Meine Chaosküche!

Ok ok... ich bin spät dran, aber ich hab auch ziemlich lange überlegt, ob ich dem Aufruf von Steph vom Kuriositätenladen wirklich folgen soll....

In den letzten Wochen wurde uns auf vielen Blogs ein exklusiver Einblick in die Foodblogger-Küchen gewährt und bei diesen tollen Küchen verschlug es einem teilweise die Sprache - also mir ging es zumindestens so.... von einigen Fotos bin ich immer noch total geflasht! 

Wenn man außenstehende Leute fragt, wie sie sich die Küche eines Foodbloggers vorstellen, hört man viele interessante Dinge, wie z.B.:

  • die Foodblogger haben mit Sicherheit eine rieeeesengroße Küche mit viel Stauraum und Arbeitsflächen
  • alle Highend Haushaltsgeräte sind vorhanden!
  • 1000 Töpfe & Pfannen
  • ein wahnsinnig großes Gewürzsortiment
  • PC eigens für Rezepte in der Küche

usw.

Aber ich muss Euch nun leider enttäuschen *grins*, denn dass ist nicht bei allen so! :-) Und meine Küche ist wohl das beste Beispiel dafür. Meine Kollegen, Freunde usw. fragen mich schon immer, wie ich das eigentlich alles auf die Reihe kriege in so einem kleinen Kapuff! Tja man gewöhnt sich an alles und man muss aus wenig viel machen, so wie es auch bei den meisten meiner Rezepte ist. Klar wünsche ich mir auch manchmal eine riesige Küche mit viel Platz, aber dann hat man nur noch mehr zum putzen und irgendwie krieg ich ja doch immer alles hin.

Und was mich auch bei vielen doch etwas verwundert hat, ist dieser Perfektionismus.. alles blitzeblank rein, nichts steht rum, als wäre man in einem Möbelhaus. Also ich mag dann eher ein kleines Chaos *g* aber das ist in einer Miniküche auch nicht wirklich anders händelbar. :-)

Alles in allem bin ich schon sehr zufrieden mit meinem kleinen Kochwunderland, denn das sah noch ganz anders aus, als ich 2006 hier in mein kleines Reich zog.

Nämlich so:


Ja Ihr seht richtig! ;-) Keine 4 Herdplatten, kein Backofen, keine Spülmaschine usw. aber ich war damals froh überhaupt eine kleine Wohnung zu finden, wo eine Einbauküche vorhanden ist und auch da konnte ich gut kochen, man muss nur erfinderisch sein *lach* 

Doch dann kam das Jahr 2008 und in meiner Küche tauchten irgendwie immer mehr Flecken an der Decke auf, die immer größer wurden.....


Nachdem dann die Hausverwaltung & Co. mal einen Gutachter vorbeischickte, kam der große Schock! Wasserschaden im ganzen Haus und die Wohnungen die es am heftigsten erwischt hatten war die meiner Nachbarin über mir und meine!! Na toll!


Und von diesem Moment an hatte ich ca. 8 Wochen keine Küche und auch kein Bad... denn alles musste raus!! Ich kann Euch sagen das war keine schöne Zeit! Aber glücklicherweise habe ich liebe Nachbarn und so bekam ich einen extra Schlüssel um zur Toilette zugehen, zum Duschen usw. - ist echt kein Witz! :) Und zum Essen gabs dann irgendwie immer nur Sachen, wo man keine Küche braucht...... 

Auf dem nächsten Foto seht Ihr übrigens mein Bad und im Hintergrund die Küche mit Balkon. Das macht Freude kann ich Euch sagen, denn dieses Bild fand ich vor als ich unwissend von der Arbeit nach Hause kam und im Flur stand.... ich konnte es echt nicht glauben!


Aber irgendwie hat ja alles Schlimme auch irgendeine gute Seite.... und nachdem alles wieder trocken war, hatte ich ein niegelnagelneues Bad und da ich die besten Vermieter habe, die ich je hatte, bekam ich auch noch eine brandneue Küche, wo teilweise mitentscheiden durfte. Der ganze Frust der letzten Wochen war somit auf einmal vergessen, denn die Vorfreude war riesig. :-)

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Und das ist nun seit 2008 mein neues Küchenwunderland, immer noch klein, aber mit Backofen YEAH! 4 Herdplatten YEAH! und ner Spülmaschine YEAH! :-)


Klar hab ich immer noch relativ wenig Stauraum, aber im Vergleich zur alten Küche ein Unterschied wie Tag und Nacht! Es wurde wirklich darauf geachtet, dass es keinen toten Raum gibt und man überall etwas verstauen kann. Links geht's übrigens auf meinen kleinen Balkon, der im Sommer dann auch mein Esszimmer ist, denn sowas habe ich nicht *grins*


Ok... das mit den Gewürzen, Soßen & Co. geht mir wie den meisten Foodbloggern, da kann ich einfach nicht genug davon haben und irgendwie braucht man ja auch von allem ein bisschen. Wenn Besuch da ist, stehen die Gäste meistens ziemlich lange vor meinem kleinen Sammelsurium. :) Mir gefällts!


Und hier noch ein kleiner Blick in meinen Gläser/Tassen Schrank in dem es auch noch Schüsselchen und anderen Kram gibt. Den Blick hinter die anderen Türen erspar ich Euch lieber *lach*

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Also unterm Strich liebe ich meine Küche, auch wenn ich bei Partys oder anderen Festlichkeiten schon manchmal kurz vor dem Nervenzusammenbruch stehe.. wohin mit den Schüsseln? Wo kann ich das schneiden?  Und wohin mit den fertigen Sachen? .... aber es hat immer funktioniert! Und ich denke genau solche Informationen, die ja normalerweise kein Außenstehender weiß, machen einen noch liebenswerter und interessanter. Denn irgendwo gibts immer ein Chaos und verrückte Situationen - ich bin nicht perfekt und ich möchte es um himmelswillen auch niemals sein!!!

