Sommer, Sonne und Senf

Hitze, Sommer, Sonne...... das alles ist zwar schön und gut, aber nicht unbedingt für meinen Blog, denn wenn es draußen so schwül und heiß ist, hab ich keine Lust zum Kochen und Hunger hab ich auch nicht wirklich. Klar ist das jetzt blöd für Euch, denn ich kann Euch keine tollen Rezepte zeigen, außer Ihr wollt meine Minischüssel mit Mozzarella, Zwiebeln und Tomaten sehen.. *grins* 

Auch irgendwelche Büroarbeiten, der Wohnungsputz, oder mal mit der Vorbereitung der Zusammenfassung fürs Käsekuchenevent anfangen.... ich kann mich einfach zu nix aufraffen. Aber wenn Ihr jetzt glaubt, dass ich  seit Freitag Abend faul auf der Couch rumliege, dann habt Ihr Euch geschnitten, denn ich habe an diesem Wochenende doch einige tolle Sachen erlebt!

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Letzte Woche erreichte mich eine Einladung, die mich ziemlich neugierig gemacht hat. Miriam, die Genußbeauftragte von Mostarda (Ihr wisst schon, da wo es diesen geilen Aprikosensenf gibt!) lud zur Eröffnung der Genußzentrale in Fürstenfeldbruck ein. Ich konnte mir unter Genußzentrale nicht wirklich etwas vorstellen, aber wenn es um's Essen geht, dann kann's ja nur interessant sein! Und außerdem wollte ich auch endlich die Chance nutzen Miriam einmal persönlich kennenzulernen, also machte ich mich gestern Mittag auf den Weg.



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Mein Navi führte mich ins Gewerbegebiet von Fürstenfeldbruck und dann stand ich auf einmal auf dem Firmengelände vom Münchner Kindl - Senf.

Das Senfmobil

Was hat jetzt dieses Senfunternehmen mit Mostarda zu tun? Die leckeren Senfspezialitäten, die Miriam zaubert, werden hier abgefüllt und deshalb entstand hier eine ganz tolle Zusammenarbeit. Seit gestern gibt es in FFB nun einen offiziellen Werksverkauf der Münchner Kindl Senfspezialitäten  inklusive der Genußzentrale.


Bis gestern kannte ich den Münchner Kindl Senf ehrlich gesagt überhaupt nicht, umso überraschter war ich, als ich die unzähligen Sorten gestern probieren durfte. Ich wusste auch nicht, dass dieser Senf ein Biosenf ist, der sozusagen in 2 verschiedenen Produktlinien vertrieben wird. Zum einen gibt es normale Senfe, die man hier in jedem Supermarkt kaufen kann und dann gibt es noch eine Spezialitätenlinie, die man entweder in Bioläden oder im Senfladen am Viktualienmarkt kaufen kann. Mit diesem Standl erfüllte sich der Geschäftsführer Theo Hartl einen Herzenswunsch.


In einer exklusiven Führung durch die Produktionshallen vom Münchner Kindl erklärte uns Theo alles was man über die Senfherstellung wissen muss und beantwortete alle unsere Fragen. Ich fand es wirklich sehr interessant und man merkt, dass Theo sein Leben dem Senf gewidmet hat - das hat mich wirklich total fasziniert!

Theo Hartl

Ein Blick in die Produktionshallen vom Münchner Kindl:


Und dann entdeckte ich auch schon Miriam und wir haben uns sofort erkannt :-) sie zeigte mir die neuen Räume der Genußzentrale und ließ mich auch gleich die aktuellste Kreation aus dem Hause Mostarda probieren. Den Columella V - Meerettich-Wacholder. (mir ist dieser Senf fast ein bisserl zu scharf, ich bleib dann doch bei der Aprikose)

Miriam Ascherl

Die Columella Kollektion

Ein kleiner Teil der Münchner Kindl Senfe
Maulbeerensenf und Dipponnaise
Neben Senf konnte man auch noch ausgewählte Öle, Dressings, Salze, Pfeffersorten und viele andere köstliche Sachen probieren und mein Geldbeutel blieb natürlich dabei auch nicht verschont.....



Und dieser köstliche Mangosenf und die Vinagreta Vino & Maracuya  durften mit mir nach Hause:


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Und dann gab es dann noch ein kleines bezauberndes Kräuterstanderl, welches mich mit seinem Motto "Kräuter statt Blumen" ebenfalls neugierig machte, denn frische Kräuter kann ich ja schließlich immer brauchen!


