Eure Stimme zählt!

Normalerweise bin ich ja kein Freund von irgendwelchen Votingaufrufen ... aber da ich das Cookbook of Colors Projekt von HighFoodality so klasse finde, würde ich mich echt riesig freuen, wenn eines meiner Rezepte in diesem farbenfrohen Buch verewigt werden würde.

Doch dazu brauche ich Eure Stimme!

Bis zum 02.03.2012 - 18 Uhr darf abgestimmt werden. Wer mir eine kleine Freude bereiten möchte, kann seine Stimme unter folgendem Link abgeben:

*** Zum Voting ***

Ich nehme in der weißen Kategorie mit meinem Weißen Borschtsch teil. 


Herzlichen Dank für Eure Stimme <3


Die neuen Gewänder der Donauwelle

Ich glaube wenn von Donauwellen die Rede ist, bekommt so ziemlich jeder leuchtende Augen. Dieser Kuchen ist bei jung und alt gleichermaßen beliebt. Kein Wunder... denn die Kombi aus Schokolade, Kirschen und saftigem Rührteig ist aber auch lecker!

Als ich vor über 11 Jahren nach Bayern zog, kannte ich den Begriff Donauwelle aber nicht wirklich, denn sowas gab's im Vogtland nicht. Bei uns gibt es einen ähnlichen Kuchen, den man aber Schneewittchenkuchen nennt (den muss ich bei Gelegenheit auch mal wieder machen...) - aber das mit den verschiedenen Namen kennen wir ja bereits ;-) - im hohen Norden gibt es z.B. eine ähnliche Variante, nämlich die Finkenwerder Elbwelle. Hier werden keine Kirschen sondern Äpfel verarbeitet.

Aber nun zum heutigen Tag zurück, immer wieder Sonntags muss ja was Süßes her. Beim Stöbern in der bunten Blogwelt blieb ich bei Ohhh... Mhhh... hängen und starrte schon fast ein kleines bisschen irre auf die Donauwellen-Cupcakes. Die will ich haben!

Das dort angegebene Rezept ist für ca. 18 Cupcakes vorgesehen... hmm viel zu viel für mich und 18 Formen hab ich auch nicht...... Ursprünglich wollte ich die Zutaten ja erst halbieren, aber wenn man 5 Eier halbieren soll, kommt da bei mir sicherlich wieder nur Murks raus ... das kenne ich ja noch von meinem letzten Brotbackversuch *g*

Ok, also rühr ich halt den kompletten Teig an. Und beim Rühren kam mir dann auch schon ne kleine Erleuchtung. Machste einfach 6 Cupcakes und der Rest kommt in ne Kastenform. Und wie das geklappt hat!

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Heraus kam ein toller saftiger Kastenkuchen im
Donauwellen Style! Gefällt mir :-) - Euch auch?


Und die phantastischen Donauwellen-Cupcakes dürfen natürlich auch nicht fehlen:


Kommen wir jetzt also zu meinem 2-Stufenrezept *g*


Zubereitung:

Zuerst wird die weiche Butter, Zucker, Vanillearoma, Salz und Eier mit dem Handmixer schaumig gerührt. Anschließend das Mehl und das Backpulver vermischen und nach und nach dazugeben. Alles gut vermengen bis ein schöner elastischer Teig entstanden ist.

Nun eine 6er Muffinform mit Papierförmchen auslegen und eine Kastenform ausbuttern und 2/3 des Teiges einfüllen. Bei der Muffinform darauf achten, dass diese ungefähr halb gefüllt werden. Der Rest wandert in die Kasten form ;-)

Jetzt wird der Kakao und die Milch zu dem letzten Drittel Teig gegeben und alles gut verrührt. Je ein Klecks dunkler Teig auf die Muffinförmchen geben und den Rest wieder in die Kastenform geben.

Die Sauerkirschen sollten inzwischen gut abgetropft sein - davon werden 3 Stück in auf die Muffins gedrückt und der Rest.. ja Ihr wisst ja wie es weitergeht ;-)

Den Backofen auf 180°C (Umluft 160°) vorheizen und beide Formen hineingeben. Nach 17 Minuten sind die Muffins fertig. Die Kastenform bleibt noch ca. 20 Minuten länger im Ofen. Stäbchenprobe machen, dann wisst Ihr, ob der Kuchen gut ist.

Alles gut auskühlen lassen.

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Kommen wir nun zu Schritt 2... Buttercreme... hab ich persönlich noch nie gemacht, weil ich so Sahnecremes & Co eigentlich nicht mag, aber da hier ja schön viel Vanillepudding drin ist, geht das grad nochmal so durch. Ich war mit meiner Buttercreme nicht so richtig zufrieden, aber das war mal wieder meine eigene Schuld, weil ich einfach nicht warten kann... Bitte achtet darauf, dass die Butter und der Vanillepudding die gleichen Temperaturen haben, sonst wird alles grieselig... schmecken tut's trotzdem, und man sieht es bei diesen 2 Varianten nicht wirklich, weil Schokolade drüber ist... aber ist halt nicht perfekt!


Zubereitung:

Den Vanillepudding nach Packungsanleitung kochen und abkühlen lassen! Statt 2 EL Zucker werden hier jedoch hier 100g verwendet.

Die weiche Butter mit dem Mixer cremig rühren und dann den Vanillepudding löffelweise dazugeben und langsam verrühren.

Mit einem Spritzbeutel werden die Cupcakes nun schön dekoriert. Also ich kann das ja nicht und mit Spritzbeuteln komm ich auch nicht klar! - Man muss ja auch nicht alles können ;-) 

Mit der restlichen Buttercreme wird der Kastenkuchen bestrichen.

Alles ca. 1 Stunde kaltstellen und dann nach Belieben mit Schokolade überziehen.

Mir gefallen die neuen Donauwellen-Gewänder ausgesprochen gut und man kann ja auch so ein Traditionsrezept mal bisserl aufpimpen!

Und so ein Kastenkuchen ist natürlich auch viel praktischer... wie hätte ich denn morgen sonst die Cupcakes ins Büro balancieren sollen? Nun ist alles alles kein Problem und  meine Kollegen dürfen sich freuen :-)

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Und weil's wieder so gut passt, ist das mein Beitrag zum heutigen Sonntagssüß - gesammelt wird heute bei Fräulein Text.



The Oriental Tastybox


Am Freitag war es wieder soweit! Die monatliche Tastybox trudelte bei mir im Büro ein und ich war schon ganz hibbelig! Also Hauptthema wurde dieses Mal Angusrind verkündet und es sollte orientalisch werden - das hört sich doch sehr interessant an oder?

Da ich ja sehr neugierig bin, musste ich die Leckereien auch gleich im Büro auspacken. Das hätte ich lieber nicht tun sollen, denn als ich sah was in der Box war, wollte ich sofort nach Hause und kochen! 