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So jetzt wisst Ihr etwas mehr über mich und meine Chaosküche und versteht vielleicht so manche meiner Bloggeschichten nun etwas besser *zwinker* Ich wünsche Euch noch ein wunderschönes Restwochenende.

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Eure bekloppte Alice :)


Schnelle Möhrentarte

Ein aufwändiges Sonntagsessen, oder vielleicht noch nen Sonntagsbraten? Hmm... sowas gibt's bei mir eigentlich nie, denn für einen alleine lohnt sich der ganze Aufwand einfach nicht.

Sonntags ist bei mir eher der Restevertilgungstag und alles was sich noch so in den Schränken findet, wird zu einem mehr oder weniger ansehlichem Essen verarbeitet. Uns so war es gestern auch wieder, ich hatte noch Möhren da und komischerweise auch eine Rolle Blätterteig, die beim Freitagseinkauf mit in den Korb gewandert ist. Warum ich den Blätterteig überhaupt gekauft hatte weiß ich ehrlich gesagt nicht, aber nun war er da und wartete auf sein Ende.

Also hab ich die Google-Bildersuche mit Möhren und Blätterteig gefüttert und heraus kam ein schnelles, einfaches Rezept für eine Möhrentarte. Klar hatte ich nicht alle Zutaten 1:1 zuhause, aber was das Variieren angeht bin ich ja schon fast ne Meisterin *g*


Wer die Tarte nach Originalrezept nachbasteln möchte, der klickt oben auf den Link, aber ich finde meine kleinen Abänderungen auch nicht so schlecht, denn mir hat die Tarte sehr gut geschmeckt. Übrigens kann man die Reste auch problemlos kalt essen, oder man wärmt sie einfach nochmal auf (so wie ich es heute Abend gemacht habe)

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Zutaten:

1 Rolle fertigen Blätterteig aus dem Kühlregal
ca. 600g Möhren
1 große Zwiebel
100g Frischkäse (ich habe hier einen Frischkäse mit Röstzwiebeln verwendet)
100ml Sahne
3 Eier
frisch geriebene Muskatnuss
Salz, Pfeffer
Petersilie
etwas Öl für die Pfanne

Zubereitung:

Zuerst wird die Zwiebel geschält und in Würfel geschnitten. Die Möhren ebenfalls schälen und in Scheiben schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin glasig anbraten, dann die Möhren dazugeben und alles ca. 10 Minuten dünsten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In der Zwischenzeit den Frischkäse, die Sahne und die Eier in einer Schüssel verrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskat kräftig würzen. Am Ende noch frisch gehackte Petersilie unterrühren.

Backofen auf 200°C (Umluft 180°C) vorheizen.

Dann nimmt man den Blätterteig und legt damit eine flache Tarteform aus und drückt diesen mit den Händen am Rand leicht fest.

Nun die Möhren und Zwiebeln in die Form geben und mit der Frischkäse-Sahne-Ei-Mischung übergießen.

Auf der untersten Schiene im Backofen etwa 35 Minuten backen. Ein paar Minuten abkühlen lassen und dann am besten lauwarm geniessen.

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Wer braucht da noch nen Sonntagsbraten? ;-)



Eric's Geburtstagskuchen

Vor ein paar Wochen rief mich ein guter Freund an und lud mich zu seinem Geburtstag ein und kurz vor Ende des Gespräches meinte er noch, dass er sich etwas zum Essen aus dem kulinarischen Wunderland wünscht. Das hat man nun davon wenn man immer nur über's Essen bloggt *grins*

Und von da an qualmte es in meinem Kopf auch schon.... was Süßes? was Herzhaftes? Ich hatte viele Ideen, aber alles war irgendwie nicht so optimal. Zuerst dachte ich mir, machste irgendnen ausgefallen Salat, weil wir ja grillen wollen, aber irgendwie war ich mit dieser Auswahl nicht zufrieden....

Dann fiel mir ein, dass ich vor einiger Zeit in irgendeiner von meinen gefühlten 1000 Koch- und Backzeitschriften ein Kuchenrezept entdeckte, was ich unbedingt nachbacken wollte. Ich wusste nur noch das es ein Kuchen mit Pudding und Quark war ... Aber welche Zeitschrift? Und wo finde ich genau die? Das ist wirklich nicht so einfach, denn ich habe was Kochzeitschriften betrifft nicht wirklich ein System....  wie behaltet Ihr da den Überblick?

Aber dann fand ich sie! *schweissvonderstirnwisch* und konnte die notwendigen Zutaten besorgen. :-) Ich konnte es kaum erwarten diesen wunderbaren Kuchen zu kosten, aber ich musste mich ja bis gestern Abend gedulden... *hmmpf*  - es war ja eigentlich schon ein bisschen frech den Kuchen vorab anzuschneiden, aber ich brauchte doch ein Foto!! :-) aber das Stückchen habe ich dann wieder schön eingesetzt und mit viel Puderzucker bestäubt, fiel also kaum auf *grins*

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Nachdem Dutzende Thüringer Rostbratwürste, Steaks, Schaschlikspieße usw. vernichtet wurden, wurde dann gegen 23 Uhr der Kuchen angeschnitten und glücklicherweise kam der Kuchen auch super gut an, aber kein Wunder, denn Quark und Schokopudding mag ja eigentlich fast jeder, nur das die meisten (mich eingeschlossen) wohl noch nie beides zusammen gegessen haben.  

Schokoladen-Quarkkuchen ohne Boden


Zutaten & Zubereitung für ein Blech:

Für den Schokoladenpudding:

2 Packungen Schokoladenpuddingpulver
800ml Milch
5 EL Zucker
1 EL Puderzucker

Das Puddingpulver mit ca. 8 EL Milch verrühren. Die restliche Milch mit dem Zucker aufkochen und das angerührte Puddingpulver hineingeben und unter Rühren andicken lassen. Den Pudding in eine Schüssel umfüllen und mit Puderzucker bestäuben. Auskühlen lassen.

