So schmeckt's


Gewürze - sind für mich eines der wichtigsten Accessoires, wenn es um kulinarische Genüsse geht. Als ich vor vielen Jahren mit meinen ersten Kochexperimenten begonnen habe, befanden sich in meinem Gewürzschrank jedoch nur die Standardgewürze, wie Salz, Pfeffer, Basilikum, Majoran usw. - dazu muss ich auch noch sagen, dass ich damals nur EINE Sorte Salz oder Pfeffer hatte! *schmunzel*

Mittlerweile gleicht meine Chaosküche wohl eher einem kleinen Gewürzladen und man findet darin sehr viele verschiedene Gewürze, Kräuter, einige Gewürzmischungen, unzählige Öle usw. - Hach! Ich finde das aber auch toll unterschiedliche Aromen zu kombinieren und neue Kreationen zu kreieren. Und was gibt es schöneres wenn durch die Küche fremdartige, mystische, orientalische Duftwolken ziehen.

Die meisten meiner Standard-Gewürze kaufe ich nach wie vor im Supermarkt, denn hier ist das Preis-Leistungsverhältnis meiner Meinung nach immer noch am besten, aber wenn man mal etwas außergewöhnliches benötigt, wird man in den örtlichen Geschäften meistens nicht fündig, oder habt Ihr bei Kaufland & Co schon mal Tonkabohnen gesehen? Ich jedenfalls nicht!!

Und hier schafft einer der ältesten und bekanntesten Gewürzhändler, welcher sich bis heute hauptsächlich auf Supermärkte konzentriert hat, endlich Abhilfe. Denn im brandneuen Onlineshop So schmeckt's von Fuchs, werden die Klassiker und auch eine neue Gewürzlinie präsentiert, die ich persönlich ganz toll finde, aber dazu später mehr.



Zusatzinfo:

Auf diesem Blog hier gibt es ja eher selten so richtige Shopvorstellungen (dafür hab ich ja meinen Zweitblog), aber da ich diesen Shop selbst sehr gut finde und auch die Preise in Ordnung! (das ist für mich immer ein sehr wichtiges Kriterium!) sind, möchte ich Euch diese Seite vorstellen. Denn im Netz gibt es zwar tausende Gewürzshops, aber für viele braucht man auch tausende Euros, die ich nicht hab *lach* Und ich bin ja auch immer froh, wenn ich mal tolle Tipps von Euch bekomme, wo man günstig, aber trotzdem noch qualitativ gut einkaufen kann, denn vom Foodbloggen wird man sicherlich nicht reich *zwinker*

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Ihr kennt sicher alle diese Gewürzserie und ich bin mir ziemlich sicher, dass Ihr mindestens eines dieser Döschen in Eurer Küche stehen habt, stimmts? 


Was ich auch nicht wusste ist, dass zu Fuchs noch so viel mehr gehört, wie z.b. die folgenden Marken:


Als ich das erste mal in diesem neuen Onlineshop herumstöberte war ich etwas hin- und hergerissen..... auf der einen Seite war ich sehr positiv überrascht, die neuen Gewürzschätze (genau mein Ding!) zu entdecken, aber auf der anderen Seit grinste mich gleich auf der Hauptseite ein gewisser Herr S. an und den brauch ich ja nicht wirklich und seine Produkte erst recht nicht ;-) - aber das kann man ja ganz gut ignorieren, wenn man sich so durch die anderen Produktsortimente klickt.


Und hier gibt es dann auch endlich Tonkabohnen, Paprika de la vera, Indische Salzflocken, verschiedene Pfeffersorten und vieles mehr. Ich finde das klasse, dass hier jetzt ein frischer Wind weht und das altbackene Klischee beseitigt wird.


Kennt Ihr geräuchertes Paprikapulver? Was für ein geiles Zeug! Ja und das sagt jemand, der eigentlich keine Paprika isst, aber dieses Pülverchen liebe ich total, es verleiht vielen Gerichten z.B. Bratkartoffeln, oder auch meinem heißgeliebten Reiswaffelmett den letzten Pfiff!! Einfach mal ausprobieren und Ihr werdet begeistert sein.


