Österreich vegetarisch - Linsensauce mit Semmelknödeln

Yippieh! Endlich gibt es mal wieder ein Blogevent, wo ich meinen Senf dazugeben kann! Ich nehme mir die Teilnahme an Events eigentlich regelmäßig vor, aber irgendwie ist der Teilnahmezeitraum dann so schnell vorbei, dass ich wieder dumm aus der Wäsche gugge und mich ärgere....

Aber der Mai macht's ja bekanntlicher maßen und somit kann ich Euch heute ein ganz tolles Rezept aus einem noch tolleren Kochbuch zeigen, was dann auch irgendwie noch zum aktuellen Event vom Kochtopf passt, bei der es dieses Mal um die Österreichische Küche geht. Vielen Dank für dieses tolle Thema Susi!

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Wenn ich an Österreich und Essen denke, dann fallen mir in erster Linie eigentlich herzhafte Sachen ein, wie z.B. Schinken aus Südtirol, Bergkäse, Backhendl, typische Hüttenjausen mit frischem Brot, oder aber auch süße Sachen, wie z.B. Topfenpalatschinken oder die berühmten Mozartkugeln. Und dann? Ich muss gestehen, so richtig typische Sachen fallen mir da gar nicht ein, aber dafür gibt es jetzt dieses Event und ich bin schon jetzt auf die Zusammenfassung gespannt!

Das Rezept, dass ich Euch heute zeigen möchte, ist auf den ersten Blick gar nicht so typisch, aber da es aus dem phantastischen Kochbuch Österreich vegetarisch von Katharina Seiser stammt, muss es ja etwas mit der Alpenrepublik zu tun haben. :-)


Aber weil ich heute keine Kochbuch-Rezension schreiben möchte, werde ich auch nicht all zuviel zum Buch sagen (das Buch ist spitze!), denn das steht sowieso noch auf meiner To-Do-Liste.

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Ich entschied mich für ein Rezept mit Linsen, da wir die kleinen Hülsenfrüchte total gerne mögen. Hauptsächlich gibt es sie bei uns in irgendwelchen Curry's, oder als klassischen Linsen-Eintopf mit Wiener Würschtel. Die Kombination mit Semmelknödeln war mir komplett fremd und irgendwie konnte ich mir auch nicht vorstellen, dass das passt. Das ist genauso wie Spätzle mit Linsen - damit muss man wohl aufgewachsen sein! *grins*


Bis auf einige kleine Änderungen habe ich mich komplett an das Original Rezept gehalten. 

Zutaten:

Für die Linsensauce:

300g Berglinsen
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
ca. 100g Suppengemüse (Möhren, Sellerie, Kräuter etc.)
500ml Gemüsebrühe
1 TL Honig
1 EL Estragon (da ich keinen Frischen hatte, habe ich getrockneten genommen)
Apfel-Balsam-Essig von Ziegler nach Geschmack (lt. Rezept soll man Rotweinessig verwenden, den habe ich aber nie im Haus)
Salz, Pfeffer. Pflanzenöl

Für die Semmelknödel:

500g Knödelbrot
3 Eier
250ml lauwarme Milch
1 Zwiebel
40g Butter
1/2 TL Salz
Muskat
1 EL frisch gehackte Petersilie

Zubereitung:

Zuerst werden die Linsen im ungesalzenen Wasser ca. 20 Minuten bissfest gegart. In einem Sieb abtropfen lassen und beiseite stellen.

Die Semmelwürfel in eine Schüssel geben. Zwiebel klein würfeln und in Butter anschwitzen und anschließend zu den Semmelwürfeln geben. Eier, Salz, Muskat und Petersilie dazugeben. Die Milch wird leicht erhitzt und anschließend in die Schüssel gegossen. Alles gut vermengen und ca. 10 Minuten ziehen lassen.

Aus der Masse werden nun ca. 6 große Knödel geformt, welche dann in kochendes Salzwasser gegeben werden und dort ca. 15 Minuten ziehen dürfen.

In der Zwischenzeit die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken und zusammen mit dem Suppengemüse in Öl anschwitzen lassen. Die abgetropften Linsen dazugeben und kurz mitschwitzen. Jetzt alles mit Gemüsebrühe aufgießen und mit Salz, Pfeffer und Estragon würzen. Alles aufkochen lassen und ca. 5 Minuten köcheln lassen. Kurz vor Schluss kommt noch etwas Honig und der Essig in den Topf. Wir mögen die Linsen gerne etwas saurer, deshalb waren es schon einige Spritzer mehr, aber das kann ja jeder für sich selbst entscheiden.

Zusammen mit den Semmelknödeln servieren.