Für die Quarkmasse:

1kg Schichtkäse
4 Eier
1 Prise Salz
2 Packungen Vanillepuddingpulver
200g Creme Fraiche
200g Zucker
1 EL Zitronensaft

Zuerst die Eier trennen und das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Alle übrigen Zutaten in einer separaten Schüssel mit einem Mixer zu einer cremigen Masse verrühren. Jetzt wird der steife Eisschnee vorsichtig darunter gehoben.

Backofen auf 180°C (Umluft 160°C) vorheizen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Hälfte der Quarkmasse darauf verteilen. Die erste Schicht wird dann im Backofen ca. 10 Minuten vorgebacken. Kuchen herausnehmen und den Schokoladenpudding als zweite Schicht darauf verteilen. Am Ende kommt die restliche Quarkmasse darüber und wird im Backofen nun für weitere 50-55 Minuten gebacken.

Den Kuchen auskühlen lassen und kurz vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Rezeptquelle: Lisa Kochen&Backen - Ausgabe März 2012

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Und da man diesen Kuchen auf alle Fälle probieren sollte, stelle ich ihn auf die heutige Sonntagssüßtafel, welche heute bei Lingonsmak gedeckt wurde :)



Petersiliensalat aus dem Morgenland

Heute möchte ich Euch Rezept Nummer 2 aus dem neuen Salat Kochbuch vom Kosmos Verlag vorstellen, welches ich HIER schon etwas genauer beschrieben habe.

Im Kochbuch wird dieses Rezept als Petersiliensalat aus der Levante bezeichnet. Levante? Dank Wikipedia bin auch ich nun schlauer und weiß, dass Levante auf italienisch Sonnenaufgang heißt, aber auch das Morgenland kann man damit bezeichnen. Also auf deutsch handelt es sich hierbei um die Länder die östlich vom Mittelmeer liegen.

Dieser Salat ist für mich keine neue Entdeckung, mir war er bis jetzt nur unter dem geläufigen Namen Taboulé bekannt. Das Rezept stammt ursprünglich aus der libanesischen Küche und wird häufig als Vorspeise gereicht. Ich persönlich muss bei diesen Mengen an Petersilie immer an einen Urlaub in der Türkei denken... dort war es für mich und meine Mum immer sehr amüsant die türkischen Landsleute am Buffet zu beobachten *g* - denn ohne einen riesigen Haufen Petersilie ging da nix. Für mich war das damals schon etwas komisch.... aber mittlerweile würd ich das auch tun, denn ich liebe Petersilie! :-)

Gerade jetzt im Frühling und im darauffolgenden Sommer ist dieser Salat ein perfekter Begleiter zu Grillpartys, denn er ist leicht, frisch und auch relativ schnell fertig.

Und da ich das Morgenland automatisch mit den Märchen aus 1001 Nacht verbinde, passt dieser Salat natürlich hervorragend zum ersten Küchenplausch Blogevent. Küchenplausch ist übrigens die erste Community für alle Foodblogger und Kochverrückte - Isabell und ihr Team arbeiten gerade auf Hochtouren, damit diese tolle Gemeinschaft schon bald online gehen kann. 

Bis dahin wird man aber täglich auf der Facebook-Fanseite mit tollen Rezepten bei Laune gehalten - Vorbeischauen lohnt sich auf alle Fälle!

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Und so wird's gemacht:

Zuerst wird der Bulgur für ca. 1 Stunde in heißem Wasser eingeweicht, wer möchte kann dies auch mit Gemüsebrühe tun. Ihr solltet darauf achten, dass immer genug Flüssigkeit in der Schüssel vorhanden ist, da der Bulgur ziemlich viel Platz braucht.

Petersilie waschen und trocken schütteln und anschließend grob hacken. Lauchzwiebeln putzen und in dünne Ringe schneiden. Tomaten von den Stielansätzen befreien und grob würfeln.

Wenn der Bulgur weich genug ist, das restliche Wasser abgießen und diesen dann in eine Schüssel geben. Petersilie, Lauchzwiebeln und Tomaten dazugeben und alles gut vermengen. Mit Zitronensaft und Salz abschmecken  und etwas durchziehen lassen.


Tipp: Wer möchte kann statt Bulgur auch Couscous verwenden.


Erdbeer-Schoko-Muffins

Kennt Ihr das? - Man geht so durch den Supermarkt und entdeckt mal wieder eine neue Schokoladentafel, die man unbedingt mitnehmen muss? Und dann probiert man diese zuhause und die ist doch nicht so lecker.... grml

So kann es bei mir schon mal vorkommen, dass im Schrank so 2-3 angebrochene Tafeln rumliegen und auf Ihre Verarbeitung warten. Meistens wandern sie dann bei mir in irgendeinen Kuchen, oder werden einfach zerschmolzen....

Und wenn man dann noch ein paar Früchte rumliegen hat, bietet sich die Zubereitung von Muffins an, denn dort kann man sich ja total austoben und alles mögliche kombinieren was man gerade im Haus hat.

Ich hatte von gestern noch ein paar angeditschte Erdbeeren übrig, die unbedingt weg mussten und eben eine 3/4 Tafel Vollmilch-Kokos-Schokolade, eigentlich wollte ich noch eine Banane mit reinschnippeln, aber das wäre dann irgendwie zuviel geworden.


Für solche Eigenkreationen verwende ich immer das gleiche Muffin-Grundrezept, welches ich schon seit Blogbeginn verwende - es geht schnell, man hat meistens alle Grundzutaten im Haus und man braucht nicht mal den Mixer aus dem Schrank holen :-)

Zutaten:

250g Mehl
120g Zucker
80ml neutrales Öl
200ml Milch
1 Ei
1 EL selbstgemachten Vanillezucker
1 Spritzer Zitronensaft
2 TL Backpulver

Schokoladenreste (bei mir war es eine 3/4 Tafel Vollmilch-Kokos-Schokolade)
Erdbeeren oder andere Früchte, die weg müssen :)

Zubereitung:

Alle Zutaten bis auf die Erdbeeren und die Schokolade in einer Schüssel mit einem Schneebesen zu einem schlonzigen Teig verrühren.