Auch einige orientalische Sachen kann man im Onlineshop finden, diese findet man unter der Untermarke Jadira - Oriental Food, dieses Sortiment könnte meiner Meinung nach noch etwas erweitert werden, aber vielleicht wird's ja noch! Ich denke wenn es hier genug Interessenten gibt, kann man da sicherlich etwas machen ;-) - da könnten dann auch gleich noch ein paar Curry's und Co dazukommen ;-)


Auch Liebhaber der asiatischen Küche finden hier so ziemlich alle Grundzutaten, die man benötigt:


Wer also nicht unbedingt Unmengen an Kohle für Gewürze ausgeben möchte und aber trotzdem nicht auf Qualität verzichten will, der wird hier sicherlich fündig.

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Was mir an diesem Onlineshop noch gut gefällt ist, dass ab 20 € Bestellwert versandkostenfrei geliefert wird und man bekommt zu jeder Bestellung reichlich Produktproben dazu, die man sich noch selbst aussuchen darf - wo gibts das schon? Ich habe mir folgende Sachen zum Probieren herausgepickt und war auch über die Größe der Proben sehr überrascht!! Echt toll! Der Spruch: "Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft" passt hier meiner Meinung nach auch sehr gut :-)


Abschließend möchte ich Euch noch mein Fazit zu diesem Shop mitteilen.


Positiv:
  • Große Auswahl an Standardgewürzen
  • Die neuen Gewürzschätze sind einfach klasse!
  • Preis-/Leistungsverhältnis top
  • Versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert
  • schneller Versand mit DHL
  • Die Gestaltung des Shops ist frisch, modern und übersichtlich
  • Extra Rezeptbereich mit vielen Inspirationen nach Themen sortiert
  • Gratisproduktproben zum selbst aussuchen zu jeder Bestellung
  • Produkte sind super und sicher verpackt
  • Kauf auf Rechnung
Negativ:
  • Die Navigation durch den Shop ist manchmal etwas nervig, denn wenn man von einem Produkt zurück zur Übersichtseite möchte, darf man wieder von oben ab nach unten scrollen
  • Zu den einzelnen Gewürzen fehlt teilweise noch eine detaillierte Beschreibung und Verwendungstipps, aber ich vermute mal das kommt noch...
  • Ich würde mir noch mehr außergewöhnliche Gewürze wünschen in Richtung indisch, orientalisch etc.
  • Bei der Registrierung habe ich keine Email erhalten, aber es hat dann trotzdem alles super funktioniert
  • Die Rechnung die dem Paket beiliegt ist meiner Meinung nach Papierverschwendung, was will ich mit ner Rechnung, die die Ausmaße eines XXL-Posters hat ?
Die negativen Punkte sind aber letztendlich nur Kleinigkeiten, die sicherlich schnell verbessert werden können, unterm Strich bin ich mit dem Online Shop total zufrieden.

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Was habt Ihr für einen Eindruck vom Shop?
Gefällt? Gefällt nicht?

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Hier seht Ihr übrigens mal meine aktuelle winzige Gewürzecke *hust* - aber keine Angst im Rest meiner Küche sind auch noch einige andere Kräutlein verteilt ;-)



Hab ich schon erwähnt, dass ich Gewürze liebe?

Ich wünsch Euch noch ein schönes erholsames Wochenende, auch wenn es wettertechnisch nicht so toll ist, aber das ist ja genau richtig, um in der Küche zu verschwinden und etwas deftiges mit vielen Gewürzen zu köcheln, oder?


Ein kleiner Mann möchte die Weltherrschaft an sich reißen...

Watt is das denn jetzt wieder für ein komischer Titel für einen Post? Und was hat er mit kulinarischen Genüssen zu tun? 