Hier wurde das Kräuterfeld vorgestellt, einem kleinen Onlineshop, der frische Biokräuter vom eigenen Hof verschickt. Hier kann man dann auch ein Kräutergeschenkpaket ordern und lieben Menschen eine Freude machen - also wenn ich die Wahl zwischen Blumen und Kräutern hätte, würde ich mich vermutlich für die Kräuter entscheiden. Die Idee find ich wirklich klasse und werde das bestimmt auch einmal ausprobieren.


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Sooo und ich hab vorhin gleich meine Senfkörnchen, die es als kleines Gastgeschenk gab auf meinem Balkon ausgesät und mal schauen, vielleicht wird's ja was und ich kann schon bald Senf selber ernten *lach*

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Liebigstr. 15
82256 Fürstenfeldbruck

Öffnungszeiten:
Freitags von 10 bis 19 Uhr 

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Der Senfladen
Am Münchner Viktualienmarkt 
Stand 13, Abteilung VI

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Es war eine tolle kleine Senfreise! Und in meinem Kühlschrank stehen jetzt glaube ich so um die 10 Sorten verschiedener Senf *g* und jetzt hoffe ich, dass es bald etwas kühler wird, dann kann ich Euch wieder etwas Leckeres zum Essen zaubern :)

Bloggeburtstag und ich geb einen aus!

Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergeht. Heut vor 2 Jahren tippselte ich meinen ersten Blogbeitrag und ich hatte keine Ahnung was mich in der weiten Bloggerwelt so erwarten würde...

Was soll ich sagen? Mittlerweile kann ich mir mein Leben ohne meinen Blog gar nicht mehr vorstellen und wenn ich mal ein paar Tage nicht zum schreiben komme, dann schleicht sich schon ein kleines schlechtes Gewissen bei mir ein, weil ich Euch so lange warten lasse. ;-)

Eigentlich wollte ich zu meinem 2. Bloggeburtstag wieder etwas leckeres für Euch backen, aber das krieg ich zeitlich leider nicht auf die Reihe, aber das hole ich nach! Versprochen! 

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Inzwischen gibt es hier auf meinem Blog 247 Beiträge und 1484 Kommentare (da sind meine aber auch dabei *g*).
Was mich besonders freut ist auch, dass meine Fanseite auf Facebook so guten Anspruch bei Euch findet. Diese Woche haben wir dort die 900er Fanmarke geknackt! Ich freu mich total! 

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Auch freue ich mich sehr, dass der beliebteste Post auf meinem Blog ein Rezept aus meiner Heimat ist, der Dresdner Eierschecke ohne Boden, wurde von Euch sage und schreibe 3264 Mal angeklickt - ich bin begeistert!

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Was im letzten Jahr noch neu auf meinem Blog dazugekommen ist, ist mein persönlicher Rezeptindex, hier findet Ihr alle Rezept, die von mir gekocht und gebacken wurden in alphabetischer Reihenfolge.

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Ein weiteres persönliches Highlight in diesem Jahr war auch die Gründung einer eigenen Gruppe für Kochbuchverrückte *g* mittlerweile sind wir über 250 Mitglieder und es werden täglich mehr. Ich weiß gar nicht mehr genau wieviele Kochbücher im letzten Jahr bei mir eingezogen sind....  ich habe zwar schon oft angefangen sie zu zählen, aber sobald ich ein bestimmtes Rezept suche ist alles wieder durcheinander *grins* - aber auch damit ist bald Schluss!! Denn ein kleines Grüppchen von Foodbloggern und Kochbuchsammlern hat sich zusammengerottet und hat den Rezepte-Index - Die Kochbuchhaltung ins Leben gerufen. Seit einigen Wochen basteln und testen wir nun schon wie arbeitswütige Ameisen an diesem Projekt und ich kann Euch versprechen - das wird groß!!! 

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Aber ich will eigentlich gar nicht soviel schreiben! Ich möchte mich bei Euch bedanken, dass Ihr ab und zu mal bei mir vorbei schaut und meinen Blog mit Leben füllt, denn ohne Leser wäre ein Blog ja ziemlich sinnlos!  
Ich habe lange überlegt womit ich Euch eine kleine Freude bereiten könnte.... zuerst spielte ich mit dem Gedanken, einige Firmen mit denen ich im vergangenen Jahr zusammengearbeitet habe um eine "Spende" zu bitten, aber das war mir dann auch irgendwie zu blöd und unpersönlich isses auch! Also habe ich mich für etwas entschieden, dass im weitesten Sinne auch etwas mit mir und meinem Blog zu tun hat!

