Kavun Dolmasi oder Der Schatz des Sultans

Ein Schatz für den Sultan? Hä? Was soll das denn jetzt schon wieder und was hat das mit gutem Essen zu tun? Ich werde es Euch gleich verraten.

Bei meinem heutigen Rezept, dass aus Anatolien stammt, wird eine Galiamelone mit Fleisch und Früchten gefüllt. Diese Variante Speisen zu präsentieren, war bei den osmanischen Sultanen besonders beliebt, denn wenn diese ein verschlossenes Gefäß überreicht bekamen, verbarg sich unter dem Deckel meist ein großer Schatz und deshalb wurde dies auch von den Palastköchen umgesetzt, um die Herrschaften glücklich zu machen. Ich persönlich finde diesen Effekt auch ganz klasse und meistens kennt man das hierzulande ja nur von Kürbissen, oder auch von ausgehöhlten Brotlaiben.




Für die gefüllte Melone mit Hühnchen, Früchten und Nüssen benötigt Ihr folgende Zutaten:

2 Galiamelonen
300g Hühnerbrust
2 Zwiebeln
75g gehackte Mandeln
75g gehackte Cashewkerne
50g getrocknete Cranberries
1/2 Bund frische Blattpetersilie
1/2 Bund frische Minze
1/2 TL gemahlenes Piment
1/2 TL gemahlener Zimt
Salz und Pfeffer
Olivenöl und  etwas Butter

Zubereitung:

Bevor es mit dem Kochen losgeht, bedarf es einiger kleiner Vorbereitungen. Die Cranberries werden ca. eine halbe Stunde in warmen Wasser eingeweicht. Die Zwiebeln schälen und fein hacken. Die frischen Kräuter waschen und ebenfalls klein hacken. Beim Hühnerfleisch wird evtl. vorhandenes Fett entfernt und das Fleisch wird dann in sehr kleine Würfel geschnitten.

Nun etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin anschwitzen. Mandeln und Cashewkerne dazugeben und alles kurz anrösten lassen. Jetzt das Hühnerfleisch in die Pfanne geben und alles ca. 5 Minuten von allen Seiten braten. Jetzt kommen die abgetropften Cranberries und die gemahlenen Gewürze dazu. Alles gut vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Pfanne von Herd nehmen und alles durchziehen lassen.




Den Backofen könnt Ihr inzwischen auf 180° Umluft vorheizen.

Jetzt geht es der Melone an den Kragen! An der Oberseite wird ein ca. 2 cm großer Deckel abgeschnitten. Damit sie im Backofen später nicht umkippt, habe ich auf der unteren Seite ebenfalls ein kleines Stück abgeschnitten.

Das Kerngehäuse der Melone mit einem Löffel entfernen. Das Innere wird nun mit etwas Butter und Salz ausgerieben. Nun kommt die vorbereitete Füllung in das Schatzkästchen die Melone, Der Deckel wird mit 2 Zahnstochern befestigt. Bevor es jetzt für ca. 35 Minuten in den Ofen geht, wird die Melone von außen noch mit etwas Olivenöl eingepinselt.




Nach der Backzeit wird die Melone im Ganzen am Tisch serviert und jeder kann sich davon bedienen. Am besten reicht man dazu Reis.

Wir waren von diesem Rezept total begeistert! Am Anfang konnten wir uns beide nicht so richtig vorstellen, dass warme Melone schmeckt, aber als wir dann das Fruchtfleisch von der Schale lösten und dieses noch mit der Füllung gemischt haben, waren wir von diesem Schatz überzeugt! Sehr zu empfehlen!

Dieses Rezept stammt ebenfalls aus dem wunderbaren Kochbuch Anatolien. Echt türkisch kochen*, welches im Christian Verlag erschienen ist.