Ok... wie schon im letzten Beitrag angekündigt, bin ich seit einigen Tagen auch im Besitz des neuen "Kochbuches" Vegan for Fit von Attila Hildmann.


Wenn man den Namen Attila hört, denkt man eigentlich zu erst an einen groooßen starken Mann, der die Weltherrschaft an sich reißen will, so war es jedenfalls mal, wenn man im Geschichtsbuch etwas zurückblättert. Aber nichts desto trotz haben diese 2 Personen etwas gemeinsam, sie verändern die Welt! (oder versuchen es zumindest *grins*)

Ok... man muss Attila mögen, denn er ist seinem Auftreten schon recht speziell... ich weiß auch manchmal ned so recht was ich davon halten soll, aber egal... letztendlich hat er mittlerweile eine ziemlich große Fanbase und ist sozusagen auch der bekannteste vegane Koch in Deutschland. Moment Koch? Ich weiß ehrlich gesagt grad ned, ob er überhaupt ein richtiger Koch ist... Wiki hilft mir da jetzt auch ned wirklich weiter.... egal weiter mit dem Buch.

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Ich habe mir das Kochbuch nicht wegen der 30-Tage Challenge gekauft, sondern in erster Linie wegen den Rezepten. Irgendwie finde ich das große TamTam um die Challenge auch ein bisschen übertrieben. ;-) In diversen Facebookgruppen komme ich mir manchmal vor, als wäre ich in einer Attila-Sekte *lach* aber ich kann mich da natürlich auch täuschen...... *hust*
In diesen Gruppen, die extra dafür gegründet worden sind, wird auch teilweise recht heftig diskutiert, auch ich hab da schon öfters Mal meinen Senf dazu gegeben und wurde dann gleich recht massiv mit Worten beschossen, was ich jetzt nicht verstehe, denn was ist daran schlimm, wenn man statt Tofu - Tempeh verwendet, oder statt Mandelmus - Chasewmus ... oder was ist wenn man ein Produkt nicht isst, oder verträgt und ersetzt? NEIN das geht natürlich gar nicht....! Leute geht's noch? Ihr habt doch alle nen eigenen Kopf - muss man sich denn so 100% an ein Buch halten? Meiner Meinung nach nicht. Was mich weiterhin ziemlich ärgert ist, dass anscheinend ziemlich viele Buchbesitzer sehr naiv sind und so ziemlich alles glauben..... im Buch wird zum Beispiel der Vitamix hochgepriessen und in den letzten Tagen habe ich so oft mitbekommen, dass dieses Teil auch noch bestellt wird. HALLO? das Teil kostet um die 700 € .... und dabei braucht man es nicht unbedingt, ein handelsüblicher guter Blender, Küchenmaschine & Co tun es auch!  Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich hier ziemlich viele einfach mitreissen lassen und sich (ich hoffe nicht!) in die Schuldenfalle katapultieren. Ich brauch das Ding jedenfalls nicht!! 

Soooo aber jetzt genug negative Kritik, denn das Buch hat auch sehr viele positive Seiten! :-) und die Rezepte die ich bis jetzt ausprobiert habe (natürlich ned 1:1) waren total lecker.


Normalerweise zeige ich Euch ja immer ein paar Ausschnitte bzw. Fotoschnipsel wenn ich ein Kochbuch vorstelle, aber da der Verlag nicht so wirklich freundlich ist (davon kann Valentinas-Kochbuch auch ein Lied singen *g*), werde ich das diesmal nicht tun. (Sorry!)

Das Buch ist vom Layout her klasse, die Fotos sind ansprechend und die Rezepte durch die Bank empfehlenswert. Nur sollte man sich vorher erstmal einen langen Einkaufszettel schreiben, denn viele Zutaten hat man standardmäßig gar nicht im Haus.. oder man ersetzt sie halt einfach, so wie ich! ;-)

Genug geschrieben, jetzt hab ich Hunger und möchte Euch zwei Rezepte zeigen, die ich nachgebastelt habe. So wie es sich gehört, gibt's zuerst ne Vorspeise, die im Originalrezept mit Tofu zubereitet wird, aber da ich und der Tofu nicht wirklich Freunde werden.. habe ich Tempeh verwendet und war total begeistert von diesen fermentierten Sojabohnen.