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Ich möchte Euch  dieses wundervolle Kochbuch schenken, welches auch schon sehr lange in meiner Sammlung wohnt. 

http://www.gerstenberg-verlag.de
Ihr bekommt natürlich ein neues Exemplar, welches ich nach der Auslosung direkt über Amazon an Euch verschicke. Ich finde dieses Buch einfach zauberhaft und ich glaube, es hat mir damals auch so einen kleinen Anstoß für meinen Blognamen gegeben, ich weiß es aber nicht mehr genau :-)

Und was müsst Ihr dafür tun? Nicht viel :-) - schreibt einfach bis zum 30.Juni 2012 einen Kommentar unter diesen Beitrag und sagt mir, warum es Euch ab und zu ins kulinarische Wunderland verschlägt und was Ihr an meinem Blog gut oder schlecht findet. Jaaa ich kann auch Kritik vertragen! *grins*

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Ich freue mich auf viele weitere Jahre mit Euch und nochmals vielen herzlichen Dank!

Eure Alice


Alles hat ein Ende....

NEIN NEIN! Keine Angst! Natürlich geht es hier im Wunderland weiter *g* - nur ist heute mein letzter Urlaubstag und glaubt mir , meine Motivation ab morgen wieder früh aufzustehen hat sich ganz ganz tief im Keller versteckt...... 

2 Wochen und 2 Tage hatte ich jetzt frei und habe viele schöne Sachen erlebt und auch mal ein bisschen rumgegammelt und sogar mal wieder die Nacht zum Tag gemacht. Schee war's! Aber naja so ist das Leben nun mal und alle schönen Dinge gehen einmal zu Ende..... also Augen zu und durch! - mir bleibt ja eh nix anderes übrig!

Und zum krönenden Abschluss hab ich jetzt dann noch einen hübschen Kuchen für Euch, auch wenn dieser auf einem Foodblog normalerweise nix zu suchen hat *hust*. Aber manchmal sieht man irgendwo etwas ganz tolles und ist dann total angefixt und möchte das unbedingt ausprobieren. In diesem Falle ist die liebe Küchenchaotin die Schuldige *zwinker* - vor ein paar Wochen hatte sie auf ihrem Blog einen ganz tollen Käsekuchen gepostet, der mich neugierig gemacht hat. Ich sag dazu jetzt gar nicht viel mehr, schaut Euch den Beitrag einfach HIER an und staunt *g* 


Schaut doch eigentlich super lecker aus, oder was meint Ihr?


Und nun zu den Zutaten und der Zubereitung vom Kuchen:


Ja Ihr seht richtig, es ist eine Fertigbackmischung...... und es war gar nicht so einfach diese zu bekommen. Hier um Umkreis hatte ich nämlich keinen Erfolg. Erst auf der Rückreise vom Bodensee nach Unterschleißheim, als ich unterwegs noch ein paar Sachen fürs Abendessen einkaufte, stolperte ich über diese Packung und hab sie dann natürlich mitgenommen, weil Küchenchaotin so davon geschwärmt hat.

Ich glaube seit dem ich diesen Blog hier führe hatte sich auch keine Fertigbackmischung in meinen Haushalt verirrt, aber ich sags mal so wenns wirklich mal schnell gehn muss und man keinen Bock zum Kuchenbacken hat, ist es ok auf so ein Produkt zurückzugreifen.

Aber ich kann mir schon vorstellen, dass sich gerade diese Landgenuss-Serie vom Doktor super gut verkauft, denn alles was mit Landfrauen, Produkten vom Land usw. zu tun hat verkauft sich ja momentan wie warme Semmeln. Tja man muss halt nur mit dem Trend mitfliessen, dann geht dat Ding von alleine und die meisten Leute fallen auch noch darauf herein *grins* - das ist fast so wie mit "Sex sells" - irgendwo eine halbnackte Frau mit ins Bild gestellt und das Produkt verkauft sich gleich viel besser ;-) 

Mein Fazit:

Die Käsemasse mit den Heidelbeeren ist wirklich total lecker, aber den Boden find ich jetzt ned so dolle, aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich nicht so wirklich auf Vollkornzeugs abfahre, aber das ist ja auch wieder nur Geschmackssache. Für zwischendurch also völlig ok.