Doch bevor ich Euch die Rezepte präsentiere, möchte ich Euch noch den Inhalt der Box vorstellen. In den nächsten Tagen könnt Ihr Euch bei Foodiesquare die Produkte genauer ansehen und bei Interesse auch nachbestellen.

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Als Hauptzutat gab es bestes Rindfleisch aus der Angusmanufaktur Franken. Dieses tolle Fleisch durften wir ja bereits in der Oktoberbox geniessen, deshalb gibt es heute keine weiteren Details dazu :-)

Weiterhin war ein großes Glas Butterschmalz vorhanden, welchen ich persönlich total geil fand, sorry für die Ausdrucksweise, aber ist nun mal so. Schon als ich meine Nase in das Glas hielt, war ich happy - ja ich weiß ich bin ein bisschen bekloppt ..... 
Dieser Butterschmalz stammt aus der Sennerei Lehern in Füssen und wird aus hochwertiger Heumilch hergestellt. 

Mein persönliches Highlight der Box war auf alle Fälle das orientalische Gewürz von Shane McMahon. Die wenigsten von Euch werden diesen sympathischen Iren kennen, aber da er in München ein eigenes Restaurant namens  Shane's Kitchen besitzt, ist mir dieser Name natürlich ein Begriff. Shane vertreibt seine Gewürze übrigens nicht im großen Stil - ich habe jedenfalls keine Bezugsquelle für seine Gewürze gefunden, aber ich denke das man Shane's Orientgewürz bei Foodiesquare bald nachbestellen kann, weil das Zeugs ist wirklich klasse!

Die Mischung enthält folgendes: Sesam, Pfeffer, Mohn, Salz, Zucker, Zitronenschale- und Säure, Paprika, Coriander, Zwiebel, Zimt, Knoblauch, Sumach, Schnittlauch, Rum-Aroma, Piment, Thymian und Basilikum

Als Beilage gab es wieder eine Reisspezialität aus dem Hause Lotao. Dieses Mal durften wir den Rising Sun Orange Reis inklusive Rising Sun Elixier probieren. Auch diesen Reis kenne ich bereits (Klick!) und ich habe auch so gut wie alle Lotaosorten in meiner Küche ;-) - nicht grade günstig, aber außergewöhnlich.

Soooo, aber jetzt kommen wir endlich zum Hauptgang! 

Orientalische Rindfleischstreifen mit Zwiebeln


Und das braucht Ihr dazu:


Zubereitung:

Zuerst das Fleisch waschen, trocken tupfen und in Streifen schneiden. Die Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Ringe schneiden. Knoblauch und Ingwer fein hacken.

Bevor es mit dem Fleisch weitergeht, 350ml Wasser zum Kochen bringen und dann einen 1/2 TL Salz und den Lotao Reis hineingeben und alles auf kleinster Stufe ca. 20 Minuten köcheln lassen.

2 EL Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und das Fleisch darin anbraten und anschließend herausnehmen und auf einem Teller beiseite stellen. Den restlichen Schmalz in die Pfanne geben und die Zwiebeln darin goldgelb anbraten lassen.Nun den Knoblauch, Ingwer und das Orientgewürz dazugeben und alles kurz mitbraten lassen. Jetzt das Fleisch dazugeben, alles leicht salzen und mit 400ml Wasser angießen. Das ganze wird dann bei kleiner Hitze ca. 25 Minuten geschmort bis das Fleisch weich ist. Die letzten paar Minuten habe ich den Deckel abgenommen und das Ganze bei großer Hitze schmoren lassen, damit die Flüßigkeit noch etwas einkocht, da mir die "Sosse" etwas zu flüssig war.

Kurz vorm Anrichten wird noch das Rising Sun Elixier unter den Reis gerührt und einem fabelhaften Essen steht nichts mehr im Wege! 

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Passend zu diesem orientalischen Gericht, kann man sich den folgenden Wein gleich mitordern. Es handelt sich hier um einen Bretz St. Laurent 2009, welcher in Barriquefässern gereift ist vom gleichnamigen Weingut Bretz aus Rheinhessen.


Dieser Wein duftet nach Rosenholz, Veilchen und Kirschen und der Geschmack wird von leichten Röstaromen und Vanille geprägt. Der Alkoholgehalt beträgt 13,5% und eine Flasche bekommt man für 10,90 € über Foodiesquare, oder direkt beim Weingut.

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Das war aber noch nicht alles! Denn dieses Mal gibt es auch noch ein passendes Dessert.  Ich war ja schon überrascht, wie einfach doch das Selbermachen eines Puddings ist. Das geht genauso schnell als wenn man die typischen Puddingpulver verwendet - nur mit dem Unterschied, dass ich jetzt weiß was in meinem Pudding drin ist *g* 

Um den Pudding etwas aufzumotzen, bekam er eine fruchtige Begleitung aus der Marmeladenmanufaktur. Eine köstliche, erfrischende Fruchtsauce mit Mango, Orange und Zitronengras.

Selbstgemachter Zimtpudding mit exotischer Fruchtsauce


Und das braucht Ihr dazu:


Zubereitung:

400ml Milch in einem Topf zum Kochen bringen. Inzwischen  die Speisestärke mit der restlichen Milch verrühren und anschließend in die kochende Milch gießen. Nun die restlichen Zutaten einrühren und alles noch ca. 1-2 Minuten unter ständigen Rühren köcheln lassen. In Silikonformen oder passende Gläschen füllen und mindestens 2 Stunden kaltstellen. Fruchtsauce als Spiegel unter den Pudding geben, oder einfach drübergießen ;-)

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Mein Fazit zur Oriental Tastybox:

Persönliches Highlight war für mich das Hauptgericht, geschmacklich einfach genial - eine leichte Schärfe, aber auch eine leichte Süße - das haben wir wohl Shane zu verdanken. Mich würde interessieren, ob es noch mehr Gewürze von ihm gibt? Und den Butterschmalz fand ich auch toll! 

Das Dessert war ok, haut mich aber jetzt nicht wirklich vom Hocker, aber das lag vielleicht auch daran, dass  die Zimtjahreszeit schon vorbei ist ;-) - aber ich hab jetzt gelernt wie einfach man Pudding selbermachen kann und werde demnächst mal eine leckere Schokovariante basteln.

Das einzige was ich zu bemängeln habe, ist der frische Koriander. Wir wissen ja alle, dass dieses Kraut von Haus aus schon sehr empfindlich ist... aber wenn man ihn dann noch in einer Plastikfolie verpackt, ist das nicht ganz so optimal. Auch nachdem ich gleich nach der Lieferung die Folie entfernt habe und ihn in Küchenpapier gewickelt habe, war er leider nicht mehr wirklich schön. Hier müsste man sich vielleicht eine Alternative einfallen lassen.