Bildquelle: Christian Verlag

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Hähnchenragout mit Granatapfel und Reisnudeln & Gewinnerbekanntgabe Weißwurstkochbuch

Auf unserem Balkon hat es in etwa 20 Grad plus und während ich einen Cappuccino schlürfe, komme ich so leicht ins Schwitzen. Moment mal.... wir haben November!! Letztes Jahr, war um diese Zeit schon alles weiß und jetzt rennt man schon wieder mit T-Shirt und ohne Socken herum! Irgendwie eine verkehrte Welt, aber mir soll es recht sein, denn ich mag das graue, trübe November-Wetter nicht wirklich und deshalb genießt es, solange es noch geht! Glücklicherweise kann man ja heutzutage mit Laptop & Co. auch unter freien Himmel bloggen, denn heute habe ich Euch ein Rezept mitgebracht, dass geschmacklich und optisch ein absolutes Highlight ist.



Na hab ich zuviel versprochen? 



Für 4 Portionen benötigt Ihr folgende Zutaten:

600g Hähnchenbrust
2 Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
500g stückige Tomaten aus der Dose
4 EL Sesamöl
1 EL getrockneter Koriander
1/2 EL mildes Currypulver
1 EL Tomatenmark
Salz und Pfeffer

400g Reisnudeln
60g ganze Mandeln
1 Granatapfel
frischer Koriander

Zubereitung:

Bevor es losgeht wird die Hähnchenbrust in sehr kleine Würfel geschnitten, Zwiebeln und Knoblauch werden geschält und grob gehackt.

Sesamöl in einer großen Pfanne erhitzen, Fleisch, Zwiebeln und Knoblauch hineingeben und alles ca. 4 Minuten scharf anbraten. Garam Masala und Currypulver darüberstreuen und alles gut vermengen. Tomatenmark hinzufügen und kurz mit anbraten lassen. Nun die Tomatenwürfel und den Koriander dazu geben, alles aufkochen lassen und mit geschlossenen Deckel alles ca. 20 Minuten schmoren lassen. Am Ende mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Während das Ragout vor sich hinschmort, werden die Reisnudeln zubereitet. Die kleinen, feinen Nudeln brauchen in der Regeln nur wenige Minuten. Nudeln nach dem Kochen gut abtropfen lassen.

Mandeln werden in einer Pfanne ohne Öl angeröstet und werden anschließend grob gehackt.

Und dann brauchen wir natürlich noch die Granatapfelkerne. Früher sah meine Küche nach dem Auslösen der Kerne meine Küche immer aus wie ein Schlachtfeld, dabei gibt es so einfache Varianten, um an die Kerne zu kommen. Ich viertel den Granatapfel immer und löse die Kerne dann in einer mit Wasser gefüllten Schüssel aus, so spritzt nichts und man kann hinterher alles aussieben.

Vor dem Servieren noch einige Tropfen Sesamöl in einer Pfanne erhitzen und die Reisnudeln darin kurz anbraten. Dann zusammen mit dem Ragout anrichten und mit Granatapfelkernen, gerösteten Mandeln und frischem Koriander bestreuen.

Rezeptinspiration:

Mit Liebe Kundenmagazin Ausgabe März/April 2015 von EDEKA, wie immer nach meinem Geschmack angepasst.




Ein sehr leckeres Rezept, mit dem man seine Gäste beeindrucken kann! :-)


Und zum Schluss möchte ich nun noch die 2 Gewinner meines kleinen Weisswurst-Kochbuch-Gewinnspieles bekanntgeben. In den Lostopf wanderten 17 gültige Teilnehmer und die Gewinner wurden mit random.org nach Eingang der Gewinnermails ermittelt.




Herzlichen Glückwunsch an Svenja & Claudia!

Das Königliche Weißwurst-Kochbuch* macht sich schon bald auf den Weg zu Euch und ich wünsche Euch ganz viel Freude damit. Und falls Ihr ein Rezept aus dem Buch ausprobiert, könnt Ihr mir ja gerne ein Foto davon an meine Facebookseite pinnen :-)

Ich danke allen Teilnehmern und es gibt bestimmt schon bald wieder eine neue Gewinnchance für Euch.