Die Erdbeeren in kleine Stücke schneiden, die Schokolade grob hacken und dann beides mit einem Löffel unter den Teig rühren.

In Muffinförmchen füllen und im vorgeheiztem Backofen bei ca. 200°C - 20 Minuten backen lassen. Stäbchenprobe machen, bevor man die süßen Teilchen aus dem Ofen holt.

Gut abkühlen lassen und geniessen. :-)

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Fazit:

Die Muffins sind fruchtig, fluffig und schmecken mir persönlich total gut :-) - ja ich weiß es ist noch nicht Kaffeezeit, aber ich musste ja vorher schon mal naschen, denn es hätte ja auch sein können das sie nicht schmecken.... ;-)

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Ich wünsche Euch und allen Sonntagssüß-Leckermäulchen einen wunderschönen Sonntag. Heute werden die Süßen Sünden wieder bei Fräulein Text gesammelt.



Schon wieder so ein verrückter Salat!

Ich kann mich noch gut an letztes Jahr erinnern, als ich zum ersten Mal Erdbeeren mit Gemüse (Erdbeeren mit Gurke oder Erdbeeren mit Spargel) kombiniert hatte. Damals konnte ich mir das nicht wirklich vorstellen, aber das Ergebnis hatte mich vom Hocker gehauen. Mittlerweile bin ich ja etwas schmerzfreier geworden was bestimmte Kombinationen von Lebensmitteln angeht - öfter mal was Neues ausprobieren ist meine Devise :-) und so wird es auch nie langweilig in der Küche.

Und weil wir heute bombastische Wetter haben und die Sonne scheint, dachte ich mir, machste mal was gesundes und frisches -> und somit gibt es heute mal wieder einen etwas außergewöhnlichen Salat mit:


Auf dem Foto fehlt noch die Honigmelone, aber die passte irgendwie nicht ins Bild. ;-)

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Zuckerschotensalat mit Melone und Erdbeeren


Das Rezept stammt übrigens aus dem neuen Kochbuch vom Kosmos-Verlag - Salate leicht, knackig, frisch, aber dazu später mehr. Ich habe das Rezept minimal abgewandelt, da ich nicht alle Zutaten zuhause hatte, aber das Ergebnis war trotzdem klasse! Änderungen werden in Klammern aufgeführt.

Zutaten:

1 kleine Honigmelone
200g Erdbeeren
3-4 Zweige frische Minze
50ml Weißwein (da ich keinen Weißwein trinke, hab ich ihn weggelassen)
3cl trockener Wermut 
1 EL Blütenhonig
300g Zuckerschoten
1 EL Erdbeeressig (Himbeeressig geht auch *g*)
2 EL Olivenöl
Salz
2 Scheiben Vollkorntoast (ich hab normalen verwendet)
1 Handvoll Fliederblüten ( ...)

Zubereitung:

Zuerst wird die Melone halbiert, entkernt und geschält. Wer einen Kugelaustecher besitzt (habe ich nicht) sticht nun kleine Kugeln aus dem Fruchtfleisch heraus und gibt diese in eine Schüssel. Die Erdbeeren waschen und in Stücke schneiden und zu den Melonenkugeln geben. Die Minzblätter in streifen schneiden.

Weißwein, Wermut und Honig verrühren und zusammen mit der Minze über die Früchte geben und gut mischen.

Die Zuckerschoten im kochenden Wasser ca. 3 Minuten bissfest garen, abgießen und gut abtropfen lassen.

Erdbeeressig (Himbeeressig) mit dem Olivenöl und etwas Salz vermischen und über die Zuckerschoten geben.

Den Toast entweder kräftig im Toaster bräunen und anschließend in dünne Streifen schneiden. Man kann den Toast aber auch in Würfel schneiden und mit etwas Butter in einer Pfanne anbraten.

Zuckerschoten auf einem Teller anrichten und den Erdbeer-Melonensalat darüber verteilen. Etwas Marinade darüberträufeln und ein paar Toastwürfel darüberstreuen.

Wer Fliederblüten bekommt, oder aus dem Garten zur Verfügung hat, kann den Salat am Ende damit dekorieren.

Fazit:

Die Kombi ist klasse! Der Salat schmeckt fruchtig, frisch und passt hervorragend zum Frühling. Auch die Variante mit dem Himbeeressig finde ich toll. Ein Salat der gute Laune macht!

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Wie ich oben bereits kurz erwähnt habe, stammt dieser Salat aus dem neuen Salat-Kochbuch von Kosmos. Und ich bin irgendwie hin- und hergerissen. Auf der einen Seite ist dieses Buch phantastisch, die Aufmachung ist wie gewohnt klasse, aber auf der anderen Seite befinden sich in diesem Buch viele Rezepte wo man Zutaten benötigt, die man nicht an jeder Ecke bekommt. Wer einen eigenen Garten mit Wiesenblumen & Co. hat für den schaut das schon ganz anders aus. Es gibt viele Rezept mit Wildkräutern und Blüten, die mich wirklich sehr neugierig machen. Aber auch wenn ich hier im Umkreis von Unterschleißheim durch Wald und Wiesen wandere, werde ich diese Sachen teilweise nicht finden. Schade eigentlich :-( - also brauche ich entweder einen eigenen Garten, oder ich muss auf den Viktualienmarkt und dort vermutlich ein halbes Vermögen ausgeben... 