Fazit: Also Linsen und Knödel passen hervorragend zusammen und uns hat dieses Gericht sehr gut geschmeckt, so dass der Topf am Ende wirklich komplett leer war. Das schreit definitiv nach einer Wiederholung!

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Klar ist das jetzt nicht so typisch österreichisch, aber ich denke es passt trotzdem sehr gut zum aktuellen Mai-Event!

Blog-Event LXXXVIII - Oesterreich kulinarisch (Einsendeschluss 15. Juni 2013)

Und jetzt genieße ich noch die restlichen Sonnenstrahlen, denn ab morgen soll es ja schon wieder tagelang regnen und die Temperaturen sollen mal wieder rapide in den Keller fallen! :-( das schreit dann wieder nach herzhaften Eintöpfen und warmen Socken.... ich wünsch Euch was ;-)

Ein Spargel-Menü für den FC Bayern München

Ach war das gestern spannend! 

Aber unsere Jungs vom FC Bayern München haben es endlich geschafft und haben den Pott nach Hause geholt. Herzlichen Glückwunsch!

Und während gestern Abend die Allianz Arena von tausenden Fans belagert wurde, waren wir (Steffen & Sabrina von feed me up... before you gogo und meine Wenigkeit) bereits am letzen Donnerstag da.


Aber nicht zum Fußballschauen, sondern zum Kochen, denn das ist in der Arena auch möglich. Und das Ganze haben wir dem liebenswerten Igor vom Happy Interior Blog zu verdanken, denn er hatte uns zu einem exklusiven Kochkurs in einer unvergesslichen Location eingeladen.

Ich wohn zwar jetzt schon seit fast 13 Jahren in München, aber in die Arena habe ich es bis jetzt noch nie geschafft und demzufolge wusste ich auch nicht, dass Siemens hier eine eigene cooking lounge hat, in der regelmäßig Kochkurse angeboten werden. Also ist Bloggen doch gar nicht so schlecht und man kann dadurch seinen Horizont extrem erweitern ;-)

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Nachdem ich erstmal orientierungslos einmal um die Arena herumgelaufen bin, um den Eingang zu finden, ließ mich dann ein netter Mitarbeiter an einem Seiteneingang hinein und ich folgte den Hinweisen zu den Eventboxen, bis ich endlich an meinem Ziel angekommen war.

Bei so einem Ausblick macht kochen & essen gleich doppelt so viel Spaß!

Die cooking lounge ist wirklich der Hammer und ein wahres Paradies für alle Hobby- und Profiköche. In der Küche gibt es die neuesten Hightech-Geräte und wir waren ziemlich geflasht! Von so einer Küche kann man wirklich nur träumen... *seufz*


Aber die Location war nicht das einzige Highlight an diesem Abend, denn wir durften zusammen  mit einem Sternekoch ein phantastisches Spargel-Menü kochen.


Bernd Werner - ich bin ja ehrlich - ich hatte bis zu diesem Event noch nie etwas von ihm gehört, aber wenn man sich nicht so sehr mit der gehobenen Küche beschäftigt, ist das glaub auch nicht so schlimm. Jedenfalls ist Bernd Werner ein absolut sympathischer Koch, der nicht abgehoben ist und auf dem Boden geblieben ist.

Mit seiner Frau und seinen beiden Kindern betreibt er im schönen Schwarzwald auf dem märchenhaften Schloß Eberstein in Gernsbach sein Restaurant und ein Hotel.

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Aber zurück zum Spargel, um den sich an diesem Abend alles drehte. Nach einem kurzen Briefing ging es dann auch schon los. Es wurde geschält, geschnippelt usw. und für jeden gab es etwas zu tun. Ich widmete mich einigen Kilo Spargel und fand das Schälen schon fast entspannend. :-)


Natürlich haben wir auch wieder einige neue Sachen über den Spargel gelernt, so wusste ich z.B. nicht, dass man grünen Spargel auch unbedingt komplett schälen sollte, da sich sonst zu viele Bitterstoffe im Essen befinden und die Schalen sollte man hinterher auch nicht verkochen, sondern ausnahmsweise mal wegwerfen.


Die Spargel, welche für den Hauptgang verwendet wurden, wurden vorab in handliche Päckchen geschnürt, so dass eine Portionierung und das Anrichten auf dem Teller später ratz fatz geht.


Nachdem alle Vorbereitungen abgeschlossen waren, wurden dann die einzelnen Gänge nacheinander von uns zubereitet. Den Anfang machte ein bunter Spargelsalat mit Pinienschmelze mit Wildkräutern, gebratenen Jacobsmuscheln und Morcheln.