Unterm Strich war es aber wieder eine total geile Tastybox und ich freue mich schon auf die Nächste!  

Bei Sandra von Snuggs Kitchen könnt Ihr auch noch einmal nachlesen, sie war etwas schneller als ich ;-)

Zeit für Biowein - Erlesene Tröpfchen vom Weingut Hirschhof

Heute wage ich mich einmal auf neues Terrain, es geht um Wein - genauer gesagt um Biowein. Ich muss aber dazu sagen, dass ich mich nicht als Weinkennerin bezeichnen würde, klar trinke ich gerne mal einen guten Wein (bevorzugt Rotwein) aber über das ganze Drumherum habe ich mir ehrlich gesagt noch keine Gedanken gemacht.

Aber wie kommt es jetzt zu diesem Beitrag?

Vor ein paar Tagen startete Dirk Würtz einen Aufruf auf seiner Facebook Seite. Er suchte Genussblogger für eine Bloggeraktion der etwas anderen Art. Für die ProWein Messe, die vom 04. bis 06.03.2012 in Düsseldorf stattfindet, sollen spezielle Weine von Weingütern des Ecovin Bundesverbandes verkostet und vorgestellt werden. 


Ich zögerte etwas, aber nachdem ich unter dem Ankündigungsbeitrag dezent gefragt hatte, ob auch "Weindeppen" teilnehmen dürfen, bekam ich von Dirk umgehend eine Zusage :-) - meiner Meinung nach ist diese Entscheidung gar nicht mal so schlecht, so fließen auch einige Beiträge von Leuten ein, die sich mit Wein eher nicht so gut auskennen und dieser Bericht erreicht dann sozusagen auch eine andere Zielgruppe, als die der  Hardcore-Weinblogger.

Und es dauerte auch nicht lange und der Postbote überbrachte mir das Überraschungsweinpaket und ich war gespannt, welches Weingut ich erwischt hatte, denn jeder Teilnehmer dieser Aktion bekam ein Testpaket von einem anderen Winzer.

Mein Testpaket stammt vom Weingut Hirschhof, welches im idyllischen Örtchen Westhofen in Rheinhessen zu finden ist.


Das Weingut von Walter & Tobias Zimmer wird auf ca. 30 ha nach ökologischen Gesichtspunkten bewirtschaftet. Das heißt, das hier die Weine im Einklang mit der Natur unter natürlicher Begrünung und Düngung heranreifen. Der Rebsortenspiegel des Weingutes besteht aktuell aus 30% Riesling, 25% Burgundersorten, 30% Rotweinsorten sowie 15% Sonstige, wie z.B. Gewürztraminer, Sauvignon blanc und Muskateller.

Die Weine hab ich übrigens mit einem netten Kollegen verkostet, alleine hätte ich das wohl an einem Tag nicht geschafft *grins*

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Nun möchte ich Euch die Weine im Detail vorstellen.

2011er Silvaner QbA trocken


Herkunft:

Der Silvaner ist eine altbekannte Rebsorte und wird häufig in Rheinhessen und Franken angepflanzt wird. Er hat eine lange Reifephase und benötiggt dadurch mittlere bis gute Weinbergslagen. Meist wird er zu kräftigen, dezent duftenden Schoppenweinen ausgebaut.

Der Wein:

Dieser Silvaner ist ein qualitativ sehr hochwertiger Wein mit einem frischen, fruchtigen Geschmack. Dieser leichte Qualitätswein wurde temperaturkontrolliert vergoren und schonend ausgebaut. Ein Wein der Sommerlaune verbreitet! Der Wein passt hervorragend zu Spargel, buntem Gemüse oder zu einem frischen knackigen Salat. Die geeignete Trinktemperatur liegt bei 8-10°C

Alkoholgehalt: 12,5%
Säure: 5,2 g/l
Restsüße: 2,8 g/l

Preis pro Flasche: EUR 4,70


Mein Fazit:

Der Silvaner landete bei uns mit großem Abstand auf dem 3. Platz, da waren wir uns auch beide einig. Mein Kollege meinte das er diesen Wein wohl zum Kochen verwenden würde, aber zum Trinken würde er ihn nicht bevorzugen. Auch ich war nicht so begeistert von dem Wein, kein außergewöhnlicher Geschmack und der Wein erinnerte mich wieder daran, dass ich keinen Weißwein mag. (Eigentlich! *g* denn bei Weißwein Nr. 2 schaut das ganz anders aus!)

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2011er  Sauvignon Blanc QbA trocken
Westhofener Steingrube


Herkunft:

Der Sauvignon Blanc ist eine alte und weltweit stark verbreitete Weißweinrebe. Die genaue Herkunft ist bis zum heutigen Tage jedoch unbekannt. Er eignet sich zur Herstellung fruchtig-frischer Sommerweine mit den sortentypischen Aromen von Stachelbeere und Cassis. Weiterhin werden daraus auch häufig hochwertige Dessertweine hergestellt.

Lage:

Die Westhofener Steingrube erhielt ihre Bezeichnung von einem ehemaligen Steinbruch, der bereits 1295 als "dicto stheingrube" erwähnt wurde. Typisch für diese Lage ist der Löß-Lehm-Boden mit hohem Kalkstein-Anteil.

Der Wein:

Dieser Sauvignon Blanc ist ein sehr körperreicher Weißwein mit intensiven Fruchtnoten. Er hat einen markanten Duft von schwarzen Johannisbeeren, Hollunder und Stachelbeeren. Die geeignete Trinktemperatur liegt bei ca. 10°C

Alkoholgehalt: 12,5%
Säure: 7,0 g/l
Restsüße: 4,0 g/l

Preis pro Flasche: EUR 6,90


Mein Fazit:

Dieser Sauvignon Blanc hat mich total überrascht und auch wenn es ein Weißwein ist, landet dieser Wein eindeutig auf Platz 1! Der Wein hat so ein fruchtiges Aroma, dass es einem fast die Sinne raubt! Sehr süffig und erfrischend - Einfach phantastisch! Diesen Wein kann ich persönlich nur empfehlen und würde ihn auch selbst kaufen!  Ein klasse Weißwein! Ich denke wenn der Sommer endlich da ist, gibt es ein Wiedersehen ;-) - Mein Kollege fand ihn ebenfalls sehr lecker, bei ihm landete der Wein knapp an 2. Stelle.

