leichte Süße die durch das Pflaumenmus entsteht, passt hervorragend zum kräftigen Wildgeschmack und ist definitiv eine Alternative zu den klassischen Preiselbeeren. Glaube das werd ich mit Sicherheit wieder kochen, muss ja ned immer nur zu Weihnachten auf den Tisch.

Heiligabend - Kartoffelsalat mit Thüringer Bratwurst / Erdeppelsalat mit Brotwurscht



Da ich das diesjährige Weihnachtsfest nicht in meiner Heimat bin, hole ich mir das Vogtland zum Heiligabend eben nach Bayern.

Es gibt ja unzählige Traditionen was das Weihnachtsessen betrifft, mal gibt es Gans oder Ente, bei vielen wird Raclette und Fondue aufgetischt, aber auch Kartoffelsalat mit Würschtel sind in einigen Regionen Deutschlands sehr beliebt.

Auch bei mir gab es heute dieses recht einfache und doch so schmackhafte Weihnachtsessen. Beim Salatrezept kam natürlich nur eines in Frage - unser Familienkartoffelsalat, den ich auch HIER bereits verbloggt habe. Dazu gab es Thüringer Bratwürste, etwas Grünzeugs, Köstritzer-Schwarzbiersenf und einen leckeren Rotwein.


Und nun wünsche ich Euch allen eine wunderschöne heilige Nacht und verabschiede mich für heute mit einem Blick aus meinem Fenster:


Weihnachtswünsche


Hiermit möchte ich all meinen Lesern und Leserinnen ein gesegnetes und friedliches Weihnachtsfest wünschen.

Und besonders ruhige und stressfreie Tage denjenigen, die an Heiligabend und an den Tagen vor dem Jahreswechsel arbeiten müssen (mich inbegriffen...)

 

Bei mir wird natürlich auch in den nächsten Tagen gekocht und gebrutzelt und ich werde Euch daran teilhaben lassen *zwinker*

Senfeier nach Oma's Art

Es ist zwar jetzt schon ein paar Tage her, als es eines meiner Lieblingsessen gab, aber nun muss ich es doch einmal verbloggen, da meine Kollegin schon auf das Rezept wartet...

Senfeier - bei vielen eine Mahlzeit, die mit der Kindheit verbunden wird - so ist es auch bei mir. Wenn es bei meiner Oma aus Klingenthal früher immer Senfeier gab, waren wir total aus dem Häuschen und unsere Bäuche waren anschließend übervoll, weil man bei diesem Essen nicht aufhören kann - mir geht es jedenfalls so - auch noch heute...)

Auch bei Anikó von Paprika meets Kardamon steht dieses Gericht auf der Favoritenliste ganz oben.

Ich hatte bereits mehrere Zubereitungsvarianten ausprobiert, aber irgendwie hat es nie so wie bei Oma geschmeckt.... aber nach mehreren Versuchen klappte es dann doch ganz gut und das nachfolgende Rezept wird bei mir regelmäßig gekocht.



Zutaten:

4 Eier
1 Zwiebel
250ml Milch
250ml Gemüsebrühe oder klare Brühe
2 EL Mehl
Senf nach Geschmack (ich verwende hier immer einen süßen Senf)
Margarine
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Eier hart kochen und beiseite stellen.

Die Zwiebel kleinhacken und in der Margarine glasig anschwitzen lassen. Das Mehl darübergeben und alles zu einer Zwiebel-Mehlschwitze verrühren. Anschließend nach und nach die Brühe und die Milch mit einem Schneebesen unterrühren, bis man die gewünschte Konsistenz erreicht hat.

Jetzt den Senf dazugeben (ja das mach ich gerne einmal...*g*) und mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Die gekochten Eier halbieren und in die Senfsosse geben und alles noch gut durchziehen lassen.

Dazu passen am Besten Salzkartoffeln und ein grüner Salat.

Fazit: ICH LIEBE ES :o)

Florentiner mit Cranberries

Advent Advent ein Lichtlein brennt ..... jetzt sind es nur noch 5 Tage bis zum Heiligabend. In vielen Küchen duftet es herrlich nach Plätzchen und süßen Leckereien und die Vorbereitungen für das Fest des Jahres sind in vollem Gange.