Nun möchte ich Euch noch einige Details zu diesem außergewöhnlichen Salat-Kochbuch geben, damit Ihr Euch selbst ein Bild machen könnt.


von Matthias F. Mangold
144 Seiten, etwa 120 Fotos
ISBN: 978-3-440-13131-2
EUR 14,95


Das Buch ist in drei Hauptkapitel aufgeteilt:

1. Zart & Bunt
  • Wildkräutersalat mit geräuchertem Kaninchenrücken
  • Gänseblümchensalat mit jungem Soinat und Pomelo
  • Pak Choi mit Bluampfer und Thunfisch in Sesamkruste
  • Wiesensalat mit Senf-Taubenbrüstchen
2. Prall & Voll
  • Geschmorter Kopfsalat mit Gemüsevinaigrette
  • Kalbsbäckchensalat mit Trüffeln und Blüten
  • Gurkensalat mit Zitronengras und Sprossen
  • Blutampfer-Rosen-Salat mit gebratenem Zander
3. Kräftig & Würzig
  • Rotkrautsalat mit frittiertem Lauch
  • Rote Linsen Salat mit Wachtelbrüstchen
  • Chicoréesalat mit Blutorangen und Blauschimmelkäse
  • Birnensalat mit Sesam-Putensticks



Zwischen den einzelnen Rezepten bekommt man sehr viele Tipps z.B. welche Wildkräuter man bei einem Spaziergang durch die Natur pflücken kann und worauf man achten sollte. Weiterhin findet man auch ein 1x1 der Blattsalate im Buch mit den passenden Verwendungsmöglichkeiten und viele weitere nützliche Informationen.

Am Ende vom Buch befindet sich ein Rezeptregister und ein Verzeichnis nach Themen (Blattsalate, Wildkräuter & Blüten, Gemüse & Pilze, Früchte, Nudeln, Kartoffeln & Getreide, Fleisch & Geflügel, Fisch & Meeresfrüchte, Käse, Vinaigrettes & Dressings, Warenkunde)


Mein Fazit zum Buch:

Wie oben bereits erwähnt, wird es für viele wahrscheinlich recht schwierig sein, an bestimmte Zutaten zu kommen, deshalb denke ich, dass dieses Buch für einen "normalen" Standardhaushalt eher nicht so geeignet ist. Sollte man allerdings irgendeine Möglichkeit haben, Blüten, Wildkräuter & Co aufzutreiben, dann ist dieses Buch gold wert! Aber nichtsdestotrotz findet man in diesem Buch auch normale Rezept, die man mit leichten Variationen zaubern kann. Und das nächste Rezept ist auch schon angemarkert und die Zutaten sind im Haus, also dürft Ihr weiter gespannt sein.



Die neuen KOSMOS Kochbücher sind endlich da! - Es geht auch ohne Fleisch!

Lange mussten wir auf die neuen Schmuckstückchen aus dem Kosmos-Verlag warten, aber seit einigen Tagen sind die Neuerscheinungen nun endlich erhältlich!

Ich finde diese Bücher ja wirklich phantastisch! Sie sind so liebevoll gestaltet, die Rezepte sind klasse und man kann auch noch einiges daraus lernen. Auch Karin und Petra sind diesen Büchern verfallen und wir treiben uns schon immer gegenseitig in den Wahnsinn, wenn es wieder was Neues von Kosmos gibt! ;-)

Das heutige Buch, welches ich Euch vorstellen möchte, ist für mich sozusagen auch eine Premiere, denn es ist mein erstes vegetarisches Kochbuch! :-)

Und da viele momentan noch fasten und auf Fleisch & Co verzichten, kommt dieses tolle Buch wie gerufen!



von Cornelia Schinharl
224 Seiten, ca. 200 Fotos
ISBN: 978-3-440-13236-4
EUR 19,95

Mein erster Eindruck war natürlich wie immer positiv! Das Cover ist schlicht und einfach gestaltet, aber es macht dennoch sofort Lust darin zu blättern. Das Buch hat einen flexiblen Einband, wie man es von den Kosmos Kochbüchern kennt. Die Zutaten auf dem Coverfoto, sind extra herausgeprägt, so das man diese beim Darüberstreichen fühlen kann :-)

Am Anfang des Buches findet man eine Einleitung, in der man kurz und informativ über das vegetarische Essen informiert wird. Weiterhin gibt es eine Erläuterung wie man sich trotz fehlender Nährstoffe aus tierischen Produkten gesund ernähren kann.

Damit man weiß welches Obst und Gemüse gerade erhältlich ist, wurde auf den ersten Seiten noch ein umfangreicher Saisonkalender eingefügt.

Im Buch findet man folgende 6 Hauptkapitel:
  • Vorspeisen und Snacks
  • Salate und Rohkost
  • Suppen und Eintöpfe
  • Hauptgerichte für jeden Tag
  • Hauptgerichte für Festtage
  • Süßes


Auf jeder Seite finde man phantastische Fotos, die entweder die verwendeten Zutaten, oder das Rezeptfoto zeigen. Was mir als Nichtvegetarierin besonders gut gefällt, ist, dass zu den mir eher unbekannten und fremden Zutaten wie z.B. Tofu und Tempeh zahlreiche Informationen vorhanden sind. Ich habe jedenfalls noch nie etwas von Tempeh gehört.... und habe es demnach auch noch nie gegessen, aber wenn ich mir die Rezepte so anschaue, werde ich vielleicht doch mal ein Experiment wagen und es probieren. Ähnlich geht es mir mit Tofu - auch das wurde bei mir in der Küche noch nie verarbeitet......

Mit einer ausführlichen Anleitung wird z.B. auch erklärt wie und welche Sprossenarten man sich zuhause selber ziehen kann.


Wer die Kosmos Kochbücher kennt, wird sich auch wieder über die Extra Tipps - Das ist wirklich wichtig?  freuen, welche bei fast jedem Rezept hinzugefügt wurden. Bei den meisten Rezepten findet man am Ende auch noch weitere Variationen, wie die Gerichte abgewandelt werden können. 


Wer jetzt schon neugierig geworden ist, der kann sich HIER noch einige weitere Seiten im Buch anschauen.

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Ich muss ja sagen, dass ich beim Durchblättern des Buches schon recht viele Post It's verklebt habe *grins* - das hatte ich so ehrlich gesagt nicht erwartet, denn wer mich kennt, der weiß das ich zu Fleisch & Co nur selten nein sage *g* - aber man findet in diesem vegetarischen Grundbuch wirklich eine Vielzahl sehr interessanter Rezepte.