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Spätburgunder QbA trocken
Westhofener Morstein


Herkunft:

Der Spätburgunder gehört zur Familie der Burgunderreben. Die Burgunderreben sehen während des Wachstums merkwürdigerweise alle gleich aus - sie unterscheiden sich erst im Herbst an der Beerenfarbe. Der Blaue Spätburgunder wurde bereits 884 von Karl dem Dicken erwähnt und ist somit die älteste und edelste deutsche Rote Rebsorte. Im internationalen Sprachgebrauch wird der Spätburgunder auch Pinot Noir genannt.

Lage:

Die Lage im Westhofener Morstein wurde bereits 1282 in "loco marstein" festgehalten. Der Name kann als "Markstein", also Grenz- oder Gemarkungsstein gegenüber der angrenzenden Weinbaugemeinde Gundersheim gewertet werden. Die Lage ist leicht hängig mit südlicher Ausrichtung und besitzt somit ein sehr gutes Kleinklima. Der kalkhaltige, steinige Mergelboden bringt feingliedrige Weine hervor.

Der Wein:

Dieser trockene Spätburgunder ist ein kräftiger und nachhaltiger Qualitätswein, welcher nach den Richtlinien der "Rheinhessen Selection" geerntet wurde. Für den Wein werden nur besonders hochgradige Trauben aus alten Spätburgunder-Weinbergen ausgewählt. Nach einer mehrtägigen Maischegärung, bei der die Farbe, sowie reife Tanninen gewonnen werden, reift der Rotwein für 10 Monate in neuen Barrique-Holzfässern. Durch diese Reifung entwickelt sich ein typisches Vanille-Röst-Aroma. Der Wein passt besonders gut zu herzhaften Käsesorten, eignet sich aber auch hervorragend zu deftigen Wildgerichten.

Alkoholgehalt: 13,0%
Säure: 4,7 g/l
Restsüße: 2,2 g/l

Preis pro Flasche: EUR 12,50


Mein Fazit:

Der Spätburgunder aus der Rheinhessen Selection ist ebenfalls ein sehr sehr gutes Tröpfchen und landete nur knapp auf Platz 2. Ein kräftiger Rotwein, der aber nicht zu schwer ist. Kaufen würde ich diesen Wein aber eher nicht, da er für meine Verhältnisse schon etwas teuer ist. Aber als Geschenk  für liebe Menschen kann ich mir so ein Fläschchen durchaus vorstellen. Dieser Wein war der Favorit von meinem Mittester.

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Wie Ihr jetzt ja bereits wisst, bin ich keine wirkliche Weinkennerin, die mit Fachausdrücken um sich wirft, die normale Leute eh nicht verstehen ;-) aber ich denke, dass ich diese Aufgabe trotzdem ganz gut gemeistert habe und letztendlich gehts ja eh darum - schmeckt's oder schmeckt's nicht? Jedenfalls war ich sehr überrascht, dass sich ein Weißwein als Favorit herauskristallisiert hat - tja so kann's gehn! :-)
Und ich weiß jetzt auch, dass wirklich gute Weine, die direkt vom Winzer stammen nicht unbedingt teuer sein müssen, wie man bei dem Sauvignon Blanc sieht. Denn wenn ich Wein kaufe, dann kostet der im Supermarkt auch so um die 6 €. In Zukunft wäre es also für mich durchaus denkbar ab und zu mal einen Winzerwein zu probieren :-)

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Ein herzliches Dankeschön an Dirk Würz und an das Weingut Hirschhof für diese tolle Aktion! Ich habe durch diese Aktion einiges über deutschen Wein / Biowein gelernt, was ich bis jetzt noch nicht wusste, also hat sich die Teilnahme für mich auf alle Fälle gelohnt!

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Ihr seid nun neugierig geworden was meine Bloggerkollegen so kosten durften? Dann schaut doch mal bei ihnen vorbei:

Liste wird noch ergänzt!

Vogtländisches Beefsteak auf Senf-Spitzkohlgemüse

Auch wenn irgendwie jeder über die ganzen sozialen Netzwerke schimpft, ich finde sie klasse und kann ehrlich gesagt auch nicht mehr ohne. Auch wenn's ums Essen geht wird man hier tagtäglich von neuen Ideen und Anregungen überschüttet und meistens lässt man sich dann auch anstecken! Mir ging's in letzter Zeit jedenfalls öfters so und angefangen hat alles damit, dass Foodiesquare die erste vegetarische Tastybox präsentierte, welche unter dem Hauptthema Spitzkohl stand. Da es im Februar noch eine Fleischbox mit saftigen Angusrind gibt, entschied ich mich aber für diese Variante und freue mich schon auf nächsten Freitag *sabber*

Trotzdem ging mir dieser Spitzkohl nicht mehr aus dem Kopf! Klar hab ich dieses spitze Ding schon öfters beim Einkaufen gesehen, aber mitgenommen hatte ich es bis jetzt noch nie. Bei mir gab es sonst nur normales Weißkraut. Aber gestern durfte ein kleines spitziges Exemplar mit zu mir nach Hause :-)


Aber was ist jetzt eigentlich der Unterschied zwischen diesen beiden Kohlsorten? Ich wusste es ehrlich gesagt nicht und hatte mich auch noch nie mit irgendwelchen weiteren Familienmitgliedern des Weißkrauts beschäftigt. Größter Unterschied ist wahrscheinlich der feinere und dezentere Geschmack im Vergleich zum normalen Weißkohl. Der Spitzkohl wird auch als Sommerkohl oder Filderkraut bezeichnet. In der Zubereitung unterscheiden sich diese Kohlsorten meiner Meinung nach aber nicht wirklich. 

Was mach ich jetzt aber mit diesem Kerlchen? Nachdem Franzi vom Gemüseregal heute morgen das Spitzkohlrezept aus der vegetarischen Tastybox gepostet hatte, bekam ich spontan Appetit - aber schon wieder Pasta?  Hmm... was hatte ich denn noch da? Hackfleisch! - das ist ja auch immer eine sehr beliebte Kombination! Also suchte ich bei Google mal schnell nach Spitzkohl und Hackfleisch und landete bei Arthurs Tochter, wo mich dann eine Frikadelle mit Spitzkohlgemüse anlachte. Das Rezept vom Gemüse hat mir auf Anhieb gefallen und somit war klar, was es zum heutigen Mittagessen geben sollte.


Das Beefsteak (so heißen im Vogtland übrigens die Frikadellen, Buletten, Fleischküchle, Fleischpflanzerl & Co.) habe ich so zubereitet wie ich es immer mache. 