Der Spargelsalat war wirklich total köstlich und sehr aromatisch. Die Jacobsmuscheln sind jetzt nicht so mein Ding und eine von zweien durfte dann zusammen mit den Exemplaren von Sabrina auf den Teller von Steffen wandern, welcheer diese dankbar entgegennahm *g*.

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Und dann ging es auch Schlag auf Schlag weiter und die Bärlauchsuppe mit Gambas wurde fertiggestellt. Aber Moment! Wo ist denn hier der Spargel? Hier wurde statt üblicher Gemüsebrühe, der Spargelsud verwendet, den wir mittlerweile literweise produziert hatten.


Als Einlage gab es knackige Zuckerschoten und Gambas, welche mich jetzt nicht so störten - eine geht grad so :-) - Die Suppe war wirklich lecker und die Aromen von Bärlauch und Spargel kamen hier perfekt zur Geltung. (Mir fällt grad ein, dass ich immer noch etwas Bärlauch im Kühlschrank habe, die Suppe könnte es vielleicht nächste Woche noch einmal geben...)


Zum Hauptgang gab es dann endlich Fleisch *lach* einen saftig, rosa Kalbsrücken mit Stangenspargeln, Kartoffeln und selbstgemachter Hollandaise. Die Sauce zum Fleisch hat mich hier total umgehauen, oh mann so etwas leckeres - Wahnsinn! Bernd Werner hatte diese aber bereit fertig mitgebracht, denn so eine Sauce lässt sich eben nicht mal schnell in ein paar Minuten zaubern.


Aber auch die klassische Hollandaise war sehr gut, wobei mir diese Zubereitung zuhause etwas zu lange dauern würde (über Wasserbad ewig lange schlagen usw.) ich bereite die Sauce eher nach der einfachen Variante von meiner Mama zu und verwende hier ebenfalls den Spargelsud. Immerhin verwende ich keinen Tetrapack, oder ein Fixprodukt. :-)


Nach diesem Hauptgang waren wir eigentlich schon satt *grins*, aber es gab ja noch eine weitere kulinarische Überraschung, die uns erwartete. Spargeleis!


Ehrlich gesagt konnte ich mir das so gar nicht vorstellen, dass dieses Eis schmeckt, aber es war wirklich gut und das Spargelaroma war nur sehr dezent herausschmeckbar. Dazu gab es ein Rhabarber-Erdbeer-Kompott, welches mit frischen Erdbeeren und Erdbeermark zubereitet wurde. Einfach himmlisch!


Zum Abschluss des Kochkurses gab es für alle Teilnehmer noch ein Kochbuch von Bernd Werner, welches natürlich auch noch mit einer persönlichen Widmung versehen wurde. 



Was soll ich sagen - es war ein unvergessliches Event, welches mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Die Location, das leckere Essen und auch die Organisation und der Ablauf dieses Kochkurses waren einfach perfekt!

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Ein ganz besonderer Dank geht hier nochmals an Igor und das Team der Siemens - cooking lounge, welche diesen Kochkus auf die Beine gestellt haben und nicht zu vergessen auch Danke an Bernd Werner - einem sympathischen Sternekoch zum Anfassen!


Wer jetzt Lust auf einen außergewöhnlichen Kochkurs in toller Atmosphäre bekommen hat, der sollte hin und wieder mal auf der Veranstaltungsseite der cooking lounge vorbeischauen. Hier kann man sich ganz bequem für die statfindenden Kurse anmelden, oder man verschenkt einfach einen Kurs. 

Nostalgische Schätzchen im Netz - Part 1

Geht es Euch auch so, dass bei so manchen Produkten, oder Gegenständen totale Kindheitserinnerungen hochkommen? Und genau dieses Gefühl habe ich bekommen, als ich in einem eher unscheinbaren Online-Shop herumgestöbert habe.

Sicherlich habt Ihr schon mal was von Jungborn gehört, oder Ihr hattet mal so einen kleinen Katalog in den Händen, der oft in irgendwelchen Paketsendungen beigelegt wird. Bis jetzt sind diese Heftchen ja meistens im Altpapier gelandet, aber ab und zu sollte man doch einen Blick hineinwerfen, denn sonst verpasst man einige schöne Sachen.

Der erste Eindruck vom Shop wirkt schon etwas merkwürdig und irgendwie gibt es auch aus allen möglichen Kategorien etwas zu kaufen. Das hat mich schon ein bisschen an so einen Gemischtwarenladen von damals erinnert, also eine klare Linie bzw. ein bestimmtes Konzept kann ich nicht so richtig finden.

Aber dafür habe ich etwas ganz anderes gefunden!

Kennt Ihr diese Bonbons noch?