Auch bei mir wurde der Backofen noch einmal angeworfen, um ein paar leckere Florentiner zu basteln. Basteln ist hier wohl ganz passend, da der 1. Versuch total in die Hose ging ;o)

Im Originalrezept aus dem Kochbuch - bald ist Weihnachten, einkulinarischer Adventskalender *, wurde darauf hingewiesen, die kleinen Häufchen mit Abstand aufs Blech zu setzen... habe ich auch getan, jedoch sollte man wohl ned mehr als 9 Häufchen auf einmal backen, sonst läuft das ganze Zeugs einfach ineinander...  naja man lernt ja nie aus :o)

Dann gibts halt Florentinerbruch, der nicht besonders gut aussieht,aber den man durchaus noch geniessen kann. Sollte ich mich nochmal an Florentiner wagen,dann werde ich das Rezept von Paule ausprobieren, sie war gleich ganz clever und hat ganz ausgefüllte Florentinerbleche gebacken.







Zutaten:

125g kandierte Früchte (Zitronat, Orangeat, Kirschen, Cranberries)
100g Mandelstifte (man kann hier mit Haselnüssen, Cashewkernen etc. variieren)
25g Cashewkerne
125g Zucker
30g Butter
125g Sahne
2 EL Mehl
1 Prise Salz

Zubereitung:

Die Cranberries fein zerhacken und mit den Mandeln und gehackten Cashewkernen zusammen mit dem Zucker, der Butter und der Sahne in einem Topf unter ständigem Rühren erhitzen und anschließend ca. 3 Minuten köcheln lassen.

Den Topf vom Herd nehmen und das Mehl darübersieben und die Prise Salz dazugeben. Alles gut vermischen.

Backofen auf 200°C (Umluft 180°C) vorheizen.

Mit Hilfe von 2 Teelöffeln kirschgroße Häufchen mit sehr großem Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen. Hier wäre es wohl angebrachter die gesamte Masse auf dem Blech zu verteilen, damit man eine Florentinertafel erhält, die man am Ende in Stücke schneiden kann.

Das Ganze ca. 5-6 Minuten backen und gut auskühlen lassen.

Nach Bedarf kann man die Nussplättchen jetzt noch mit Kuvertüre verzieren.

Fazit: Wie bereits mehrmals erwähnt,war ich mit der Zubereitung nicht 100%ig zufrieden. Geschmacklich sind die Florentiner lecker, aber mir persönlich etwas zu süß. Nächstes Mal werde ich wohl etwas weniger Zucker verwenden. Komischerweise sind die Florentiner auch nicht kross und knusprig, sondern eher weich, aber mei... nobody is perfect :o)


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Marokkanische Möhrensuppe - Die Dritte

Ich glaub es ist mal wieder die Zeit für ein Rezept gekommen, was sich so durch die kulinarische Blogwelt schlingelt...

So wie ich es mitbekommen habe, bin ich an dritter Stelle. Diese wunderbare Suppe haben wir Petra von Chili & Ciabatta zu verdanken. Auch bei Pamela von Mestolo stand sie schon auf dem Tisch.

Mich hat diese Suppe SOFORT angesprochen, ich mag Möhren und auch dicke Suppen und in letzter Zeit habe ich ja auch die orientalischen Gewürze wie Kreuzkümmel und Co im Hause, also hab ich gar ned lange überlegt und zwischen Feierabend, Dusche und Aufräumen köchelte das Süppchen fast wie von selbst auf dem Herd.

Am Rezept von Petra hab ich eigentlich nichts verändert, das Einzigste war, dass ich gemahlenen anstatt ganzen Kreuzkümmel verwendet habe, aber ich glaube das macht jetzt ned unbedingt nen sehr großen Unterschied.

Und wie ich schon vermutet hatte, schmeckt mir diese Suppe seeeehr gut, genau das Richtige bei diesem Mistwetter.


Das Rezept und die Zubereitung findet Ihr: HIER

Und weils grad so schön passt:


"Erst wenn der Bauch voll ist,
fängt der Kopf an zu singen"
- Marokkanisches Sprichwort -

Panforte di Siena - Die italienische Versuchung


Heute wird das 12. Türchen des Kulinarischen Adventskalenders geöffnet und ich freue mich sehr, dass ich bei diesem weihnachtlichen Event vom kochtopf dabei sein darf. Vielen lieben Dank an Zorra für die Organisation und auch danke an die Sponsoren, die eine Verlosung am Ende des Kalenders möglich machen.