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Lahmacun - Türkische Pizza mit pikantem Lammhackfleisch

Als wir vor einigen Wochen mal wieder beim Kochbuchshoppen in Erding waren, blätterten wir durch das große, dicke Kochbuch Anatolien. Echt türkisch kochen* und waren beide sofort begeistert. Es durfte also mit nach Hause und mittlerweile haben wir auch schon das ein oder andere Rezept nachgekocht.

Heute möchte ich Euch daraus einen Klassiker der türkischen Küche zeigen, den ich ehrlich gesagt vorher noch nie gegessen habe, aber das Foto im Buch ließ mir schon das Wasser im Mund zusammenlaufen. Es geht um die simple türkische Pizza, die es mittlerweile in fast jeder Dönerbude zu kaufen gibt - Lahmacun. Also rasch die Zutaten notiert und ab zum Einkaufen. Aber Stopp! Für den Belag benötigt man frisches Lammhackfleisch und ich hatte keine Ahnung, wo ich das hier kaufen kann..... dank diverser Erdinger Facebookgruppen wurde mir dann Bosphorus Feinkost in Erding empfohlen, wo man hervorragendes Fleisch bekommt. Dem war auch so und weil wir ja grad schon mal da waren, nahmen wir gleich noch so einige andere Sachen mit nach Hause. Zum Beispiel auch Teigfladen, die man hervorragend als Pizza-Untergrund verwenden kann, denn mit Teigausrollen hab ich's ja ned so ....




Für 8-10 Lahmacun benötigt Ihr folgende Zutaten:
(Das Rezept wurde von mir an unsere Vorlieben angepasst. Im Orginal verwendet man beispielsweise frische Paprika und Paprikamark, was natürlich bei uns gar nicht in die Tüte kommt.)

Für den Belag:

4 frische Tomaten, vorab geschält und gestückelt
75g Tomatenmark
4 Knoblauchzehen
1/2 Bund frische Blattpetersilie
ca. 400g Lammhackfleisch
Salz und Pfeffer

Für den Rote-Zwiebel-Sumach-Salat, welcher als Topping verwendet wird:

1 große rote Zwiebel
1/2 Bund frische Blattpetersilie
1 EL Sumach*
1 TL Salz
1 EL Olivenöl
Zitronensaft

8-10 Teigfladen

Zubereitung:

Die vorbereiteten geschälten und gestückelten Tomaten in eine Schüssel geben. Knoblauch und Petersilie fein hacken und dazugeben. Tomatenmark und Lammhackfleisch unterheben und alles mit den Händen vermengen. Kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken und ca. 1 Stunden durchziehen lassen.




In der Zwischenzeit könnt Ihr die rote Zwiebel fein hacken und diese mit der Petersilie und den o.g. Gewürzen zu einem Salat verarbeiten.



Den Backofen könnt Ihr jetzt schon einmal auf höchster Stufe vorheizen. Laut Rezept wären hier um die 300° perfekt, aber es reichen auch 250° - denn weiter geht mein Backofen nicht.

Die Hackfleischmasse wird nun mit einem Löffel relativ dünn auf die Teigfladen gestrichen. Weniger ist hier auf alle Fälle mehr. Backblech mit etwas Mehl bestäuben und die Fladen dann ca. 5 Minuten bei voller Power backen, bis der Teig richtig schön knusprig ist. Bei uns waren das mehrere Durchgänge, aber bei der kurzen Backzeit ist das kein Problem.

Nun den Zwiebelsalat darüberstreuen, nach Belieben etwas Zitronensaft darüber träufeln und fertig ist die selbstgemachte türkische Pizza.




Unser Fazit: Megalecker! Und ich kann mir auch vorstellen, dass man den Belag auch mit Rinderhack variieren kann, falls man kein Lammhack bekommt. 