Als Kind haben wir sie geliebt, aber heutzutage habe ich sie noch nirgends gesehen. Und Jungborn hat hier auch noch verschiedene Sorten Süßigkeiten im Angebot. Die musste ich unbedingt haben! Ich mag vor allem die schillernden Farben *blingbling* und schmecken tun sie auch noch! Diese Zuckerle (so heißen Bonbons bei uns im Vogtland) haben auch so einen ganz bestimmten Geschmack den ich gar nicht so richtig beschreiben kann - es schmeckt nach Kindheit!

Ich bin echt total verliebt in diese süßen Schätzchen!

Und wenn man dann noch etwas in diesem Laden herumstöbert findet man doch noch einige Sachen, die man mal ausprobieren könnte. 

Es gibt zwar auch Sachen, die ich persönlich nicht kaufen würde - wie z.B. fertige Kuchen, diverse Fertiggerichte, Plastikblumen usw. aber ein paar Sachen haben den Weg doch noch in meinen Haushalt gefunden.

Als Foodblogger hat man ja auch nen kleinen Gewürzknall und so konnte ich an diesen tollen Gewürzdosen nicht vorbei! Es handelt sich hierbei um Kräuter der Provence und ein Salz mit Kräutern aus der Camargue. (Ich geb's ja zu, ich wollte unbedingt diese Dosen *grins*)



Dann bin ich auf ein Produkt gestoßen, welches mich ebenfalls ans Vogtland erinnert. In unserem Nachbarort, beim besten Fleischer weit und breit gibt es immer so eine leckere Ringelwurscht - eine Art weiche Bauernwurst, die man einfach mal so zwischendurch snacken kann. Hier ist es zwar keine Bauernwurst, sondern ein Salami, aber auch diese ist von uns mittlerweile verputzt worden - lecker und würzig und die Kringel machen auch auf Partys ne gute Figur und kommen bei jedem gut an.


Mein Schatz hatte sich dann noch diesen Granatapfeltee herausgesucht, für die Arbeit ist das ganz praktisch, wenn man keine Möglichkeit hat etwas leckeres zu trinken. Dieses Instantpulver wird einfach mit kalten oder warmen Wasser angerührt. Ich durfte natürlich auch probieren und fand dieses Getränk auch ganz lecker, aber jeden Tag könnte ich es nicht trinken.


Wer also gerne mal in Onlineshops herumstöbert und mal etwas anderes sucht, der wird bei Jungborn bestimmt fündig. Gerade wenn man mal etwas für die Eltern, oder Großeltern benötigt, gibt es hier leckere Sachen. Das soll jetzt um Gottes willen nicht heißen, dass der Shop nur für alte Leute geeignet ist *hust* aber so richtig modern und hipp ist er nun wirklich nicht, aber es gibt dieses tollen Nostalgiebonbons! *schwärm*

Wenn das Konzept von Jungborn vielleicht etwas aufgefrischt und verjüngt wird, könnte man hier öfters mal vorbeischauen.


Zitronige Pasta mit Lachs

So langsam kann ich mich auch in die Sparte "Freitagsfischesser" einreihen, denn seit ein paar Wochen gibt es doch ab und zu mal etwas aus dem Wasser.

Dieses habe ich sozusagen dem Team der Deutschen See zu verdanken, denn Sie möchten mit ihren Produkten immer mehr Fischfreunde gewinnen. Und ich glaube so langsam haben sie mich! :-)

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Ich muss ja noch sagen, dass es Lachs bei mir noch am häufigsten gibt, irgendwie mag ich ihn und in Kombination mit Pasta, ist er einfach unschlagbar lecker - auch für Nichtfischfreunde! Das habe ich an der Reaktion von meinem Freund gemerkt, denn er mag eigentlich keinen Fisch, aber dieses Gericht hatte er im Nu verputzt :-)


Zutaten:
(für 2 Portionen)

300g Lachsfilet (TK)
250ml Schlagsahne
Zitronensaft und abgeriebene Zitronenschale
100g Erbsen (TK)
Salz, Pfeffer
Pasta nach Wahl

Zubereitung:

Die gefroren Lachsfilets auftauen lassen und anschließend mit Wasser abspülen und gut abtupfen. Die Filets salzen und mit Zitronensaft beträufeln und kurz beiseite stellen.

In der Zwischenzeit das Wasser für die Pasta aufsetzen und diese dann al dente garen.

Sahne und ca. 4 EL Zitronensaft in eine Pfanne geben und aufkochen lassen und mit Salz und Pfeffer würzen. 

Jetzt die Lachsfilets in grobe Würfel schneiden und zusammen mit den Erbsen und der abgeriebenen Zitronenschale in die Pfanne geben. Deckel auf die Pfanne geben und auf kleinster Stufe alles ca. 7 Minuten gar ziehen lassen.