Tempeh Caprese

Zutaten:

3 Tomaten
1 Knoblauchzehe
1 TL getrockneter Oregano
1 TL Agavendicksaft
frisches Basilikum
Olivenöl & Balsamico
Pfeffer, Salz

Zubereitung:

Zuerst wird der oder das Tempeh in dünne Scheiben geschnitten.


Jetzt etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Scheiben rundherum gut anbraten. Nun den Agavendicksaft und den Oregano dazugeben und alles ein paar Sekunden karamellisieren lassen. Die Scheiben nun auf Küchenpapier legen und von beiden Seiten salzen und pfeffern.

Tomaten in dicke Scheiben schneiden und zusammen mit dem Tempeh dekorativ auf einem Teller anrichten.

Basilikum und Knoblauch sehr fein hacken, mit etwas Olivenöl vermischen und darüber verteilen. Zum Schluss noch Balsamico darüberträufeln und fertig.

Fazit: Sehr lecker! Der angebratene Tempeh schmeckt leicht nussig und hat eine süß saure Note. Gab es sicherlich nicht das letzte Mal bei mir.


Beim zweiten Rezept habe ich ebenfalls einige Sachen abgewandelt, wer das Originalrezept haben möchte, kann mich gerne fragen, aber glaubt mir... auch meine Version war megalecker ;-)



Blumenkohl-Curry-Crunch

Zutaten:

1 kleiner Blumenkohl
30g geröstete Chashewkerne
1 TL mildes Curry
Olivenöl
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Zuerst wird der Blumenkohl in kleine Röschen zerteilt und in Salzwasser etwa 6 Minuten bissfest gekocht.

In der Zwischenzeit die Chashew-Kerne grob hacken und in einer fettfreien Pfanne goldbraun anrösten. Kurz abkühlen lassen und dann mit dem gepoppten Amaranth und etwas Olivenöl vermischen.

Cashewcreme zusammen mit dem Curry und 100ml Wasser vermischen und kurz in einem kleinen Topf erhitzen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Blumenkohl gut abtropfen lassen und mit der Soße übergießen und mit dem Knusper-Crunch bestreuen.


Fazit: Auch dieses Essen hat mir total gut geschmeckt, die leichte Currynote mit dem nussigen Beigeschmack und dann noch das knusprige Topping - Sehr empfehlenswert!

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Unterm Strich kann ich nicht wirklich etwas negatives über dieses Kochbuch berichten - ich beziehe mich hier nur auf die Rezepte und diese sind wirklich klasse. Wer einmal in die vegane Küche hineinschnuppern möchte, dem kann ich dieses Buch sehr empfehlen, denn man bekommt hier wirklich tolle Inspirationen. Und wie Ihr seht geht es auch mit kleinen Abwandlungen hervorragend ;-) und auch wenn man sich nicht an die Challenge hält purzeln die Pfunde ohne das man Hungern muss :)


Mein phantastisches Kürbis-Menü

Jetzt geht's also los, auch wenn alles anders geplant war. Normalerweise sollten ja erst einmal meine Rezepte verbloggt werden, die seit Wochen hier herumliegen, aber da Ihr so begeistert von meinen Kürbisfotos seid, welche ich bereits bei Facebook gepostet habe, werde ich mein gestriges Kürbismenü vorziehen, um Euch nicht länger warten zu lassen.

Kürbis ... das is ja auch immer so ne Sache.... bis vor ca. einem Jahr gab es bei mir eigentlich nie Kürbis, aber zwischenzeitlich hat sich das glücklicherweise geändert und ich mag ihn sogar sehr. Viele wissen gar nicht was man damit alles anstellen kann, ob süß oder herzhaft, alles ist möglich.