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Aber weil wir grad bei Käsekuchen sind, mittlerweile sind über 60! Rezepte für mein Event eingetrudelt und in den letzten 11 Tagen kommen da mit Sicherheit noch einige dazu. Wer braucht bei diesen tollen Kreationen noch ne Fertigbackmischung? Kein Mensch!! ;-)

Wer noch etwas zum perfekten Käsekuchenevent beitragen  möchte, hat dazu noch bis zum 30.Juni 2012 Zeit. Alle weiteren Infos erfahrt Ihr wenn Ihr auf das folgende Banner klickt.


Ich freu m ich jetzt schon auf die Zusammenfassung, die dann nach Ende des Events allerdings noch ein paar Tage in Anspruch nehmen wird *g*


Tagliatelle in Butter-Salbei-Sauce

Ich wünsch Euch einen wunderschönen guten Morgen und einen guten Wochenstart. Jaaa ich bin schon wach... äähmm bzw. immer noch, denn irgendwie ist mein Schlafrhythmus in den letzen zwei Tagen komplett durcheinander geraten...., aber da ich heute und morgen noch Urlaub habe ist das nicht ganz so schlimm, nur muss ich bis Mittwoch früh irgendwie einen halbwegs normalen Ablauf finden.....

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Da ich am Wochenende zum ersten Mal meine Pasta selbstgemacht hatte, musste natürlich ein passendes Kochbuch bei mir einziehen. Eins welches sich nur mit selbstgemachten Nudeln beschäftigt hatte ich nämlich noch nicht. Meine Wahl fiel auf Nudeln selbst gemacht: Über 80 einfache Rezepte für Ravioli & Co. und hier werden demnächst auch noch einige Rezepte folgen, wenn ich mein Wohnzimmer wieder mit Mehl bestäuben möchte *grins*. Und da hier noch ein Amazon-Gutschein rumlag, erfüllte ich mir noch einen langersehnten Wunsch! Die halbe Bloggerwelt schwärmt von einem bestimmten Kochbuch und meint, dass man es unbedingt besitzen muss! Die Rede ist von Marcella Hazan - Die klassische italienische Küche und schon beim ersten Durchblättern wurden einige Post its im Buch verteilt.


Und weil ich von meiner selbstgemachten Pasta noch die Hälfte übrig hatte, wurde auch gleich das erste Rezept von Marcella Hazan ausprobiert. Und zwar ein eher klassisches, was ohne großen Schnickschnack daherkommt.

Leider war meine Pasta nicht ganz so schön wie die mit Pfirsichsauce, denn anscheinend habe ich sie über Nacht falsch aufbewahrt - ich hatte sie in einer Plastikdose im Kühlschrank aufbewahrt, was sich als Fehler herausstellte, denn die Nudeln klebten alle aneinander und ich bekam sie nur mit Müh und Not auseinander. Aber es hat trotzdem geschmeckt, auch wenn's ned so dolle aussah. Wie bewahrt Ihr frisch gemachte Pasta auf, die Ihr am nächsten Tag verarbeitet? Hat jemand nen Tipp für mich?


Zutaten:

ca. 70g gute Butter
6-8 frische Salbeiblätter
Pasta

Zubereitung:

Wie Ihr an den Zutaten schon seht, braucht es hier kaum etwas um ein wunderbares Essen zu bereiten.

Die Pasta kochen und gut abtropfen lassen.

Zuerst gebt Ihr die Butter in einen kleinen Tiegel und erhitzt sie bei mittlerer Hitze. Sobald die Butter goldgelb ist, gebt Ihr die klein geschnittenen Salbeiblätter dazu und lasst diese ein paar Sekunden ziehen.

Die Salbei-Butter komplett über die Pasta gießen und alles gut vermengen. Mit Parmesan bestreuen und servieren.

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Fazit: Blitzschnell, Einfach und Köstlich!