Und da Sandra von From Snuggs Kitchen gerade ein Event laufen hat, bei dem sich alles um die Pizza dreht, stelle ich meine türkische Variante schon mal auf Ihren Bloggeburtstagstisch. :-) Ihr könnt bei diesem Event übrigens noch  bis Ende November mitmachen, es gibt auch einige tolle Sachen zu gewinnen! Schaut doch einfach mal bei der Backqueen vorbei :-)


Pizza und mehr - das Event



Rezeptinspiration:



Bildquelle: Christian Verlag

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Vanille-Zauberkuchen - Auch für Backanfänger geeignet

Ihr wisst ja, dass ich ned so gerne backe und falls es doch einmal vorkommt, dann sind es meistens einfache und klassische Rezepte, wie z.B. Käsekuchen, Marmorkuchen usw. denn hier kann auch ned soviel schiefgehen und die Teige sind im Handumdrehen angerührt.

Als ich vor ein paar Wochen mal wieder die Kochbuch-Neuerscheinungen durchforstete, erweckte das Buch Zauberkuchen - 1 Teig = 3 Schichten* aus dem Thorbecke Verlag meine Aufmerksamkeit. Man muss hier nur einen Teig zusammenrühren und der fertige Kuchen hat dann 3 verschiedene Schichten? Hä? Wie soll das denn gehen? Da das Buch auch preislich völlig in Ordnung ist, wanderte es sofort in meinen Warenkorb, denn das musste ich unbedingt ausprobieren!




Und als das kleine Büchlein vor 2 Wochen kam, ging es auch gleich los. Es sollte der klassische Zauberkuchen mit Vanille werden, der auch das Cover des Buches ziert.

Welche Rezepte Ihr noch im Buch findet, seht Ihr im Rezeptregister bei Kochbuchsüchtig.

Kleiner Tipp vorweg: Für die Kuchen sollte man meistens eine runde Form mit 24cm Durchmesser verwenden, ich hatte eine mit 26cm war auch ganz ok. Und da der Teig ziemlich flüssig ist, eignet sich eine Form ohne herausnehmbaren Boden besser, da der Teig sonst herauslaufen könnte. Ihr könnt die Form aber auch mit Backpapier auslegen.

Zutaten:

500ml Milch
2 Vanilleschoten
4 Eier
150g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 EL Wasser
125g Butter
110g Mehl
1 Prise Salz

Zubereitung:

Damit der Vanillezauberkuchen seinem Namen auch gerecht wird, wird zu allererst das Vanillemark aus den Schoten entfernt und und wird dann zusammen mit den Schoten und der Milch erhitzt und muss eine Stunde ziehen. So kann sich das Aroma erst so richtig entfalten. (Wer nicht so lange warten möchte, der kann denke ich auch Vanilleextrakt* o.ä. verwenden)

Backofen auf 150 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

Jetzt Eigelb vom Eiweiß trennen. (Eiweiß beiseite stellen!) Eigelb mit Zucker, Vanillezucker und Wasser mit dem Handrührgerät* zu einer hellen Masse verrühren. Butter in der Mikrowelle schmelzen lassen und unter die Ei-Zucker-Masse rühren. Nun Mehl und Salz dazugeben und alles einige Minuten verrühren. (geht auch mit dem Schneebesen).

Vanilleschoten aus der Milch entfernen und diese nach und nach unter kräftigen Rühren unter den Teig mischen.

Rührstäbe gut reinigen und dann das Eiweiß steif schlagen. Eisschnee mit dem Schneebesen langsam unter den Teig heben.

Teig in eine gebutterte Form gießen und den Kuchen 50 Minuten backen. Den fertigen Kuchen in der Form auskühlen lassen und anschließend noch mindestens 2 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen.

Vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen.




Kurz zur Erklärung der Schichten:

Die unterste Schicht ist vergleichbar mit einem festen Vanillepudding, in der Mitte entsteht durch das langsame Backen bei 150 Grad eine leichte Creme und die oberste Schicht entsteht aus Eisschnee und dem Mehl, welche sich dann nach oben absetzt.

So ganz habe ich diese kleine Zauberei noch nicht verstanden, aber ist ja auch wurscht, Hauptsache es funktioniert und es schmeckt - und das tut es! :-)

Das kleine Büchlein* finde ich auch als Geschenkidee ganz bezaubernd und für EUR 9,99 kann man hier auch ungeübten Hobbybäckern/-innen eine Freude machen.