Und so kam auch die Idee für mein kleines Kürbismenü, dass ich gestern meinem Besuch kredenzte. Ich muss vorweg noch sagen, dass ich das gesamte Menü wirklich phantastisch fand und sich das stundenlange Kürbiszerhäckseln definitiv gelohnt hat!


Ursprünglich wollte ich ne ganz normale klassische Bruschetta mit Tomaten als Vorspeise servieren, aber  dann kam mir die spontane Idee, dass dies sicherlich auch mit Kürbis machbar ist. Und wie das geht!! Die Kürbis-Bruschetta war mein absolutes Highlight an diesem Abend! 


Kürbis-Bruschetta

Zutaten:

250g Kürbisfleisch (ich habe einen Hokkaido verwendet)
2 Knoblauchzehen
1 rote Zwiebel
frisches Basilikum
Salz, Pfeffer, Muskat
Olivenöl
einen großen Schuss Apfelsaft
etwas Balsamico
Kürbiskernöl

Ciabattabrot

Zubereitung:

Zuerst wird das Kürbisfleisch in kleine Würfelchen geschnitten. (Den Hokkaido Kürbis müsst Ihr übrigens nicht schälen, er kann bis auf das Innenleben komplett verwendet werden). Die Zwiebel und den Knoblauch ebenfalls in kleine feine Würfel schneiden. 

Olivenöl in einer Kasserole erhitzen und den Kürbis zusammen mit Zwiebeln und Knoblauch darin anschwitzen. Salz, Pfeffer und Muskat dazugeben und anschließend alles mit etwas Apfelsaft ablöschen und kurz einköcheln lassen.

Das Ganze etwas abkühlen lassen und dann noch 1-2 EL Balsamicoessig unterrühren. Alles ca. 1 Stunde durchziehen lassen.

Ciabattabrot in Scheiben schneiden und mit etwas Olivenöl in einer Pfanne goldgelb anrösten. Die Kürbismasse darauf verteilen und mit ein paar Tropfen Kürbiskernöl beträufeln.


Als Hauptgang servierte ich eine italienisch angehauchte Kürbisbolognese, in der ich das standardmäßige Hackfleisch durch Soja-Granulat ersetzt habe. Aber dieses hat man am Ende überhaupt nicht gemerkt. Selbst mein Mitesser, der nicht vegan ist, war begeistert davon und hat sich die Finger danach abgeschleckt.


Kürbis-Bolognese

Zutaten:

ca. 600g Kürbisfleisch (Hokkaido)
2 große Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
ca. 150g Soja-Granulat
500g gestückelte Tomaten aus der Dose
1 TL mildes Currypulver
1 TL Orangenthymian
Salz, Pfeffer, Muskat
Olivenöl
ca. 100ml veganen Rotwein (ich habe den Pasión Delinat verwendet)

Zubereitung:

Bevor es losgeht wird das Soja-Granulat ca. 10 Minuten in heißem Wasser eingeweicht. Dieses wird dann ausgedrückt und kann wie herkömmliches Hackfleisch weiterverwendet werden.

Dann wird der Kürbis in kleine Würfel gehackt. Zwiebeln und Knoblauch ebenfalls würfeln. Nun Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und darin anbraten. Jetzt den Kürbis und das Sojagranulat dazugeben und alles gut anbraten lassen. Mit Curry bestäuben und nochmals kurz anschwitzen lassen.

Jetzt die Tomaten dazugeben und alles kräftig mit Salz, Pfeffer, Muskat und Thymian abschmecken und etwas einkochen lassen. Jetzt den Rotwein dazugeben und alles ca. 30 Minuten köcheln lassen. Ab und zu einmal umrühren.

Pasta al dente kochen und zusammen mit dem Kürbissugo servieren.

Die Kürbis-Bolognese schmeckt auch am nächsten Tag noch hervorragend!