Zutaten:

500g gemischtes Hackfleisch
1 Ei
1 große Zwiebel
Semmelbrösel
Milch
1 EL körniger Senf
Salz, Pfeffer
Petersilie

Zubereitung:

Die Zwiebel in kleine Würfelchen schneiden und zusammen mit den anderen Zutaten in einer Schüssel zu einer griffigen Masse vermengen. Die Fleischmasse sollte nicht zu nass, aber auch nicht zu trocken sein. Mit Milch und Semmelbröseln kann man hier etwas herumexperimentieren, bis man die optimale Konsistenz erreicht hat. Dann kleine Fleischklopse formen und in Semmelbröseln wälzen. In Öl dann etwa 10-12 Minuten braten. Das Bratfett nicht entsorgen! Denn das braucht Ihr noch für das Gemüse ;-)

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Für das Senf-Spitzkohlgemüse benötigst Du folgende Zutaten:

1 kleiner Spitzkohl
200ml Sahne
1 EL körniger Senf
Salz, Pfeffer, Zucker
Petersilie

Zubereitung:

Den Spitzkohl kleinschneiden und im heißen Bratfett der fertigen Beefsteaks (siehe oben) solange anbraten bis es leicht gebräunt ist. Das Ganze wird dann mit Sahne abgelöscht. Nun den Senf unterrühren und alles mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker abschmecken. Das Ganze so lange köcheln lassen, bis eine schöne rahmige Konsistenz entstanden ist und das Kraut auch weitestgehend weich ist.

Ich hab mir dazu noch ein paar Salzkartoffeln gekocht, aber man kann das Ganze auch ohne extra Beilage genießen. 

Fazit: Saulecker! Reicht doch oder? ;-)



Geschrumpfte narrische Liebesknochen

Eigentlich wollte ich zum Valentinstag schon Liebesknochen basteln, aber irgendwie hab ich das zeitlich nicht auf die Reihe gebracht. Aber gestern kam dann zum Glück Barbara an und möchte für ihr aktuelles Blitzevent närrische Rezepte haben, die zum Fasching passen. Perfekt! :-)



Einige von Euch können mit dem Begriff Liebesknochen sicherlich nichts anfangen... damit ist nichts anderes gemeint als ein klassisches Eclair, aber bei uns im ehemaligen Osten hieß das nun mal anders ;-) 


Die kleinen süßen Teilchen dauern zwar ein bisschen bis sie verzehrfertig sind, aber der Aufwand lohnt sich auf alle Fälle! Und damit sie auch zum Fasching passen, habe ich sie mit kleinen bunten Crispies verziert. Ich fand das ne ganz witzige Idee und gut ausschaun tut's auch noch. Oder was meint Ihr?

Rezepte für die tollen Tage

Diese süße Leckerei, welche im Original mit Vanillepudding gefüllt ist, ist übrigens auch wieder so eine Kindheitserinnerung von mir. Leckerer Pudding und knackige Schokolade - einfach ein kleines Träumchen! Bei uns im Vogtland gibt es sie heute noch bei jedem Bäcker zu kaufen. Hier in Bayern hab ich sie ehrlich gesagt noch nirgends gesehen :-( - Martin hast Du sowas?


Doch nun zur Zubereitung. Ehrlich gesagt hab ich noch nie selbst Brandteig gemacht, da ich vor der Zubereitung immer zurückschreckte. Zum Glück geht es mir da nicht alleine so ;-) - Elly's Art hatte das gleiche Problem.

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Im Dezember gab es bei den Konsumgöttinnen eine Produkttest für das neue Brandteig-Fix von Dr. Oetker. Ich war bei den Testerinnen dabei und ja ich geb's zu - ich habe den Brandteig nicht im vorgegebenen Testzeitraum ausprobiert. *ascheaufmeinhaupt* - aber der Zeitraum war meiner Meinung nach etwas schlecht gewählt.... ich glaube es war so zwischen Weihnachten und Silvester und da hatte ich andere Sachen zu tun. Aber besser spät als nie! :-)


Da sich viele immer für die Inhaltsangaben von Fertigprodukten interessieren, hier noch die Rückseite der Verpackung:


Die Zubereitung ist wirklich spielend einfach, man gibt zu der Fertigmischung nur etwas Milch und neutrales Speiseöl dazu und vermischt das Ganze dann noch mit 2 Eiern. Nach 25 Minuten im Backofen sind die fluffigen Bällchen auch schon fertig. Ich wollte zwar eigentlich eher längliche Exemplare, hat aber irgendwie nicht so richtig geklappt. Egal - die schmecken trotzdem!

Dann braucht man nur noch guten Vanillepudding zu kochen, abkühlen lassen - und dann füllt man die Brandteigbällchen damit. Alles noch mit hochwertiger Zartbitter Kuvertüre überziehen und trocknen lassen. Dekor kann je nach Geschmack darübergestreut werden.

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Hab ich schon gesagt das diese Teile phantastisch schmecken? Ich glaub ich muss schon wieder! :o)

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Und um die dritte Fliege noch mit der Klappe zu erwischen *g* ist das auch noch mein Beitrag zur wöchentlichen Sonntagssüß Aktion ;-)  - die Beiträge werden heute bei mat & mi im Blog gesammelt.


Zum Brandteig-Fix kann ich persönlich nix negatives sagen, es hat alles super geklappt, ließ sich problemlos zubereiten und das Ergebnis fand ich auch klasse.

So was ähnliches wie Ossinudeln

In den letzten Tagen war es hier mal wieder etwas ruhiger, Grund dafür war eine blöde Erkältung die mich lahmgelegt hat, aber momentan scheint das ja wieder mal rumzugehen und jeder schnupft oder hüstelt etwas rum. Und wenn ich mich nicht so wohl fühle, habe ich keine Lust zum Kochen und irgendwie auch nicht zum Bloggen. Da ist dann den ganzen Tag Extreme-Couching, Schwitzen und ganz viel Salbeitee mit Honig angesagt um die lästigen Viren zu verjagen.

Heute überkam mich dann doch ein leichtes Hungergefühl, aber da ich auch nicht einkaufen war, gab der Kühlschrank nicht mehr wirklich viel her. Nicht mal mehr ne Scheibe Brot war zu finden.... Also dachte ich mir machste halt mal wieder Ossinudeln. Viele von Euch wissen jetzt sicherlich nicht was ich damit meine, stimmts?

Ich bin sozusagen mit Ossinudeln aufgewachsen und dieses Gericht gab es früher bestimmt einmal die Woche, weil wir haben das als Kind geliebt! Immer wenn meine Mama gesagt hat, dass es "Makroni mit gebrotener Jachtworscht" gibt, haben wir uns total gefreut. Und die Zutaten für dieses schnelle Essen hat man eigentlich immer im Haus.


Also habe ich heute meine angebrochenen Nudeltüten aufgebraucht und ein Stück Jagdwurst gabs auch noch. perfekt! Normalerweise wird die Jagdwurst in kleine Würfel geschnitten und zusammen mit einer Zwiebel angebraten. Das kommt dann zusammen mit Ketchup und frisch geriebenen Käse auf die Nudeln und fertig ist ein leckeres Essen, dass jedes Kind glücklich macht.