Einige Rezepte die man in diesem Buch findet:
  • Tomaten-Hummus mit Zucchinisalat
  • Scharfer Krautsalat mit Aprikosen
  • Rote-Bete-Salat mit Orangen und Meerrettich
  • Scharfer Tofu mit Kürbis und Datteln
  • Pfannkuchen mit Lauch und Äpfeln (gibt es hier auch demnächst)
  • Spitzkohlrouladen mit Maronen und Orangensauce
  • Kürbispuffer mit Fenchel-Orangen-Linsen
  • Tempeh mit Ananas-Gurken-Salat
  • Bananeneis mit Ingwer und Ahornsirup
und viele mehr!


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Und da meine Kochbuch-Rezensionen immer mit einem Rezept aus dem Buch begleitet werden, fiel meine Wahl auf eine sehr außergewöhnliche Zutaten-Kombination, die mir bis jetzt unbekannt war. Da ich aber gerade frische, duftende Vanilleschoten von Madavanilla im Hause hatte und mein Neugier unbedingt gestillt werden musste, präsentiere ich Euch heute:

Lauch mit Vanille und Haselnüssen
(hört sich schon ein bisschen abgefahren an, oder?)


Zutaten:
(für 4 Portionen) - bei mir gab's in etwa die Hälfte

800g Lauch
1 EL Butter
1 EL Öl
100ml Gemüsebrühe
1 Vanilleschote
2 EL Haselnusskerne
1/2 Biozitrone
Salz und Pfeffer
2 EL Olivenöl
2 EL Haselnussöl

Zubereitung:

Zuerst wird der Lauch gründlich gewaschen und die Wurzeln und schadhaften Teile werden entfernt. Die Lauchstangen werden längs halbiert und anschließend in Stücke geschnitten.

Butter und Öl in einer Pfanne erhitzen und den Lauch darin leicht anbraten lassen. Mit Gemüsebrühe ablöschen und ca. 5 Minuten köcheln lassen. Der Lauch sollte noch leicht bissfest sein.

Die Vanilleschote aufschlitzen und das Vanillemark mit dem Messerrücken herauskratzen und in eine kleine Schüssel geben.

Die Haselnusskerne in einer Pfanne ohne Fett ca. 2 Minuten anrösten und anschließend auf ein Küchentuch geben. Nun mit dem Küchentuch die Nüsse so lange aneinander reiben, bis sich die Schale zum größten Teil gelöst hat. Die nackten Haselnüsse im Küchenzerkleinerer grob zerhacken.

Nun die Schale der halben Zitrone abreiben und den Saft auspressen und zusammen mit Oliven- und Haselnussöl zum ausgekratzten Vanillemark geben. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit dem Schneebesen alles zu einer cremigen Marinade verrühren.

Jetzt wird der Lauch inklusive Sud auf einen großen Teller gegeben. Die Vanille-Marinade darüber tröpfeln und die Haselnüsse darüberstreuen. Mindestens 4 Stunden ziehen lassen!


Da sich dieses Rezept im Kapitel Vorspeisen und Snacks befindet, wurde auch keine extra Angabe zu Beilagen gemacht, aber weil es für mich mein Abendessen war, gab es ein paar Bratkartöffelchen dazu, die ich noch schnell aus den restlichen Bamberger Hörnla gezaubert hatte. Und weil es sich ja um ein vegetarisches Rezept handelt, habe ich dieses Mal sogar auf den Speck verzichtet, der da eigentlich mit ran muss! *grins* - ich habe die Bratkartoffeln nur mit etwas Salz und Pfeffer gewürzt, da ich den Geschmack vom Lauch nicht übertünchen wollte.

Was soll ich sagen... es hat mir wahnsinnig gut geschmeckt und ich weiß gar nicht so richtig wie ich den Geschmack beschreiben soll, eine Vanillenote gepaart mit Zitrone und den knackigen Haselnüssen! WOW! Das ist ein Rezept was Ihr unbedingt ausprobieren müsst! Und jetzt freue ich mich, weitere Rezepte aus diesem Buch auszuprobieren.


Mein Fazit:

Das Kochbuch vegetarisch - Gut gekocht! finde ich wieder einmal sehr gut gelungen! Das Layout und die Fotos sind klasse, die Rezepte einfach super und es sind auch Sachen dabei, die man so noch nie gehört hat (siehe oben) - ich kann das Buch ohne wenn und aber weiterempfehlen!!

Ihr dürft übrigens weiter gespannt sein, denn vielleicht könnt Ihr hier bei mir im Blog schon bald einen Blick in 2 weitere Kochbücher aus dem Frühjahresprogramm vom Kosmos Verlag werfen.

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Zusatz:

Im Kochbuch war übrigens ein kleines Heftchen enthalten, was uns dieses Jahr noch so erwartet.... ich hätte es nicht anschauen dürfen!!! Im August 2012 gibt es Nachschub und dann wird es Asiatisch!, es wird zum Kaffeeklatsch eingeladen!, es gibt Herbst- und Wintergemüse und es gibt nen Nachfolger zum Weihnachtsbuch!! Ich werd irre!!!

Mohn-Quark-Kuchen im Kleinformat

Auch wenn heute Sonntag ist, gibt's bei mir heute mal nix mit Schokolade, denn es existieren ja noch jede Menge andere süße Sachen die mein Herz höher schlagen lassen.

Quarkkuchen zum Beispiel, den könnte ich in allen möglichen Varianten, am liebsten jeden Tag essen und deshalb habe ich mich heute für einen Minikuchen mit Mohn und Quark entschieden.