Und was wäre ein Menü ohne Dessert... aber was kann man Süßes mit Kürbis basteln. Hier fiel mir die Entscheidung ziemlich schwer.... zuerst dachte ich an ein Kürbiseis, das hätte sich ja auch angeboten, den meine Eismaschine, die ich bei Snuggs-Kitchen gewonnen habe, kam rechtzeitig am Samstag bei mir an, aber auf die Schnelle hatte ich kein passendes Rezept gefunden. Also entschloss ich mich diese Kürbistarte nachzubacken. Ich habe das Rezept jedoch gedrittelt, da eine große Tarte zuviel gewesen wäre. Ich schreibe Euch unten aber das Rezept für eine 26cm Tarteform mit den veganen Alternativen die ich verwendet habe auf. Das Ei habe ich übrigens durch Apfelmus ersetzt, so kommen auch Veganer in den Genuss dieser tollen Tarte. :-)



Kürbis-Vanille-Kokos-Tarte

Zutaten:

250g Mehl
125g Alsan
110g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
3 EL Apfelmus
800g Kürbisfleisch (hier kam dann ein Butternut zum Einsatz)
25g Kokosraspel
1 Prise Salz
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
400ml Apfelsaft

Zubereitung:

Zuerst werden die Kokosraspel in einer Pfanne ohne fett goldbraun angeröstet und beiseite gestellt. 

Mehl, 60g Zucker, Vanillezucker, Apfelmus, Salz und Alsan mit den Händen zu einem Teig verkneten. In Alufolie geben und ca. 30 Minuten in den Kühlschrank geben.

In der Zwischenzeit den Kürbis schälen, das Kerngehäuse entfernen und das Fleisch in grobe Würfel schneiden.

Puddingpulver mit 50g Zucker und 100ml Apfelsaft verrühren.

Den restlichen Apfelsaft in einen Topf geben und aufkochen lassen. Kürbiswürfel dazugeben und ca. 4 Minuten köcheln lassen. Jetzt das angerührte Puddingpulver einrühren und kurz aufkochen lassen. Topf vom Herd nehmen, die gerösteten Kokosraspel unterrühren und alles etwas abkühlen lassen.

Nun den Teig aus dem Kühlschrank holen und 3/4 davon auf dem Boden einer Tarteform verteilen. Hier nimmt man am besten ein Nudelholz zur Hilfe, aber es geht auch sehr gut mit den Fingern. 1/4 des Teiges wird für die Streusel benötigt.

Jetzt den Kürbis auf dem Boden verteilen und vom restlichen Teig Streusel abzupfen und auf dem Kuchen verteilen.

Im vorgeheiztem Backofen bei 200°C (Umluft 175°C) auf der untersten Schiene ca. 30 Minuten fertig backen und gut auskühlen lassen.


Die Tarte hat mir persönlich sehr gut geschmeckt, sehr vanillig und fruchtig. Meiner Meinung nach könnte sie aber noch ein bisschen mehr Süße vertragen, aber das ist wohl Geschmackssache, denn mein Mitesser fand sie so perfekt.

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Das war also mein erstes 3 Gänge Menü was ich überhaupt auf die Reihe bekommen habe und klar bin ich stolz auf mich, denn es hätte ja auch alles schiefgehn können, oder was hätte ich getan wenn es nicht geschmeckt hätte?... nicht auszudenken.....

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachkochen/-backen und würde mich sehr über ein Feedback freuen. :-) Und jetzt geniesse ich noch die Abendsonne und lasse das tolle Wochenende (was wieder viel zu kurz war...) ausklingen.

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Und nächste Woche habe ich auch wieder ein bisschen mehr Zeit zum Bloggen, denn ab Mittwoch habe ich mal ein paar Tage frei und ich kann die restlichen Sachen aufarbeiten. Unter anderem dürft Ihr Euch dann auch auf die ersten Rezepte aus dem neuen Kochbuch Vegan for Fit von Attila Hildmann freuen. Da sind einige leckere Sachen dabei!