Ich habe das ganze heute ein bisschen abgewandelt.

Eine große Zwiebel in Würfel schneiden und in etwas Butter und Olivenöl andünsten. Jagdwurst in kleine Streifen schneiden und dazugeben. Mit Salz, Pfeffer und Oregano kräftig würzen und ein paar Minuten braten lassen. Eine handvoll Kirschtomaten kleinschneiden und untermischen. Nun kommt noch ein kräftiger Schuss Sahne dazu und etwas Petersilie. Alles noch etwas köcheln lassen und dann mit den fertig gekochten Nudeln vermengen.

Diese Alternative ohne Ketchup und Käse schmeckt auch total lecker und ist bei mir ein Essen zum Gesundwerden :)


Wer mehr über die ehemalige DDR-Küche wissen möchte, dem kann ich folgende Bücher empfehlen, auch wenn die typischen Rezepte wie z.B. Ossinudeln darin eher nicht zu finden sind. ;)




Blitzschnelles Pfirsich-Crumble mit Schokomüsli

Immer wieder Sonntags... *sing* ... ja da überkommt mich die Lust auf etwas Süßes, aber wie so meistens findet man gerade dann nichts Gescheites zum Naschen. So ging es mir vorhin auch wieder und ich überlegte was ich so auf die Schnelle basteln könnte.

In meinem Kühlschrank schlummerten noch ein paar Pfirsiche vor sich hin, die dringend verarbeitet werden wollten. Klar könnte ich die auch so pur essen, aber da hatte ich keinen Appetit drauf! Ein kurzer Blick in den Küchenschrank brachte mich auch nicht wirklich weiter, denn ich hatte nicht mal normales Mehl im Haus.... aber immerhin noch Vollkornmehl und Schokomüsli fand ich auch noch *g* - da lässt sich doch was draus machen!

Die Pfirsiche hab ich schnell zerstückelt und in eine gebutterte, feuerfeste Form gegeben. Dann habe ich etwas Vollkornmehl, braunen Zucker, ne gute Handvoll Schokomüsli, 1 Eigelb und kalte Butter zu knusprigen Streuseln verarbeitet und diese dann über die Pfirsiche verteilt. (ich kann Euch leider keine genauen Mengenangaben nennen, da ich das auf die Schnelle aus dem Handgelenk zusammengewurschtelt hab), aber wenn ich das hin bekomme, dann schafft Ihr das auch!

Dann geht das Ganze für ca. 30 Minuten in den vorgeheizten Backofen (ca. 200°C Umluft) - und dann ist das Restverwertungscrumble auch schon fertig. Wer mag kann dazu Vanilleeis, Schlagsahne servieren - man kann es aber auch einfach so hinterlöffeln. :-)


Jetzt wünsche ich Euch noch einen wunderschönen sonnigen Sonntag und nehme mit dieser kleinen Süßigkeit  mal wieder bei der Initiative Sonntagssüß teil. Diese Woche wird bei lingonsmak gesammelt.

Cookbook of Colors - Das hellblaue Chaos!!

Hellblau.... so heißt die Farbe, die uns Uwe von HighFoodality für den Monat Februar vorgegeben hat, um sein Cookbook of Colors zu füllen.

Hallo? Geht's noch? Hellblaue Rezepte will er haben und dann noch ohne Lebensmittelfarbe! Na klasse! Wenn ich an diese Farbe denke, dann fällt mir zu allererst ein wunderschöner hellblauer Himmel ein, oder die kleinen witzigen Kerlchen, die man Schlümpfe nennt.. aber in Verbindung mit Essen hab ich irgendwie gar keinen Plan.

Na gut, aber wir Foodblogger sind ja manchmal kreativ und werfen nicht so schnell die Flinte ins Korn. Also ging das experimentieren los. Und ich kann Euch sagen das war nicht lustig und ich bin echt bald wahnsinnig geworden. 

Vor kurzem hatte ich ja zufälligerweise festgestellt, dass getrocknete Malvenblüten irgendwie total abfärben - wohl bemerkt blau - also startete ich meinen ersten Versuch mit diesen kleinen Frischkäsetörtchen. Ich rührte einfach ein paar Teelöffel getrocknete Blüten in die Quarkmasse - in der Hoffnung, dass da irgendwas blaues zum Vorschein kommt. NIX! 

Ok... dann muss ich halt weiter rumprobieren. Da auf meinem Herd gerade eine leckere Bolognese a la Alice vor sich hinköchelte, dachte ich mir so - färbste halt die Spaghetti's blau! Ein großer Topf mit Salzwasser wurde aufgesetzt und hinein kam ein halbes Glas getrocknete Malvenblüten. WOW - das Wasser war ja mal richtig geil blau!! Ich freute mich schon auf das Ergebnis!! Wasser kocht - Pasta rein - kochen lassen - durch ein Sieb gießen - und dann? NIX! - meine Pasta hatte nicht mal ein klitzekleine Blaunuance angenommen!

Ok.... und nun? Eigentlich hatte ich schon gar keinen Bock mehr, um noch mehr auszuprobieren..... dann habe ich einen Teil der Pasta in eine Schüssel gegeben und hab einfach Blue Curacao drübergekippt - und siehe da - Das färbt wie sau! aber leider ned hellblau! Ich hab die Pasta dann noch mit heißem Wasser abgespült, da man sie sonst nicht wirklich essen konnte ;-)  schick sieht's ja aus, aber so war das eigentlich nicht gewollt....


Wenn man natürlich ein Auge zudrückt, kann man das auch als ein grünblauestürkis durchgehen lassen, oder was meint Ihr? ;-)


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Ok... die Pasta war verspeist und hat auch mit den ominösen Spaghetti's ganz lecker geschmeckt, aber ich kam noch immer nicht zur Ruhe! Es muss doch irgendwas geben, dass man ohne diese blöde Lebensmittelfarbe einfärben kann! Ich überlegte kurz und flitze erneut in die Küche, die nach meinen Experimenten schon einem kleinen Schlachtfeld glich *g*

Ein Dessert sollte her - natürlich ein hellblaues! Schnell ein paar Cantuccinis im Mixer kleingeschreddert und in ein Weinglas gefüllt. Speisequark in eine Schüssel gegeben und mit etwas Zucker, Vanilleextrakt und etwas Pfirsichsaft cremig gerührt. Und dann kam da wieder der blöde Blue Curacao zum Einsatz, der bei mir schon ca. 3 Jahre im Schrank rumsteht, da irgendjemand mal auf einer Party einen Cocktail damit wollte..... und da die Pasta zu türkis wurde, gab es diesmal nur ganz wenig - und deshalb muss man sich das hellblau schon fast erahnen *grins* - aber es ist nicht weiß! :-)

Schnell noch ein paar Pfirsiche fein püriert und dann wurde alles schön in das Weinglas geschichtet. Gefällt mir sehr gut und war auch total lecker und das Beste - es war in ca. 5 Minuten fertig!