Heute haben wir dann noch eine zweite Variante ausprobiert, aber hier hat mich vorab schon der Karamellkeksboden etwas skeptisch gemacht. Denn wie auch bei den großen amerikanischen Käsekuchen mag ich die blöden Keksböden nicht sonderlich gerne. Ich bevorzuge dann doch eher einen klassischen Mürbeteig, aber ich hab dem Kuchen trotzdem eine Chance gegeben.

Hierbei handelt es sich um den Käsekuchen-Zauber - der ja dann ohne Boden eigentlich nur zwei Schichten hat :-) 

Die Frischkäse-Pudding Schichten waren wie erwartet wieder total lecker und der Boden naja... mir einfach zu süß und zu krümelig, wer den Kuchen trotzdem ausprobieren möchte, der muss sich das Büchlein dann wohl selbst kaufen oder schenken lassen, denn das verrate ich Euch nicht :-)



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"O'zapft is" - Wiesn daheim mit dem Königlich-Bayerischen Weißwurstkochbuch

Seit gestern isses mal wieder soweit - in München hat das 182. Oktoberfest seine Pforten geöffnet und wie jedes Jahr wird die Wiesn von Millionen Menschen aus aller Welt gestürmt.

Quelle: oktoberfest.de

Ich erinnere mich noch an meine Anfangszeit in München, vor ca. 15 Jahren.... zu diesem Zeitpunkt war für uns die Wiesn eines der wichtigsten Ereignisse im Jahr und wir konnten es kaum erwarten, bis der Wahnsinn losging. Mehrmals die Woche traf man uns in den Zelten an und wir haben so ziemlich alles mitgemacht. Aber im Laufe der letzten Jahre hat sich das Blatt gewendet und mittlerweile gehen wir überhaupt nicht mehr aufs Oktoberfest. Das liegt zum einem daran, dass es einfach zu viele Leute sind und ohne Reservierung in einem der Zelte muss man sehr viel Geduld mitbringen, um einen der begehrten Plätze zu ergattern. Weiterhin wachsen die Preise für Bier und fürs Essen jährlich und ehrlich gesagt ist uns das mittlerweile viel zu teuer. Für das Geld was man an 2-3 Tagen auf der Wiesn lässt, da kann ich zuhause aber mehrere 3-Gang-Menüs kochen. Aber das muss ja jeder selber wissen, wir können auch ohne Wiesn in Bayern zufrieden und glücklich sein! Was andere Blogger über die Wiesn denken, könnt Ihr bei der aktuellen Blogparade "O`zapft is - München und seine Wiesn - des offiziellen Stadtportals München nachlesen, wo ich auch diesen Beitrag einreiche.

Und wie jedes Jahr gibt's dann bei uns zuhause das ein oder andere bayerische Schmankerl zum Essen. Und heute habe ich Euch gleich noch einen passenden Kochbuchtip mitgebracht und zwei ausprobierte Rezepte und ein kleines Gewinnspiel gibt's außerdem noch dazu.




von Norbert Wittmann
erschienen bei neuDENKEN Media
ISBN: 9783944793597
144 Seiten
EUR 18,90



Viele von Euch denken jetzt sicherlich - braucht's denn wirklich ein Weißwurst-Kochbuch? Ich finde ja, denn die meisten kennen die Weißwurst nur, wie man sie auf traditionelle Art zubereitet und dabei kann die unscheinbare, farblose Wurst noch viel mehr. Und wenn man sich den aktuellen Kochbuchmarkt so anschaut, da gibt es andere Bücher, die wirklich kein Mensch braucht, aber das ist ja wieder ein anderes Thema, über das man tagelang diskutieren könnte.

Jedenfalls dachte sich das auch Metzgermeister Norbert Wittmann, für den Kochen eine totale Leidenschaft ist und zusammen mit seinem Team entwickelte er für dieses Kochbuch neue kulinarische Kompositionen rund um die Weißwurst. Ein weiterer Grund für die Entstehung des Kochbuches war die Krönung seiner Tochter Nadja zur ersten Weißwurstkönigin der Welt.