Die weihnachtliche Reise führt uns heute nach bella Italia. Als traditionelles Weihnachtsgebäck ist die Panforte weit über die italienischen Grenzen hinaus bekannt. Zubereitet wird diese süße klebrige Spezialität hauptsächlich aus Mandeln, Mehl, kandierten Früchten, Honig, Zucker und diversen Gewürzen.






Den Ursprung fand die Panforte im Mittelalter in der toskanischen Stadt Siena, welche ein wichtiger Handelsplatz der Karawanen aus dem Orient war.

Die Original Panforte wird mit 17 Gewürzen verfeinert, die 17 steht in diesem Falle für die Anzahl der Contraden, den Stadtteilen von Siena.

Der Name Panforte entstand dadurch, da das sogenannte Früchtebrot während des Gärvorganges oft sauer wurde. (forte = säuerlich) Erst später wurde durch die Zugabe von Honig und exotischen Gewürzen, die aus dem Orient nach Italien kamen, die Haltbarkeit extrem verlängert.

Für die Italiener steht die Panforte auch für die Würze des Lebens, dass heißt:

- Zucker und Honig stehen für die Süße
- die getrockneten Früchte für Saft und Kraft

Mittlerweile gibt es das traditionelle Weihnachtsgebäck das ganze Jahr und ist in verschiedenen Varianten erhältlich. Ob mit kandierten Melonenstückchen oder einem dunklen Schokoladenüberzug; der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Die Panforte wird üblicherweise in kleinen Häppchen verzehrt. Ideal dazu passt ein Gläschen Vino Santo.






 Zutaten:
(für eine Springform 26 cm)

100g Zucker
100g Honig
100g Haselnüsse
100g Mandeln
100g Zitronat
100g Orangeat
50g Mehl
1 EL Kakao
1/2 TL Zimt
je eine Prise gemahlene Nelken, Piment, Muskatblüte, Ingwer

Zubereitung:

Zucker und Honig solange in einem Topf erwärmen, bis er sich komplett aufgelöst hat. Abkühlen lassen.

Die Nüsse, das Orangeat und Zitronat in einer Küchenmaschine oder mit einem Messer grob zerhacken und alles in eine Schüssel geben. Nun das Mehl, Kakao und die Gewürze dazugeben und alles gut vermischen.

Die Honigmischung dazugeben und alles sehr gut vermengen. Hier braucht man ein wenig Kraft, da die Masse wirklich sehr zäh ist, aber es ist machbar :o)

Eine Springform mit Backpapier auslegen und den Teig hineingeben und mithilfe eines Löffels glatt drücken.

Im vorgeheiztem Backofen 150°C (Umluft 130°C) ca. 30 Minuten backen. Gut auskühlen lassen.

Die Panforte nach dem Erkalten fest in Folie verpacken und an einem kühlen Ort mindestens 2 Wochen durchziehen lassen, damit das süße Weihnachtsgebäck besonders aromatisch schmeckt und weicher wird. Die Panforte kann nach Belieben mit Puderzucker oder Schokolade überzogen werden.

Rezeptquelle:


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Einkehr im Berggasthaus Schöne Aussicht in Klingenthal

Heute möchte ich Euch wieder ein kulinarisches Highlight der vogtländischen Küche vorstellen. Dieses Mal handelt es sich um kein Rezept, sondern um das Berggasthaus Schöne Aussicht, welches in ca. 900 Metern Höhe auf dem Klingenthaler Aschberg thront.

Als ich noch im Vogtland gewohnt habe, trafen wir uns regelmäßig in dieser schönen Gaststätte, mit dem gemütlichen und rustikalen Ambiente.

Doch nicht nur im Sommer ist die Aussicht ein beliebtes Ausflugsziel, auch im Winter, wenn sich der Aschberg in ein Wintersportparadies verwandelt, kann man hier in der vorhandenen Ski-Bar eine rauschende Apres-Ski-Party feiern. Wer das besondere sucht, der ist im Rittersaal gut aufgehoben, wo man wie zu alten Zeiten nach Lust und Laune so richtig auf den Putz hauen kann und seine Tischmanieren getrost vergessen kann ;o)

Und wenn Ihr anschließend nicht mehr vom Aschberg herunterkommen solltet *zwinker* - auch das ist kein Problem, denn dann könnt Ihr Euch in einem der 5 liebevoll eingerichteten Zimmern niederlassen.