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Auch wenn beide Gerichte nicht wirklich himmelblau sind, denke ich, dass meine Mühe belohnt werden sollte! *lach* sonst krieg ich ja noch irgendwann nen Nervenzusammenbruch :-) und ich will gar nicht an die Märzfarbe denken, denn dann soll alles richtig blau werden! Wahrscheinlich kann ich mich da dann gleich mit fotografieren - wenn ich aus Verzweiflung selber blau bin *g*

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HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Ich hab jetzt auch Silikon!

Na? - hab ich Euch mit dem heutigen Titel neugierig gemacht? *grins* Viele denken bei Silikon ja zu allererst an irgendwelche Sachen die man aufpushen kann - richtig?  Aber da ich diese Art von Silikon nicht brauche und auch nicht nötig habe *hust* widme ich mich mal dem Silikon, welches normalerweise in vielen Küchen verwendet wird.

Bis letzte Woche befand sich in meinem Haushalt eigentlich nur ein Silikonbackpinsel, da ich Kuchen, Tartes, Muffins & Co. eigentlich immer in normalen Metallbackformen zubereite. Und ehrlich gesagt habe ich den Silikonformen auch nicht so richtig getraut - ich hatte irgendwie immer so eine Vorstellung von zerschmolzenen Plastik-Klumpen im Kopf. Aber man soll ja niemals nie sagen und deshalb zögert ich nur ein bisschen (ca. 2 Monate) bis ich der netten Mitarbeiterin von SiliKoMart eine Zusage zu einem Produkttest zukommen ließ. Da ich noch keine Erfahrung mit Silikon habe, hatte ich hier auch keine großen Bedenken zuzustimmen.

Ich entschied mich für 3 komplett verschiedene Silikonformen und ich muss zugeben, dass mir die Entscheidung sehr schwer fiel, denn das Sortiment von SiliKoMart ist wirklich riesig und bunt (was ich ja besonders schön finde). Übrigens Paule von paules ki(t)chen zaubert mit diesen Formen wunderbare süße Kunstwerke, schaut mal HIER oder HIER - phantastisch oder?

Folgende Formen zogen vor ein paar Tagen in meine Küche ein:

Da ja bald Valentinstag ist, wählte ich diese pinke Kuchenform mit Herz- und Bärenmotiven :-) - ja manchmal bin auch ich ein typisches Mädchen *g*


Dann gab es noch eine 30cm lange Kastenform für Kuchen oder Brot (Infos zum Brot gibt es später...)


Und als letztes gab es noch eine Schokoladenform, mit der man kleine Pralinen oder andere Leckereien in Hütchenform herstellen kann


Mein erster Eindruck war durchaus sehr positiv und die Formen hatten auch keinen merkwürdigen Gummigeruch. Manchmal hat man ja doch so Silikonsachen in der Hand, die schon sehr chemisch riechen. Und ich rede hier immer noch von Silikonprodukten, die man im Haushalt verwendet. :-)

Für diejenigen die von Silikon genauso wenig Ahnung wie ich haben, hier noch einige Vorteile dieser Formen:

  • Man kann die Form knicken, wenden, zusammenknüllen, oder was auch sonst und sie kehrt immer wieder in ihren Ursprungszustand zurück
  • Bis zu einer Temperatur von 230°C verwendet werden
  • Einfache Pflege - einfach in die Spülmaschine geben
  • Auch zum Tiefkühlen geeignet bis -60°C
  • Ungiftig und geruchsneutral
  • Alle verwendeten Materialien wurden von der Lebensmittelaufsichtsbehörde geprüft
und noch viele mehr, Details kann man direkt auf der Herstellerseite nachlesen.


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Gestern hab ich mir dann so gedacht, dass ich ja mal ein Weißbrot backen könnte und da sollte auch gleich die Kastenform zum Einsatz kommen. Zum Ergebnis kann ich sagen... mit der Form hat alles super geklappt! - das Brot ließ sich super aus der Form lösen und es gab auch keinen Gummi-Klumpen im Ofen! Denn die Formen kann man bis zu einer Temperatur von 230°C verwenden. 

Über das Brot möchte ich eigentlich gar nicht reden, denn das war sozusagen eine Katastrophe, auch wenn es auf dem Foto da oben ganz lecker ausschaut. ;-) Aber bei der Zubereitung des Teiges hab ich mal wieder Mist gebaut! Bei Feines Gemüse hatte ich ein tolles Rezept für ein Weißbrot gefunden, da ich ja aber meistens hier alleine bin und auch nicht soooviel Brot esse, wollte ich nur die Hälfte backen. Wäre ja alles kein Problem gewesen, aber wenn ich Rindviech natürlich nur einen Teil der Zutaten halbiere und die anderen komplett verwende, kann's ja nur schiefgehen. Als wunderte es mich im Nachhinein auch nicht, dass mein Brotteig nach 3 Stunden immer noch nicht aufgegangen war *g* Und nun? - ok.. dann geb ich halt die restlichen Zutaten noch dazu und hoffe, dass noch was Gscheites herauskommt. Naja normales Mehl war alle, also hab ich noch ein paar andere Mehlsorten untergemischt *mussgeradeselberlachen*  Zumindest ging das Brot dann super schön auf und wanderte dann in den Ofen.

Und aufgeschnitten sah es dann so aus:


Das Foto find ich ja eigentlich schön, auch wenn das Brot nicht so dolle ist, aber wahrscheinlich habe ich die Hefe oder so bei meinen getötet ;-) - jedenfalls ist es leider nicht so wunderschön fluffig und weich, aber man kann es trotzdem essen und zur Not werden Croutons oder Semmelbrösel drausgemacht :-)

Ich schreibe hier das Rezept absichtlich nicht auf, da ich es ja total verhunzt habe *g* - das Original könnt Ihr HIER nachlesen.

Und dann hatte ich ja noch die grandiose Idee, dass Brot mit Malvenblüten zu backen... in der Hoffnung dass es irgendwie hellblau wird, aber davon hat man nix gemerkt *g*  Jedenfalls hab ich jetzt grad mal wieder die Nase voll vom Brotbacken, aber ich geb nicht auf :-) - ich widme mich dann lieber erstmal den beiden anderen Formen, um irgendwelche leckeren Schokopralinen zu basteln und Bären und Herzen zum Valentinstag zu backen :-)

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Danke an SiliKoMart für diesen Produkttest.