Pasta gut abtropfen lassen und in die Pfanne geben. Alles gut vermengen und genießen!


Fazit:

Ein Pastagericht, dass innerhalb von 10 Minuten fertig ist. Man braucht auch nicht viele Zutaten und eignet sich somit auch für Berufstätige, oder diejenigen die eigentlich keine Zeit zum Kochen haben :-)

Ring frei für Runde 3! - Metro Koch-Challenge

Es ist mal wieder soweit!

Vor ein paar Tagen bekam ich von der Metro eine Einladung für die 3. Kochherausforderung zugeschickt. Ihr erinnert Euch sicherlich noch an die 2 letzten Warenkörbe, bei denen man seiner Kreativität freien Lauf lassen sollte. Und da mir solche Aktionen total gut gefallen, sagte ich auch dieses Mal zu und konnte mir meine Kochbox in München abholen. (Die letzten Kreationen gibt es HIER und HIER nochmals zum Nachlesen)

Was wird es wohl dieses Mal geben? Mit gemischten Gefühlen fuhr ich in die Stadt und wusste nicht was mich erwartet. Im schlimmsten Fall wären Meeresfrüchte, Paprika, Oliven, Artischocken und ein Ziegenkäse in der Kiste..... also all die Sachen die ich nicht mag......

Aber ich hatte Glück! Und auf den ersten Blick gefiel mir die diesmalige Produktauswahl sehr gut!


Folgende Produkte waren in der Box enthalten:
  • ein wunderbares, frisches Hähnchen
  • Kartoffeln
  • Babyspinat
  • ein riesiges Stück Ingwer
  • Tomaten
  • eine Flugmango
  • grünes Pesto
  • Persisches Blausalz
  • Arganöl
  • eine Packung Strudelteig
  • Weißwein
  • Brausepulver

Liest sich doch ganz gut, oder? Bis auf das Brausepulver ..... hierfür fiel mir anfangs so gar nix ein... *seufz*

Für diejenigen, die diese Aktion noch nicht kennen, nochmal kurz die Details zur Challenge. Alle Produkte in der Box müssen verwendet werden! Egal ob Ihr daraus ein Gericht, oder ein ganzes Menü kocht. Weglassen geht nicht, allerdings können noch andere Zutaten verwendet werden. Alles klar, oder? :-)

Dann mal los!

Ich fange heute absichtlich einmal mit dem süßen Teil an, weil ich auf diese Eigenkreation ganz besonders stolz bin. Bei der Zubereitung zweifelte ich zwar manchmal, aber das Ergebnis konnte sich dann wirklich sehen lassen und es schmeckte auch noch megagut!

Rhabarber-Ingwer-Strudel mit Quark und Brausepulver


Da ich dieses Rezept selbst kreiert habe, sind die Mengenangaben teilweise nicht so genau, da ich das meiste aus dem Ärmel geschüttelt habe, aber mit etwas Erfahrung und Übung, ist die Zubereitung kinderleicht.

Zutaten:

Rhabarber-Ingwer-Kompott (siehe Zubereitung)

500g Quark
2 Eier
Zucker
1 EL Speisestärke
gemahlene Vanille
1 Beutel Zitronen-Brausepulver
5 große Strudelteigblätter
Butter

Zubereitung:

Zuerst wird das Rhabarber-Ingwer-Kompott vorbereitet, da dieses etwas abkühlen sollte, bevor es in den Strudel kommt.

Hierfür wird zuerst der Rhabarber in grobe Stücke geschnitten. Ein ca. 4 cm großes Ingwerstück wird geschält und in ganz feine Würfel gehackt. Alles in einen Topf geben und je nach Geschmack ca. 3-4 EL Zucker hinzugeben. Ich habe zusätzlich noch etwas gemahlene Vanille hinein. Und damit sich im Topf ein wenig Flüssigkeit befindet, gab es noch einen kräftigen Schuss Weißwein dazu. Alles gut verrühren, aufkochen lassen und einige Minuten köcheln lassen. Kompott zum Abkühlen beiseite stellen.

Inzwischen könnt Ihr schon die Strudelteigblätter aus dem Kühlschrank holen, denn diese sollten vor der Verarbeitung etwa Zimmertemperatur haben.

Jetzt werden Quark, Eier, Zucker, Vanille und Stärke in einer Schüssel zu einer cremigen Masse verrührt.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich übrigens immer noch keinen Plan, was ich mit dem Brausepulver anfangen sollte.... aber dann kam mir ein Gedankenblitz!! Beim Käsekuchen gibt man ja manchmal Zitronenaroma mit an die Quarkmasse und da ich keine Zitrone im Haus hatte, war hier das saure Brausepulver natürlich die perfekte Lösung!! Yeah!