Ach bevor ich es vergesse... letzte Woche war ich zum ersten Mal auf einem Holifestival. Für alle die sich nix darunter vorstellen können, habe ich ein kleines Video gedreht, mehr gibts dazu wohl ned zu sagen *zwinker*  - Es war toll!! Und ich hab noch nie soviele fröhliche und glückliche Menschen auf einem Haufen gesehen! 


Bis später dann :-)
Eure Alice




Trattoria Geheimtipp - Bella Italia in Munich

Und es hat sich wieder einmal bestätigt, dass München die nördlichste Stadt Italiens genannt wird. Dieses wurde mir am letzten Freitag mal wieder so richtig bewusst. Denn an diesem Tag durfte ich mit einigen anderen Genusskomplizen einen Abend der besonderen Art erleben.

Vor einer guten Woche entdeckte ich bei Facebook einen Beitrag von Peggy von multikulinarisches. Hier wurden Blogger gesucht, die in ganz Deutschland an der Bertolli Trattoria-Tour teilnehmen möchten. Und da München auch dabei war, war das natürlich für mich sehr interessant!

Ehrlich gesagt rechnete ich mir gar nicht so viele Chancen aus dabeizusein, denn ich war mir nicht sicher, ob auch vegane Blogs teilnehmen dürfen .... ich habe ja schon in den letzten Wochen festgestellt, dass man aufgrund veganer Ernährung manchmal ausgeschlossen wird, was ich persönlich schon etwas schade finde.

Doch einen Tag später hatte ich dann auch schon die Zusage in meiner Mailbox und ich habe mich riesig gefreut!

Wir wurden in diese Location eingeladen:

Bianco Rosso & Nero
Hochbrückenstr. 4
80331 München

Vor Beginn wollte ich mich natürlich noch etwas informieren, aber über die ausgewählte Trattoria im Herzen von München konnte ich leider nicht viel finden. Ehrlich gesagt wollte ich ja schon mal ausspionieren, was es dort so auf der Speisekarte gibt und ob ich dort auch etwas veganes finde.... aber egal.. Pasta mit Tomatensoße wird's ja wohl geben. *grins

Also fuhr ich dann am Freitag bei strömenden Regen mit der S-Bahn nach München rein und da ich ungern zu spät komme, war ich dann schon etwa eine halbe Stunde früher vor Ort und konnte somit vorab schon die  Lage etwas auskundschaften.

Ich wartete vor der kleinen Trattoria und mein erster Eindruck war schon etwas komisch *lach* - denn die Location war wirklich winzig und ich war mir gar nicht so sicher, ob ich hier richtig bin.

Aber nach ein paar Minuten bog dann das Bertolli Mobil um die Ecke und Peggy und Marco stiegen aus. Nach und nach trudelten dann auch die anderen Gäste ein und ein unvergesslicher Abend konnte beginnen.


Besonders habe ich mich gefreut, dass auch Dorothée von Bushcooks Kitchen mit dabei war (so konnten wir gleich wieder ein paar Kochbücher austauschen *g*), weiterhin war noch Martin dabei, der für das Online Magazin Max berichtete und 2 Mädels , die diesen Abend bei Facebook gewonnen hatten.

Nach einer Weile hatten wir dann auch jeder einen Sitzplatz ergattert, was in einer Location mit 3 Tischen und einer Größe von schätzungsweise 25qm gar nicht so einfach ist und wurden dann von Dino Fiordilino und Mario Rizzo herzlich mit einem eiskalten Prosecco begrüßt.


Dann ließ ich die Atmosphäre dieses kleinen Ladens erst einmal richtig auf mich wirken! Was soll ich sagen! Phantastisch. An den Wänden befinden sich deckenhohe Regale, die von oben bis unten mit den besten Weinen und Proseccos gefüllt sind. Die Weine stammen hauptsächlich aus dem Hause Cormons und haben mir persönlich sehr gut geschmeckt. Es ist alles sehr eng, es ist wahnsinnig heiß, aber ich fühle mich als wäre ich mitten in Palermo. Herrlich!