*19* - Spaghetti con le pesche - Spaghetti mit Pfirsichen

Es ist mal wieder Mille Sughi Zeit! Ihr könnt Euch ja in etwa ausrechnen wie lange ich noch brauche, wenn ich ca. alle 2 Monate ein Rezept aus dem Buch Mille Sughi: 1000 x Pasta nachkoche *lach* - immerhin bin ich jetzt schon bei Nummer 19 angekommen :-)

Aber heute ist es nicht nur normale Pasta, denn nach fast 2 Jahren, in denen ich nun blogge, habe ich es endlich geschafft meine erste eigene Pasta herzustellen. Und ich bin total stolz auf mich!! Keine Ahnung warum ich mich bis jetzt nicht ans Nudelmachen herangetraut habe, dabei ist es ja eigentlich ganz einfach ;-)

Nachdem ich mich bei meinen Bloggerkollegen erstmal schlau gemacht habe, fand ich bei uns im Supermarkt auch Pastamehl (Spätzlemehl), da ich ja null Ahnung hatte was man da nimmt. Bei Facebook wurde dann aber auch häufig gesagt, dass man zur Pastaherstellung auch stinknormales Haushaltsmehl verwenden kann und die speziellen Pasta-Mehle eher so ein Werbetrick der Hersteller sind.  Ok, ich bin dann wohl darauf hereingefallen *g* und habe folgende 2 Mehle mit nach Hause genommen:


Und da sich auf der Packung des Küchenmeister-Mehles auch gleich ein Rezept für einen Nudelteig befand, machte ich mich frisch und froh ans Werk.

Pastateig

Zutaten:

280g Pastamehl
1/4 TL Salz
3 Eier

Zubereitung:

Alle Zutaten mit den Händen zu einem richtig schönen Teig verkneten, zu einer Kugel formen und ca. eine halbe Stunde ruhen lassen. Anschließend den Teig, je nachdem welche Pastasorte gewünscht wird, verarbeiten. Die Nudeln entweder auf einem bemehlten Küchentuch trocknen lassen, oder wer in Besitz eines Nudelständers ist, kann die Pasta dann auch im Hängen trocknen lassen.


Ich habe von der einen Hälfte des Teiges Tagliatelle und von der anderen Spaghettis zusammengebastelt.


Dank einer Nudelmaschine (hierzu folgt demnächst ein ausführlicher Testbericht) ging das Ganze auch relativ einfach. Außer dass mein Wohnzimmer nach der Nudelproduktion aussah wie eine Mehlstube *grins* Wohnzimmer? Ja Ihr habt richtig gehört, denn in meiner Küche habe ich keine ausreichende Arbeitsfläche um einen meterlangen Nudelteig unterzubringen, also musste mein Couchtisch herhalten ;-)


Während die Pasta so vor sich hintrocknete, überlegt ich mir, welche Soße ich denn dazu basteln könnte. Es war klar, dass meine erste selbstgemachte Pasta nicht mit einer 0815-Soße abgefertigt werden sollte! Also nahm ich mein Mille-Sughi zur Hand und fing an zu blättern und blieb bei einem sehr interessanten Rezept hängen. Wer mein kleines Pastaprojekt bis jetzt verfolgt hat, der erinnert sich sicherlich noch an meine Brombeerpasta, welche mich damals schon vom Hocker riss und jetzt folgt dann sozusagen Teil 2 der fruchtigen Pastavarianten!

Einige Zutaten habe ich ersetzt, da ich mal wieder nur die Hälfte im Hause hatte *g* - meine Änderungen werden wie immer hinter den Originalzutaten in Klammern aufgeführt.

Zutaten:

350g Spaghetti
2 reife Pfirsiche (4 kleine Weinbergpfirsiche)
250ml Sahne (200ml - also eine Packung)
4cl Aprikosenschnaps (da ich fast nie Schnaps zuhause habe, entschied ich mich für Licor 43 - eine klasse Idee!)
50g geriebener Parmesan (Bergkäse geht auch...)

Zubereitung:

Zuerst werden die Pfirsiche mit kochendem Wasser übergossen, enthäutet und in grobe Würfel geschnitten. Die Sahne in einer Pfanne etwas einkochen lassen. Jetzt den Aprikosenschnaps/Licor 43 und die Pfirsichwürfel dazugeben und alles etwa 5 Minuten kochen lassen.

Die Pasta fertig kochen, gut abtropfen lassen und in die Pfanne geben. Alles gut vermengen und den geriebenen Käse unterheben. Wer mag kann den Käse auch einfach darüberstreuen.