Im Klingenthaler Raum ist die vogtländische Küche sehr von der Zubereitung mit frischen Waldpilzen geprägt, aber auch verschiedene Kloßsorten (Kleeßsorten) sind sehr typisch für meine Heimat.


Ein kleiner Auszug aus der umfangreichen Speisekarte:

- Echte vogtländische Schwammespalken (ein Kartoffel-Waldpilz-Eintopf)

- Dreckete Supp (vogtländische Kartoffelsuppe)

- Schladeregucks mit Schwammebrieh und Preisselbeeren

- Vogtländischer Sauerbraten und Rindsrouladen

- Gebackene Kleeß mit Schwammebrieh

- Klingenthaler Schwammefleisch

- Aschbergschmauss

und noch viele weitere Leckereien.

Mit den Essensfotos hats aufgrund von schlechten Lichtverhältnissen leider ned so gut geklappt, wird aber nachgeholt :o)


Und der echte Bärwurz darf nach einem deftigen Essen natürlich nicht fehlen. Dieser wird in meinem Heimatdorf Zwota noch mit Liebe nach überlieferter Rezeptur hergestellt.


Wer sich einmal auf den Weg ins Vogtland macht, sollte einen Besuch in diesem Lokal nicht verpassen, denn hier gibt es sie noch - die echte vogtländische Küche.

Zum Schluss möchte ich mich nochmals beim ganzen Aussicht-Team für den netten Abend und dem leckeren Essen bedanken, auch wenn meine Sandra an diesem Abend leider nicht da war. Aber nächstes Mal klappts bestimmt, oder ich sag vorher Bescheid, wenn ich mal wieder im Lande bin.

Berggasthaus Schöne Aussicht
Aschbergstr. 19
08248 Klingenthal

P.S. Sollte jemand eine Übersetzungshilfe brauchen, bitte melden :o)

Aromahühnchen mit Basmatireis

Ohh wie das duftet, dachte ich mir, als mein heutiges Abendessen so vor sich hinschmorte...

Als ich gestern bei Alex die Glühwein-Bolognese entdeckte, erinnerte ich mich an ein Rezept, dass ich letztens bei Essen & Trinken gesehen hatte.

Ich mag Zimt, aber ich hatte dieses wunderbare Gewürz bis jetzt nur zum Backen verwendet. Aber da ich ja doch ab und zu mal etwas mutig bin (in letzter Zeit etwas häufiger) entschied ich mich für das "Zimt-Hühnchen" - das passt ja auch hervorragend in die Vorweihnachtszeit. :o)

Schon während des Schmorens, musste ich immer wieder den Topfdeckel heben, um mein neugieriges Näschen mit einer Aromawolke zu versorgen :o)

Geschmacklich finde ich dieses Gericht schon recht außergewöhnlich, aber es schmeckt! Die verschiedenen Gewürznoten sind nicht zu kräftig und passen super zueinander. Der leichte Zimtgeschmack in Verbindung mit frischem Ingwer machen aus diesem Gericht ein kleines Gewürzfeuerwerk.

Dazu gabs bei mir Basmatireis.


Zutaten:
(2 Portionen)

300g Möhren
2 Zwiebeln
20g Ingwer
1 Knoblauchzehe
2 Hähnchenbrüste
Salz, Pfeffer, Koriander
100ml Geflügelbrühe
100ml Kokosmilch (der Rest von gestern)
2 Zimtstangen
Olivenöl

Zubereitung:

Die Möhren und die Zwiebeln schälen und in grobe Stücke schneiden. Den Ingwer und den Knoblauch ebenfalls schälen und in kleine Würfelchen hacken.

Das Hühnchen in Stücke schneiden und in Olivenöl von allen Seiten anbraten und anschließend die Zwiebeln dazugeben und diese kurz mit anrösten lassen. Mit Pfeffer und Salz würzen.

Jetzt kommen die restlichen Zutaten (Möhren, Ingwer und Knoblauch) dazu. Alles gut vermengen, kurz andünsten und dann mit der Geflügelbrühe und der Kokosmilch ablöschen. Zu guterletzt etwas Koriander und die Zimtstangen dazugeben und das Ganze ca. 20 Minuten vor sich hinschmoren lassen.

Nochmals abschmecken und mit Basmatireis servieren.