Bei uns zuhause im Vogtland gibt es bei den regionalen Bäckern ja immer diese wunderbaren Blechkuchen, wo man sich dumm und dusselig "fressen" kann. Da gibt es Mohn mit Schokolade, Mohn mit Vanillepudding, Mohn mit Streuseln und auch Mohn mit Quark. Diese Kuchen haben meist einen Hefeteig als Untergrund, aber da ich das bei Kuchen nicht so sonderlich mag, suchte ich ein Rezept mit Mürbeteig. Ich wurde auch recht schnell fündig und zwar in dem kleinen Büchlein Kleine Kuchen mit Backform, welches hier schon seit Ewigkeiten rumliegt... und bei diesem Buch war praktischer weise auch gleich eine kleine 20 cm Backform dabei ;-)


Zutaten & Zubereitung:
(für eine 20 cm Backform)

Für den Teig:

125g Mehl
25g Zucker
1 Prise Salz
1 Eigelb
65g kalte Butter

Alle Teigzutaten in eine Schüssel geben und daraus einen geschmeidigen Teig kneten. Diesen dann in Folie wickeln und für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

Für die Mohnmasse:

60 ml Milch
25g Butter
25g Zucker
abgeriebene Zitronenschale
125g gemahlenen Mohn

Milch, Butter, Zucker und Zitronenschale in einem kleinen Topf aufkochen lassen und vom Herd nehmen. Den Mohn hineinrühren und abgedeckt etwa 20 Minuten quellen lassen.

Backofen auf 175° (Umluft 160°) vorheizen.

Für die Quarkmasse:

1 Ei
60g Zucker
250g Quark
100g Schmand
1 EL Speisestärke
etwas abgeriebene Zitronenschale
2 TL Zitronensaft

Das Ei trennen und das Eiweiß in einer kleinen Schüssel steif schlagen und beiseite stellen. Alle restlichen Zutaten in einer Schüssel gut verrühren und am Ende den Eisschnee vorsichtig unterheben.

Jetzt die Backform einfetten und den gekühlten Mürbeteig damit auslegen. Entweder man rollt den Teig aus, oder man drückt ihn mit den Fingern in die richtige Form :-)

Die Mohnmasse auf den Teig streichen und die Quarkmasse darüber verteilen.

Im vorgheizten Backofen ca. 40-45 Minuten backen. Wer mag kann ein paar Minuten vor Ende der Backzeit die Temperatur noch etwas nach oben drehen, damit die Oberfläche noch etwas anbräunt.

Abkühlen lassen und geniessen!


Damit reiche ich diesen kleinen leckeren Kuchen zur heutigen Sonntagssüß Sammlung ein. Gesammelt wird heute bei mat & mi.


Und da ich ja heute einen Kleinen Kuchen gebacken habe, darf sich die Hedonistin von Low Budget Cooking ebenfalls darüber freuen :-)

Monatlicher Blog-Event bei Low Budget Cooking: Kleine Kuchen

Fränkische Spezialitäten vom Brotboten

Einige von Euch warten schon auf diesen Bericht, in dem sich alles um den Brotboten aus Bamberg dreht. In den letzten Tagen hatte ich Euch bereits auf meiner Facebook Seite davon berichtet und es entwickelte sich eine kleine Diskussion, denn auf den ersten Blick schüttelt man erst mal mit dem Kopf wenn man sich die Preise so betrachtet.... 

Aber ich fang mal von vorne an. Was ist denn der Brotbote?

Es handelt sich hierbei um einen Onlineversand der etwas anderen Art. Die angebotenen Brote werden nach traditionellen Rezepten fränkischer Bäcker gebacken. Doch das passiert nicht nicht in großen Fabrikhallen, sondern jeden Dienstag stehen die Bäcker um Mitternacht auf, um den Holzbackofen anzuheizen. Dort werden dann die Brote, die bis Sonntag im Onlineshop bestellt wurden gebacken. Nachdem die Brote ausgekühlt sind und einen Teil ihrer Feuchtigkeit abgegeben haben, werden sie liebevoll in eigens angefertigte Kartons verpackt und gehen dann sofort auf die Reise.

Im Normalfall sind dann die Brote am nächsten Tag beim Empfänger und können verzehrt werden.  Da es sich um langsam gebackene Natursauerteigbrote mit einem hohen Roggenanteil handelt, sind die Brote bei richtiger Aufbewahrung bis zu 14 Tage haltbar.

Wenn man sich die angebotenen Brotspezialitäten im Onlineshop so anschaut, wundert man sich zuerst, warum es fast nur große Brote gibt? Das hat den Grund, dass große Brote länger im Ofen bleiben und somit mehr Zeit haben ihre Aromen zu entfalten. Was mir beim ersten Besuch noch aufgefallen ist sind die hohen Preise. Doch wenn man das Ganze dann herunterrechnet, schaut es schon nimmer so schlimm aus. Ein 3kg Brot kostet beim Brotboten ca. EUR 12,80 - also sind das für 1kg ca. EUR 4,27 und wenn man bedenkt, dass hier nur Biozutaten und auch zum Teil auch Demeter Mehl verwendet wird ist das meiner Meinung nach in Ordnung. Bei einem guten Bäcker legt man ja heutzutage auch einiges hin, um ein gutes Brot zu bekommen. Der Brotbote ist übrigens auch Mitglied bei Slowfood Deutschland.

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Da ich mit einem Monsterbrot von 3 oder 4 Kilo total überfordert wäre, entschied ich mich für ein kleines Walnussbrot names Franz-Ludwig zum Preis von EUR 7,60

Als das Brot bei mir ankam, duftete es wahnsinnig gut und die Optik kann sich meiner Meinung nach auch sehen lassen. Oder?


Folgende Zutaten sind in diesem Brot enthalten:

Roggenmehl (60%), Weizenmehl (40%), Salz (nicht jodiert), Natursauerteig und ca. 100g Walnüsse aus Franken


Angeschnitten sieht das Brot dann so aus:


Und da es bei frischem Brot ned wirklich viel dazu braucht, gab es bei mir zum Abendessen nur Butter und Schinken dazu:


Geschmacklich finde ich das Walnussbrot schon lecker. Es ist mild und nussig. Aber wenn ich ehrlich bin konnte ich beim Geschmack nicht wirklich einen großen Unterschied zu dem Walnussbrot feststellen das ich sonst immer kaufe. Ich kaufe mein frisches Brot übrigens immer bei der Familienbäckerei Kistenpfennig in Unterschleißheim, oder ab und zu backe ich es auch selbst - auch wenn ich hier noch ein bisschen üben muss. :-)

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Doch es gibt nicht nur Brot beim Brotboten, in Zukunft kann man dort auch weitere fränkische Spezialitäten finden - z.B. die berühmten Bamberger Hörnla. Hierbei handelt es sich um eine alte Kartoffelsorte aus Franken, die mittlerweile sehr viele Fans hat, denn die kleinen Knollen haben einen besonders feinen , nussigen Geschmack. Bei uns bekommt man diese Kartoffeln leider nur selten und wenn muss man auch schon etwas tiefer in die Tasche greifen, aber lecker sind sie allemal! (siehe HIER)

Meistens werden die Bamberger Hörnla zu Kartoffelsalat verarbeitet, oder man schwenkt sie etwas in Butter, oder zaubert leckere Bratkartoffeln daraus. Für Kartoffelpüree, Stampf, Suppen und Co finde ich sie persönlich schon fast zu schade.