Ich habe kurz vor dem Verzehr noch etwas frisch gehackte Minze darübergestreut - als Extrakick sozusagen ;-)


Mein Fazit:

Also erstmal ist meine selbstgemachte Pasta total cool! Irgendwie total anders und viel besser als Fertigpasta. Und die Pfirsichsoße ist der absolute Burner!  Die Soße schmeckt fruchtig und cremig und die frische Minze passt hervorragend dazu. 

Wer im Sommer gerne den trendigen Cocktail Licor 43 mit Milch trinkt, der wird dieses Pastagericht lieben!


P.S. Ich frag mich übrigens immer wieder, warum das Buch nicht mehr verlegt wird, es gehört zu meinen absoluten Favoriten! 


Nehmt Euch ne Tasse Kaffee und begleitet mich auf meiner kleinen Rundtour

Wo soll ich nur anfangen? In den letzten Tagen war ich ja sozusagen in halb Deutschland unterwegs und konnte einige neue Eindrücke erhaschen. Damit Ihr Euch ein kleines Bild von meinem Kurztrip machen könnt, lade ich Euch nun zu meiner nachfolgenden Story ein. Ich wünsche Euch viel Spaß dabei :-)

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Da ich schon längere Zeit nicht mehr in meiner Heimat dem Vogtland war, steuerte ich unser kleines Dörfchen Zwota zuerst an. Meine Mum fragte mich einen Tag vorher noch was sie denn alles besorgen sollte. Die Frage war eigentlich überflüssig, da auf meiner Vogtland-Wunschliste fast immer das Gleiche steht *g* - zum einen darf natürlich frischer vogtländischer Kuchen nicht fehlen, wo ich mich nicht beherrschen kann und auch frische Semmeln mit dem besten Hackepeter der Welt durften natürlich nicht fehlen! 


Ein weiterer Grund meines Besuches daheim war mein kleiner Neffe Anton, der mittlerweile schon fast alleine laufen kann und der Sonnenschein unserer Familie ist. Mit ihm machten wir die heimischen Wälder bei ausgiebigen Spaziergängen unsicher. Ein echtes Goldstück!!


Da es bei uns in Zwota jetzt nicht so wirklich viele Möglichkeiten gibt etwas zu unternehmen, entschieden wir uns kurzfristig zu einem Grillabend. Es war zwar ein bisschen kalt, aber das macht uns doch nix aus ;-) - man kann sich ja schließlich auch von innen wärmen *hust*


Und da ja keine Langeweile aufkommen sollte, entschieden wir (meine Mum & ich) uns kurzfristig einen Ausflug ins benachbarte Tschechien zu machen. Hier gibt es auch immer wieder zauberhafte Orte zu entdecken, auch wenn man sich das nicht so wirklich vorstellen kann. Die ca. 1-stündige Autofahrt führte uns nach Loket. Einem zauberhaften kleinen Städtchen, dass durch sein Märchenschloß bekannt wurde. In den letzten Jahren hat sich hier einiges getan und der Ort hat sich zu einer Touristenattraktion herausgemausert. Was soll ich sagen - ich war total verzaubert und kam mir selbst vor wie eine kleine Prinzessin, als wir das Schloß erforscht hatten. Wenn Ihr mal in der Gegend sein solltet, dann auf alle Fälle mit auf die To-Do-Liste setzen!


Die ganze Burg Loket erinnerte mich auch irgendwie an 3 Haselnüsse für ein Aschenbrödel und ich hatte immer wieder die Filmmusik im Ohr - einfach wunderschön!


Natürlich mussten wir dem guten Gottstein auch an den Bart fassen *g* - wer weiß vielleicht geht ja ein großer Wunsch schon bald in Erfüllung.



Aber was wäre ein Ausflug nach Tschechien ohne ein deftiges Mittagessen? In einem landestypischen Restaurant am Marktplatz ließen wir uns Böhmische Knödel mit Schweinebraten & Co schmecken.


In den letzten Jahren wurde auch die amerikanische Filmindustrie auf dieses bezaubernde Städtchen aufmerksam und so wurde 2006 ein Teil des Filmes James Bond - Casino Royale hier gedreht. 