Was mich besonders beeindruckt hat, ist die Küche, wenn man diese überhaupt so bezeichnen kann.... Ihr müsst Euch vorstellen, dass Dino die italienischen Köstlichkeiten auf ca. 2qm frisch zubereitet und das mitten im Lokal! Unglaublich! 

Und dort geschnippelt, gebraten, frittiert, der San Daniele Schinken wird frisch geschnitten und zwischendurch zieht immer wieder ein aromatisches Espressofähnchen durch den Laden.


Im Bianco Rosso & Nero gibt es übrigens keine feste Speisekarte und das finde ich ja sehr gut! Vor jedem Gang werden Empfehlungen ausgesprochen und so findet jeder das passende Gericht für sich. (auch für Veganer ist etwas dabei *g*)

Und so gab es für uns als Vorspeise diverse italienische Köstlichkeiten. Für mich gab es knusprige Freselline mit Tomaten und Brokkoli und marinierte Pilze - sehr köstlich! Die anderen durften sich Mozarella, Schinken usw. schmecken lassen.




Vor dem Hauptgang wurden wieder diverse Empfehlungen des Hauses ausgesprochen. Ich entschied mich für Pasta mit Gemüse und Pilzen und alle anderen ließen sich zartgebratenes Lamm mit Rosmarin-Bratkartoffeln schmecken.


Die Pasta war wirklich göttlich! Hier wird der Parmesan auf Wunsch übrigens separat gereicht und somit war es für mich auch kein Problem die Pasta ohne Parmesan zubekommen. Top!

Alle anderen waren auch total vom Lamm begeistert, welches butterzart und perfekt gebraten auf den Tisch kam. (Ich frag mich immer noch wie Dino, dass in seiner "Küche" hinbekommen hat...)


Sorry übrigens für die nicht so dollen Fotos, aber das Licht gab einfach nicht mehr her und mit Blitz hätte alles noch schlimmer ausgeschaut *g* 

Als Dessert gab es dann noch eine weitere italienische Spezialität, die lt. Dino kaum mehr zubereitet wird, wahrscheinlich weil es schon fast zu einfach ist. Es gab frittierte Apfelküchlein (der italienische Name ist mir jetzt leider entfallen) mit einer selbstgemachten Vanillesoße.

Ich habe die Küchlein ohne Soße vernascht, aber auch so waren sie total lecker und knusprig. :-) Foto hab ich vergessen, aber das schieb ich jetzt mal auf den leckeren Wein, der mich ein bisschen duselig gemacht hat ;-)


Ich weiß jetzt gar nicht so genau wie ich diesen Abend genau beschreiben soll! Das Bianco Rosso & Nero ist auf alle Fälle einen Besuch wert und ich bin immer noch total begeistert. Ich bin mir sicher, dass dies nicht mein letzter Besuch in Little Italia gewesen ist.

Wer dieses Feeling ebenfalls einmal erleben möchte, der sollte mindestens eine Woche im Voraus reservieren, denn es wird schwer spontan einen Platz zu bekommen.

Absolut empfehlenswert!!

Und zum Schluss möchte ich mich noch ganz herzlich bei Peggy und Marco bedanken, die im Auftrag von Bertolli diese Tour begleitet haben. Und natürlich auch vielen Dank an Bushi, Martin und die zwei anderen süßen Mädels. :-)

HIER könnt Ihr übrigens direkt auf dem Bertolli Blog den Bericht von Peggy nachlesen.

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Im Zuge der Trattoria Tour ist auch ein passendes Kochbuch erschienen. Das Buch ist eine Mischung aus Restaurant- und Reiseführer und ist mit den jeweiligen regionalen Rezepten versehen. Die Aufmachung gefällt mir sehr gut und ich werde daraus sicherlich das ein oder andere Gericht nachkochen.



DANKE!