Deshalb entschied ich mich dann auch für die Zubereitung eines fränkischen Kartoffelsalates und dazu gabs dann ganz klassisch Nürnberger Bratwürschtle. :-) Lecker war's!


Zutaten:

Bamberger Hörnla
Zwiebeln
Fleischbrühe
ein paar Gewürzgurken oder etwas Essig
etwas Sonnenblumenöl
Pfeffer, Salz
Schnittlauch und Petersilie

Zubereitung:

Die Kartoffeln bissfest garen und anschließend schälen. Die Zwiebeln in kleine Würfelchen schneiden und in eine Schüssel geben. Gewürzgurke kleinschneiden und dazu geben. Die Bamberger Hörnla in Scheiben schneiden und auf die Zwiebeln geben. Fleischbrühe mit etwas Öl vermischen´und über die Kartoffeln gießen. Alles vorsichtig vermengen, frische Kräuter dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und ziehen lassen. Wenn möglich noch lauwarm servieren, der Salat schmeckt aber auch kalt wunderbar!


Weitere fränkische Rezepte findet Ihr übrigens auf der Seite der Genussregion Oberfranken. Danke Ann von Dillspitzen für diesen Tipp! :-)

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Fazit:

Das Brot war wirklich lecker, aber da ich jetzt nicht wirklich keinen Unterschied zu meinem Hausbäcker feststellen konnte, werde ich es wohl weiterhin hier vor Ort kaufen. Wer aber großen Wert auf ein gutes Brot aus regionalen Biozutaten legt, der sollte sich auf der Homepage einmal umschauen. Zu den Bamberger Hörnla muss ich ned viel sagen, die sind einfach lecker und einfach etwas ganz Besonderes! Und der Salat war dementsprechend auch vorzüglich! :-)

Die Foodbloggerwelt ist im Cupcake-Rausch!

Wer sich heute ein bisschen bei Facebook umgeschaut hat, dem wird aufgefallen sein, dass es unzählige Fotos von Cupcakes in tollen bunten Silikonförmchen zu sehen gab - Stimmts? ;-)

Das war natürlich kein Zufall! Wer gerne backt und sich auch manchmal bei Tchibo rumtreibt, dem ist sicher schon aufgefallen, dass es ab kommenden Dienstag dort die wunderbarsten Dinge rund ums Backen gibt. Auf den Fanseiten vieler Foodblogs ist mittlerweile schon fast ne kleine Hysterie ausgebrochen *g* - jeder kreischt herum und will am besten die ganze tolle Produktpalette besitzen! Die haben aber auch immer so schöne Sachen!!

Im Zuge der neuen Themenwoche, startet nächste Woche auf dem Tchibo Blog ein Backwettbewerb und genau deshalb wurden einige Blogger angeschrieben um sich ein Duell der Cupcakes zu liefern ;-) - Ab Dienstag könnt Ihr dann viele phantastische Fotos und Rezepte bewundern und für Euren Favoriten abstimmen. Ihr dürft Euch also auf tolle Kreationen u.a. von Zorra, Hamburg kocht, USA kulinarisch, Snuggs kitchen, Schöner Tag noch, Sarahs Torten und Cupcakes und noch viele mehr freuen ;-)

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Ich habe ja letzte Woche bereits einen Cupcake-Versuch gestartet, aber nachdem ich mit der Buttercreme und dem ganzen Drumherum nicht wirklich zufrieden war, habe ich mich heute für ein einfaches Cupcake Rezept entschieden ;-) - Es muss ja nicht immer kompliziert sein!


Apfel-Mandel-Cupcakes mit Streuseln und Vanillesahne


Folgende Zutaten benötigt Ihr für 12 Förmchen:
(ein Klick macht's größer *g*)


Und so wird's gemacht:
  • Alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und mit den Händen zu Streuseln verarbeiten.
  • Die Äpfel schälen, vom Kerngehäuse befreien und anschließend in kleine Würfelchen schneiden.
  • Zusammen mit Zimt und Zitronensaft in einer Schüssel vermengen.
  • Backofen auf 180°C (Umluft 160°C) vorheizen.
  • Die Silikonförmchen mit etwas neutralem Öl auspinseln
  • Nun werden die Formen zu einem Drittel mit dem Streuselteig gefüllt. Den Teig leicht andrücken und mit den Fingern einen kleinen Rand formen.
  • Die Apfelwürfel mit dem restlichen Teig vermischen und die Formen damit füllen. Die Formen könnt Ihr ruhig richtig voll machen, denn die kleinen Küchlein gehen trotz des Backpulvers nicht so sehr in die Höhe.
  • Im vorgeheiztem Backofen ca. 35-40 Minuten backen
  • Gut abkühlen lassen
  • Kurz vor dem Servieren die Schlagsahne steif schlagen und den Vanillezucker unterrühren.
  • Mit einem Spritzbeutel kunstvolle Mützchen auf die Cupcakes auftragen.


Die Streuselcupcakes haben mir und meinen Kollegen total gut geschmeckt, knusprig, klein und lecker :-)

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Und immer wieder Sonntags gibt's natürlich wieder was Leckeres für die Initiative Sonntagssüß. Dieses Mal wird wieder bei lingonsmak gesammelt.


Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag. :-)