Also eine Tüte Zitronen-Brausepulver unter die Masse rühren und einmal vorsichtig kosten... schmeckt hervorragend! Glaube das könnte ich mir für einen normalen Quarkkuchen auch sehr gut vorstellen *wirdnotiert* 


Nun wird nach und nach ein Strudelblatt mit zerlassener Butter eingepinselt und auf einem Backblech übereinandergelegt.

Die Quarkmasse auf dem Strudelteig verteilen und dann das Rhabarberkompott darauf klecksen. Wer möchte kann den Rhabarber auch gleich in die Quarkmasse rühren, ist unterm Strich meines Erachtens egal.

Und jetzt wird vorsichtig ein Strudel aufgerollt. Die Teignaht sollte wenn möglich auf der Unterseite sein, damit Euch das Ganze nicht auseinander läuft.

Im vorgeheiztem Backofen bei ca. 200°C etwa 40 Minuten backen lassen. Sollte der Strudel in dieser Zeit zu dunkel werden, kann er mit etwas Alufolie abgedeckt werden.

Wir haben den Strudel leicht lauwarm mit Puderzucker und Vanillesoße gegessen und waren alle beide begeistert. Hätte ich ehrlich gesagt nicht gedacht :-)

Und genau deshalb liebe ich solche Herausforderungen, weil man sich hier mal etwas traut und wirklich kreativ sein sollte und dann kommen solche Leckereien heraus!!

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Sooo.. das Schlimmste wäre geschafft!

Kommen wir nun zum Hähnchen. Ganzes Geflügel gibt es bei mir zuhause ja eher selten, weil es meistens irgendwie immer zuviel ist. Aber als ich das schöne Hähnchen zum ersten Mal in der Box erblickte, fiel mir natürlich sofort wieder DAS Zitronenhühnchen von Marcella Hazan ein und das könnte man ja als Grundrezept hernehmen....

Und so habe ich das Hühnchen zuerst gebadet und trockengetupft und im Innenraum habe ich es dann mit einer Mischung aus Persischem Blausalz, Pfeffer, Paprika und etwas Arganöl eingerieben. Anschließend wurde dann noch das Pesto im Innenraum einmassiert.


Dann nimmt man eine Zitrone, welche mit warmen Wasser gründlich geschrubbt wird und sticht dann mit einem Zahnstocher ca. 20x in die Schale und stopft diese dann in den Bauch des Hähnchens. Alles gut mit Küchengarn verschnüren bzw. mit Holzspiessen verschließen. Die Außenseiten wurden dann noch mals mit der Gewürzmischung eingerieben.

Damit sich das Hühnchen im Backofen später auch wohlfühlt, sollte es noch ein Bett aus Kartoffeln und Tomaten bekommen. Kartoffeln in Schnitze schneiden und mit etwas Olivenöl, Salz und etwas Zitronenthymian vermischen und in einer tiefen Backpfanne verteilen. Das Hühnchen in die Mitte setzen und noch einige Tomaten rundherum verteilen.


Im vorgeheiztem Backofen darf das Huhn jetzt für 30 Minuten bei 180°C vor sich hin braten. Anschließend die Temperatur auf 200°C erhöhen, das Huhn umdrehen und nochmals 20 Minuten fertig garen lassen.


Es war total lecker gewesen und das Hühnchen war auch, wie beim letzten Mal, wieder butterzart und sehr aromatisch!

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Und da in den letzten Tagen bei uns relativ oft gegrillt wurde, gab es ausnahmsweise auch mal ein paar Salate bei mir. Ich bin ja ned wirklich ein Salatfan, aber zu nem guten Stück Fleisch passt das dann doch ganz gut. Da ich den zarten Babyspinat nicht einfach so verkochen wollte, entschied ich mich für eine Kombination mit Tomaten. Hier wird einfach ein klasssicher Tomatensalat mit Salz, Pfeffer, Zucker und Zwiebeln gemacht und der Babyspinat wird untergehoben. Sehr leckere Kombi.


Was habe ich denn jetzt noch übrig?

Genau! Die Flugmango und noch eine halbe Menge Spinat.... Wieso nicht einfach kombinieren?

Ich muss hier jetzt mal erwähnen, dass ich noch nie eine Flugmango gegessen habe.. die sind mir ehrlich gesagt auch zu teuer..... - aber was soll ich sagen... diesen Geschmack und das fruchtige Aroma kann man mit keiner herkömmlichen Supermarkt-Mango vergleichen! Einfach unglaublich lecker!

Die Mango habe ich in kleine Würfel geschnitten und zusammen mit dem Spinat in eine Schüssel gegeben. Etwas Salz, Pfeffer und Arganöl dazugegeben und mehr nicht. Etwas durchziehen lassen und schmecken lassen! Probiert das mal aus!