Quelle: hotel-wittmann.de

Als Einführung erfahrt Ihr in diesem Kochbuch alles über die Weißwurst, wie und wann ist sie entstanden, was hat es mit dem 12 Uhr Läuten auf sich, welchen Senf reicht man dazu und was ganz wichtig ist: Wie verzehrt man eine Weißwurst richtig? Hier werden im Comicstil die verschiedenen Varianten aufgezeigt, was ich sehr gelungen finde:




Und dann geht es mit den teils recht außergewöhnlichen Rezepten los. Das Kochbuch unterteilt sich in folgende Kategorien:

  • Salate
  • Suppen
  • Hauptgerichte
  • Desserts

Bei den Salaten geht es meiner Meinung nach recht klassisch zu und so wird die Weißwurst mit öfters mit Kartoffelsalat, Brezn kombiniert. Es gibt aber auch eine Variante, in der die Wurst paniert wird und anschließend auf einem warmen Linsensalat gebettet wird.




Wer deftige Suppen mag, wird dieses Kapitel lieben. Denn es gibt Kartoffelsuppe, Aufg`schmalzene Weißwurst-Bier-Brezn-Suppe und für alle die etwas exotisches ausprobieren möchten, wäre die Kombi mit Curry und Shrimps vielleicht interessant? In der Suppe mag ich die Weißwurscht am liebsten mit gerösteten Brezn, braunen Zwiebeln in einer kräftigen Brühe. Sehr lecker! 



Kommen wir nun zu meinem Lieblingskapitel - den Hauptgerichten! Hier konnte ich mich gar nicht entscheiden, welches Rezept ich denn zuerst ausprobieren sollte. Ok das Weißwurst Sushi (siehe Foto oben) hat mich jetzt nicht wirklich so angemacht, aber auch hier gibt es sicherlich Liebhaber dafür. Weißwurst-Risotto, Weißwurst asiatisch, in Lebkuchensoße - hier hat sich Norbert Wittmann wirklich ziemlich ausgetobt. Ich habe mich als erstes für Geröstete Nudeln mit Weißwurst und Erbsen entschieden und dieses Gericht war wirklich lecker und auch ohne Großen Schnickschnack zubereitet.




Und als 2. Rezept gab es dann ein deftiges Weißwurst-Ragout mit Schwammerln und Bratkartoffeln - auch hier gab es nichts zum Meckern und es war eine köstliche Mahlzeit!

Für das Rezept benötigt Ihr folgende Zutaten:

6 gehäutete Weißwürste, in Scheiben geschnitten
2 Zwiebeln
350g Champignons
100ml Weißwein
100ml Weißbier
200ml Rinderbrühe
200ml Sahne
2 EL Mehl
1 Eigelb
Butter
1 Lorbeerblatt
2 TL Thymian
Muskat
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Zuerst werden die Zwiebeln klein gehackt und in Butter glasig angedünstet. Nun kommen die Weißwurst-Scheiben dazu, welche von allen Seiten leicht angebraten werden. Nun die Champignons dazu geben und kurz mitbraten.

Etwas Mehl darüberstäuben und kurz anschwitzen lassen. Mit Weißwein und Weißbier ablöschen und die Brühe aufgießen. Lorbeer und Thymian dazugeben und alles ca. 5 Minuten garen lassen.

Nun wird das Eigelb mit der Sahne verquirlt und wird anschließend nach und nach unter das Ragout gerührt. Mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken.

Als Beilage passen hier Bratkartoffeln, oder Kartoffelpuffer hervorragend dazu.




Im letzten Kapitel, in dem es um Desserts ging findet man (Gott sei Dank) nur eine süßes Rezept, aber das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen - eine Weißwurst-Mousse mit Zwetschgenröster.... vielleicht gibt es ja Mutige unter Euch, die das einmal ausprobieren möchten? 