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In folgendem kleinen Video bekommt man einen recht schönen Eindruck rund um das Städtchen:


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Und da ich mir ja meistens irgendeine regionale Kleinigkeit von meinen Ausflügen mit nach Hause nehme, wanderte ein alter Bekannter aus meiner Kindheit mit in meine Tasche. Na kennt Ihr ihn? ;-)


Genau! Der kleine Maulwurf!! Ich habe ihn als Kind geliebt! Ich glaube viele wissen gar nicht, dass diese Zeichentrickfigur aus Tschechien stammt, aber das nur so nebenbei *g*


An einem weiteren Tag fuhren wir noch in das nahe gelegene Örtchen Schilbach im Vogtland. Meine Mum wollte mir unbedingt die riesigen Rhododendron Büsche im Park des Rittergutes zeigen. Ich muss zugeben, dass ich vorher noch nie so große blühende Büsche gesehen habe. Schon irgendwie faszinierend. 







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Soooo das war's dann im Vogtland und weiter ging's in den wunderschönen Schwarzwald, genauer gesagt nach Villingen-Schwenningen, wo ich 2 wunderschöne Tage mit ganz ganz lieben Menschen verbrachte. Leider gibt's hiervon keine Fotos, weil das Wetter ja nicht wirklich so dolle war :-( - aber die Erinnerungen in meinen Kopf sind super und das ist ja schon mal was *g*

Und weil ich ja schon so gaaanz zufällig in der Gegend war, durfte ein besuch bei OCCOCCO natürlich nicht fehlen. Wie einige von Euch ja bereits wissen, schreibe ich dort noch einen Drittblog, schaut doch mal vorbei - momentan dreht sich dort alles ums Einmachen & Grillen.


Jetzt wird's aber langsam Zeit Richtung Heimat zu fahren. Einige meiner Freunde empfiehlen mir, einen kleinen Umweg über den Bodensee zu machen. Und da ich dort auch noch nicht war, wurde mein kleiner Smart (der übrigens supergut durchgehalten hat!) wieder beladen und los gings.

Auch wenn ich dort nur einige kurze Zwischenstopps eingelegt hatte, war ich total geflasht! Man war das schön!!




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Und was gibt's sonst noch zu sagen? Naja.... natürlich durften auch wieder einige Kochbücher mit! In regionalen Buchläden, oder Tourismusinformationen findet man ja doch hin und wieder einige Bücher, die man so auf die Schnelle nicht findet.



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Soooo und nach der ganzen Fahrerei hab ich jetzt Hunger! Und weil ich mir ja ein schönes Stück Schwarzwälder Schinken mitgebracht habe, gab's dann gestern Abend mein kleines Urlaubs-Abschluss-Essen. Bitte verzeiht mir, dass ich die Spätzle diesmal nicht selbstgemacht habe, aber da war ich einfach noch nicht fähig *grins* - aber es hat trotzdem super lecker geschmeckt - deftig und gut!

Spätzleauflauf mit Schwarzwälder Schinken und Bergkäse

Zutaten:

500g Spätzle aus dem Frischeregal
250g Schwarzwälder Schinken
200g geriebener Bergkäse
2 große Zwiebeln
1 Bund Schnittlauch
1 Becher Saure Sahne

Zubereitung:

Zuerst schneidet Ihr die Zwiebel in Ringe und lasst diese dann in einer Pfanne mit etwas Fett goldbraun anbraten. Den Schinken in kleine Würfelchen schneiden und ebenfalls ein paar Minuten anbraten, damit er schön knusprig wird. Schinken und Zwiebeln werden jetzt mit dem frischen geschnittenen Schnittlauch vermengt.

Backofen auf ca. 200°C vorheizen.

Die Saure Sahne wird mit einem Drittel des geriebenen Bergkäse vermengt.

Eine Auflaufform ausfetten und den Boden mit Spätzle auslegen. Jetzt eine Schicht Schinken-Zwiebeln darüber geben und mit Bergkäse bestreuen. Jetzt wieder Spätzle drauf und das macht Ihr so lange bis alles aufgebraucht ist. 

Am Ende kommt die Saure Sahne mit dem untergerührten Bergkäse kleckserlweise auf den Auflauf und dann geht es für ca. 20 Minuten in den Backofen bis alles schön braun gebacken ist.

Dazu gab's bei mir nen schnellen Salat.


Sooo ich glaube das reicht für heute erstmal ;-) - ich hoffe, dass ich Euch nicht all zusehr gelangweilt habe und Ihr ein klein wenig Spaß an meinem kleinen *hust* Reisebericht hattet.