Geschafft! Und was sagt Ihr zu meinen teils wilden Kreationen?
Was würdet Ihr davon kosten wollen? ;-)

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Ich bin schon sehr gespannt, was die anderen Teilnehmer aus den vorgegebenen Zutaten zaubern werden. Bis jetzt habe ich noch nichts mitbekommen, aber in den nächsten Tagen solltet Ihr mal bei Frau Kampi, Lunch For One, Obers trifft Sahne, moey's kitchen, Shermins magischer Kessel, Penne im Topf, Nur das gute Zeugs und bei From Snuggs Kitchen vorbeischauen.

Ende Mai wird es dann auf dem Metro Genussblog eine Zusammenfassung aller Beiträge geben und mit etwas Glück kann man dabei sogar noch etwas gewinnen.

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Vielen herzlichen Dank an das Metro-Team,
welches diese tolle Aktion immer wieder möglich macht!
Es macht echt riesigen Spaß!

Bayerische Tapas zum Männertag

Zuerst möchte ich allen männlichen Geschöpfen dieser Erde einen tollen Ehrentag wünschen! Eigentlich feiern ja heute nur die Väter, aber in den letzten Jahrzehnten hat es sich dann doch irgendwie eingebürgert, dass das komplette männliche Geschlecht an diesem Tag mit biergefüllten Bollerwägen durch die Gegend zieht. 

In Bayern hingegen machen die Männer heute wohl die Biergärten unsicher, auch wenn das Wetter nicht so richtig toll ist, aber das ist den meisten vermutlich eh Wurscht! ;-)

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Und während die meisten Frauen heute den freien Tag genießen *grins* dachte ich mir, das ich Euch ein bezauberndes Kochbuch vorstelle, welches zum Thema passt. Das Buch Bayrische Tapas: Weißblaue Appetithäppchen - pikant und süß  stand schon seit einiger Zeit auf meiner Wunschliste und vor einigen Tagen habe ich es mir dann endlich bestellt und ich war sofort begeistert! Beim Durchblättern hat mich jedes 2. Rezept quasi geflasht und mittlerweile kleben da wirklich sehr viele Zettelchen drin! Ihr könnt Euch also bald auf einige Biergartenhighlights freuen!


Aber Moment Mal! Bayern und Tapas? Geht das überhaupt?

Und wie das geht!

Florian Lechner vom "Moarwirt" bei Dietramszell zeigt uns in diesem Kochbuch der etwas anderen Art, bayerische Klassiker in abgewandelten, pfiffigen Varianten. Angelehnt an die spanischen Tapas, kreiert er in seiner Küche herzhafte Schmankerl im Häppchenformat.

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Das Buch ist mit wundervollen und stimmigen Fotos ausgestattet und das gesamte Layout ist wirklich umwerfend. Ihr merkt sicher das mich dieses Buch total fasziniert, aber es ist wirklich so und es gehört schon jetzt zu meinen absoluten Favoriten!

Bayerische Tapas ist in 3 Hauptkategorien aufgeteilt, die da wären:

1. Kalt und pikant

Hier findet man unter anderem Rezepte, wie:
  • Birnen-Apfel-Obatzda
  • Gebackene Schwarzwurzeln im Mohnmantel
  • Glasierter, warmer Krautsalat
  • u.v.m.

2. Warm und herzhaft

Beispielrezepte:
  • Karotten-Steckerlfisch
  • Gänseblümchen-Gnocchi
  • Schweinebraten-Cannelloni
  • Linsen-Couscous-Salat mit Bauernhendl
  • u.v.m.

3. Süß und verführerisch

Hier gibt es z.B. diese süßen Sünden:
  • Kaiserschmarrentarte
  • Bayerisch Creme vom Löwenzahn
  • Apfeltiramisu
  • u.v.m.

Im Schlussteil des Buches findet Ihr noch einige Vorschläge, wie Ihr aus den enthaltenen Rezepten, stimmige Menüs zusammenstellt. Für die Nichtbayern gibt es auch noch ein kleines bayerisches Wörterbuch, so dass sämtliche Unklarheiten beseitigt werden können. ;-)

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Was ich persönlich noch klasse fand und einige Erinnerungen bei mir hervorrief, waren die Rezepte, bei denen die Weisswurst vergewaltigt wurde *grins* - ich weiß noch genau, als ich die Weisswurst-Pasta auf meinem Blog veröffentlichte... oh was war da los! Glücklicherweise wurde ich dann doch nicht aus Bayern ausgewiesen und durfte bleiben! Also kann ich jetzt ja auch ruhigen Gewissens, die Weisswurst-Gnocchi und  die gebratenen Weisswurst-Radeln nachbasteln!