Kleine Cantuccini-Frischkäse-Törtchen mit Zwetschgenmus

Letzte Woche bekam ich mal wieder leckere Post. Es ist doch schön wenn man zwischen all den Rechnungen, komischen Werbebriefen & Co ab und zu mal etwas Erfreuliches vorfindet. Es handelte sich um eine Tüte leckerste italienische Cantuccini aus dem Hause PratoBelli. Auch der Chef ist in den Genuss dieser knusprigen Mandel-Teile gekommen und hat diese gleich zum Tunken verwendet. ;-)


Normalerweise knuspert man diese italienische Gebäckspezialität zu allen möglichen Kaffeevariationen, oder man man gönnt sich ein Gläschen Vino Santo dazu. Aber man kann damit auch sehr leckere Süßspeisen zaubern. Wie wär es z.B. mit einem Blutorangentrifle, welches uns Sylvia von Rock the kitchen! kredenzt hat. Ich entschied mich für eine Kombi aus Frischkäse und selbstgemachten Zwetschgenmus, denn ich wollte schnell etwas Süßes, weil ich mein Brottrauma verarbeiten musste *grins* - was es damit auf sich hat, erfahrt Ihr in den nächsten Tagen ;-)

Die Törtchen waren ratzfatz fertig und auch ziemlich lecker, ich denke das lag auch ein bisschen an der Überdosis Rum, die ich vor einiger Zeit in das Zwetschgenmus getan hatte...


Zutaten:
(für 3 kleine Tarteformen)

110g Cantuccini
50g Butter
Zwetschgen- oder Pflaumenmus
200g Frischkäse
50g Schmand
40g Zucker
2 Eier
1 EL Mehl
1 TL Vanilleextrakt
1 TL Malvenblüten

Zubereitung:

Zuerst werden die Cantuccini's in der Küchenmaschine zerkleinert. Die Butter schmelzen und zusammen mit den Keksbröseln in einer Schüssel vermischen. Die Masse auf die 3 Formen verteilen und gut am Boden andrücken. Die Formen nun kalt stellen - bei der Kälte (aktuell -15°C) ist hier der Balkon der perfekte Ort und innerhalb von ein paar Minuten ist der Boden schön fest geworden. :-)

Nun wird das Zwetschgenmus auf dem Bröselboden verteilt und alles wird nochmal für ein paar Minuten kaltgestellt.

In der Zwischenzeit die restlichen Zutaten mit einem Schneebesen zu einer cremigen Masse verrühren, welche dann in die Formen gefüllt wird.

Im vorgeheiztem Backofen bei 160°C Ober-/Unterhitze ca. 40 Minuten backen lassen. Im Ofen auskühlen lassen und dann vorsichtig aus den Formen lösen.


Und da wir ja gerade wieder Wochenende haben, ist dies mein Beitrag zur Initiative Sonntagssüß. Diese Woche wird von Fräulein Text in diesem Post gesammelt.

Verkostungsbox Januar 2012 - Käsespezialitäten aus dem Allgäu

Heute möchte ich Euch den Inhalt der Januar - Verkostungsbox von Foodiesquare vorstellen, in der sich alles um Käse dreht und da ich Käse liebe (außer Ziegenkäse natürlich! *g*) entschied ich mich in diesem Monat für diese Box. Alternativ konnte wieder eine Tastybox zum Kochen bestellt werden, in der dieses Mal frische Bodenseefelchen inkl. einem leckeren Dessert vorhanden waren. Wer einen Blick darauf werfen möchte kann dieses bei Sandra von From-snuggs-kitchen tun, denn sie hat HIER und HIER zwei sehr schöne Berichte darüber geschrieben. Ich war ja im Nachhinein schon etwas neidisch *lach*, aber da ich nicht unbedingt ein Fischfreund bin, und schon gar keine ganzen Fische mag, kam dieses für mich nicht in Frage.

Aber das war auch nicht schlimm, sonst hätte ich wohl diese Käsespezialitäten verpasst:


Fangen wir mit meinem persönlichen Highlight an, dem Valleray (Camembert-Käsefondue) aus der Biokäserei Zurwies von Anton Holzinger. Hierbei handelt es sich um einen cremigen Weichkäse mit dem Charakter eines Camemberts. Natürlich kann man diesen Käse auch ganz normal verzehren, aber man kann daraus auch ganz einfach ein leckeres Käsefondue machen, indem man den Valleray bei 200°C im Ofen etwa 30 Minuten bäckt und anschließend nach Geschmack mit etwas Weißwein und Knoblauch verfeinert. Und genau das habe ich auch gemacht und es war total lecker!! Mein Kollege den ich spontan zum Abendessen eingeladen hatte, war auch total begeistert.


Dazu gab's frisches Baguette und Salat - mehr braucht's da nicht! :-)


Natürlich wurden anschließend auch noch die 2 anderen Käsespezialitäten von uns probiert. Auf Platz 2 landete der Heublumenkäse aus der Sennerei Lehern, welche sich ebenfalls im schönen Allgäu befindet. WOW was für ein Aroma! Sobald man ein Stückchen davon im Mund hat, denkt man sofort man läge auf einer schönen grünen Bergwiese - einfach phantastisch. 


Und als 3. Produkt gab es in der Box ein Meisterstück aus der Käserei von Anton, welches man unter dem Namen "Antons Liebe (blond)" erwerben kann. Einem sehr cremigen und besonders sahnigem Weichkäse mit Camembertschimmel. Das Besondere daran ist, dass bei der Herstellung ein kräftiger Schluck Demeter-Sahne beigemischt wird. Wir fanden diesen Käse gut, aber konnten jetzt nicht wirklich einen Unterschied zu herkömmlichen Camembertkäsen feststellen. Kein Vergleich zu dem köstlichen Heublumenkäse da oben! :-)


Wer mehr über Anton Holzinger und seine Liebe zum Käse erfahren möchte, der kann sich dieses Videoporträt , welches vom Bayerischen Rundfunk erstellt wurde anschauen, sehr interessant.

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Mein Fazit zur Januar-Verkostungsbox:

Die beiden Jungs von Foodiesquare haben sich auch diesen Monat wieder sehr viel Mühe gegeben, um uns Spezialitäten aus der Region zu präsentieren. Der Heublumenkäse hat mich persönlich umgehauen und das Fondue war total lecker. Antons Liebe empfand ich jetzt nicht unbedingt als etwas Besonderes, aber unter dem Strich eine sehr leckere Box!

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Gestern wurde übrigens auf der Facebookseite von Foodiesquare angekündigt, dass es im Februar 4 Boxen zur Auswahl gibt! Es wird 2 Kochboxen, eine Käsebox mit neuen Spezialitäten und eine geheime Verkostungsbox geben. Ich bin gespannt und ahne schon, dass hier die Entscheidung schwerfallen wird.