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Ich bin jedenfalls verliebt in dieses Buch! 
Und wie schaut es bei Euch aus? Wäre das auch was für Euch? 


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Erschienen im blv-Verlag
Autoren: Florian Lechner, Tanja Timme


Kochzauber Part 1: Couscous mit Salsiccia, getrockneten Aprikosen und Frühlingszwiebeldip


Nach den ganzen Verlosungen der letzten Tage, wird es mal wieder Zeit, dass es etwas zu Essen gibt! Und deshalb habe ich heute ein ganz besonders leckeres Essen für Euch, welches mit einer kleinen Vorgeschichte verbunden ist.

Wer Fan meiner Facebookseite ist, der weiß, dass ich vor einigen Tagen an einem ganz tollen Event von Kochzauber teilgenommen habe. Hier durfte ich, zusammen mit einigen weiteren Münchner Bloggern (Bushcooks KitchenFeed me up before you go-goDinner um Acht und Worlds of Food) ein bisschen hinter die Kulissen des jungen Unternehmens schauen und wir haben an diesem Abend auch total lecker gegessen.



Ich will Euch heute aber auch noch gar nicht soviel über diesen tollen Abend verraten, denn das hebe ich mir für nächste Woche auf, denn dann darf ich die wirklich tolle Kochbox Du & Ich in Echtzeit testen und in diesem Zusammenhang werde ich immer mal mit von diesem tollen Event berichten und Euch noch einige Hintergrundinfos mit auf den Weg geben.

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An diesem Abend waren die weiblichen Foodbloggerinnen aus München für die Vorspeise verantwortlich und diese hat mich so begeistert, dass ich sie gestern zuhause gleich noch einmal nachgebastelt hatte.

Wie es für Blogger so üblich ist, haben wir uns natürlich nicht 100%ig an das vorgegebene Rezept gehalten und hier und da noch ein paar Kleinigkeiten abgeändert. Max, der Koch vom Kochzauberteam traute sich schon gar nichts mehr zu sagen und ließ uns einfach machen ;-)

Heraus kam ein phantastisches Essen, welches in kleiner Portion als Vorspeise gereicht werden kann. Aber auch als Hauptgang macht der außergewöhnliche Couscous eine sehr gute Figur.



Für 2 Portionen braucht Ihr folgende Zutaten:
(Rezept wurde entwickelt vom Kochzauber-Team,
leicht abgewandelt von den Münchner Foodbloggern)


4 Salsiccia-Würste
150g Couscous
1 Knoblauchzehe
1 Möhre
60g getrocknete Aprikosen
350ml Gemüsebrühe
1 Becher Saure Sahne
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 EL Butter
edelsüßes Paprikapulver
etwas gemahlenen Kreuzkümmel
Salz, Pfeffer

schwarzer Sesam, Granatapfelkerne und frische Minze zum Dekorieren

Zubereitung:

Bevor es richtig mit dem Kochen losgeht, solltet Ihr einige Vorbereitungen treffen und den Knoblauch schälen und fein hacken, die Möhre schälen und in feine Halbmonde schneiden, die Aprikosen in kleine Würfel schneiden und die Salsiccia von der Haut befreien und in kleine Stückchen zupfen.

Jetzt etwas Öl erhitzen und die Salsiccia darin portionsweise anbraten und kurz beiseite stellen.

Nun in einem großen Topf die Möhren, den Knoblauch und die Aprikosen kurz anbraten und dann die Salsiccia dazugeben.

Den abgewogenen Couscous ebenfalls in den Topf geben und kurz anrösten lassen. Gemüsebrühe dazugeben, kurz aufkochen lassen und mit geschlossenem Deckel ca. 8 Minuten quellen lassen.

In der Zwischenzeit werden die Frühlingszwiebeln in Ringe geschnitten und in eine Schüssel gegeben. Saure Sahne, Gewürze und Frühlingszwiebeln zu einem geschmeidigen Dip verrühren.

Couscous mit Salz und Pfeffer abschmecken und etwas Butter unterheben.

Auf Tellern anrichten und mit Granatapfelkernen, schwarzen Sesam und frisch gehackter Minze verfeinern.

Fazit:

Ein total leckeres Gericht, welches in ca. 30 Minuten auf dem Tisch steht! Und wenn ich innerhalb von 1 Woche etwas 2x esse, muss es gut sein! ;)

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Danke vorab schon einmal an Juliane von Stilgeflüster, welche dieses tolle Event zusammen mit Kochzauber auf die Beine gestellt hat! Da können sich manche Agenturen wirklich mal eine Scheibe abschneiden! :-)