Wer jetzt richtig  neugierig geworden ist und noch mehr über die Weißwurst erfahren möchte, für den ist vielleicht ein Kurs in der 1. Bayerischen Weißwurst-Akademie in Neumarkt in der Oberpfalz interessant? Nähre Infos dazu gibt es bei Norbert Wittmann auf der Homepage - vielleicht auch ein schönes Weihnachtsgeschenk?




*Gewinnspiel* BEENDET


Und wie versprochen gibt es jetzt noch eine kleine Verlosung, denn alle die nicht auf die Wiesn gehen möchten bzw. können, oder zu weit weg sind, können sich mit diesem Kochbuch ein Stückerl bayerische Lebensart nach Hause holen.


Was könnt Ihr gewinnen?

2 x das vorgestellte Königliches Weißwurst-Kochbuch*

Was müsst Ihr dafür tun?

Eine Frage Beatworten

Wie lautet die Frage?

Wo befindet sich die Weißwurst-Akademie
von Norbert Wittmann?

Wohin mit der Antwort?

Bitte schickt Eure Antwort per Email an:

kulinarischeswunderland@googlemail.com

Betreff: Weißwurst

Wann endet das Gewinnspiel?

Ihr könnt bis zum 31. Oktober teilnehmen




Teilnahmebedingungen im Überblick:


Das Gewinnspiel läuft vom 20.09. bis 31.10.2015 und eine Teilnahme ist aus Deutschland, Österreich und der Schweiz möglich.

Die Teilnahme am Gewinnspiel erfolgt durch das Senden der richtigen Antwort auf meine o.g. Frage an die genannte Emailadresse. Antworten als Kommentar unter diesem Beitrag sind ungültig.

Weiterhin bitte ich Euch, dass pro Familie nur eine Person am Gewinnspiel teilnimmt. Sollten im Gewinnfall mehrere gleiche Adressen auftauchen, werde ich den betreffenden Gewinn neu auslosen.

Bei mehr als 2 Teilnehmern, werden die Gewinner mit random.org ausgelost und dann per E-Mail benachrichtigt.


Daten (Emailadressen, Anschriften etc.) die  im Zuge des Gewinnspieles verwendet werden, werden nach Ablauf von mir gelöscht.


Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.






Vielen herzlichen Dank an neuDenken Media für die Kochbücher, die mir zur Rezension und zur Verlosung kostenlos zur Verfügung gestellt wurden. Meine persönliche Meinung bleibt davon wie immer unberührt.

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Streetfood & Sambal: Gefüllte indonesische Germknödel mit Hühnchen und Champignons

Auch dieses Jahr gibt es auf der Frankfurter Buchmesse, welche vom 14.-18. Oktober 2015 stattfindet, wieder einen besonderen Ehrengast -> Indonesien. Und wer sich in der Foodbloggerszene etwas auskennt, der kennt sicherlich auch die dazugehörigen, phantastischen Blogevents, welche von Claudia von Dinner um Acht ins Leben gerufen wurden. Die diesjährige Aufgabe war für mich eine ziemliche Herausforderung, denn ich bin ja jetzt nicht so der Freund von asiatischen Gerichten usw. aber ich wollte unbedingt mitmachen! Also wälzte ich tagelang Kochbücher, die zum Thema passen könnten, aber irgendwie wurde ich nicht fündig.... aber Gott sei Dank gibt es ja nicht nur in Deutschland Foodblogs, sondern weltweit und dann wurde ich bei Ridha's Kitchen fündig, ein toller Blog mit ganz vielen authentischen indonesischen Gerichten!


Und somit stand einer Teilnahme bei Streetfood & Sambal
nichts mehr im Wege!





Die Rezepte, die am Event teilnehmen, sollen in 60 Minuten zubereitet werden und die fertige Mahlzeit sollte auch noch als Streetfood durchgehen, das heißt man kann sie aus der Hand essen. Bei meinen indonesischen Germknödeln wird zwar ein Hefeteig verwendet, aber wenn alles gut geht und die Temperaturen mitspielen ist es auf alle Fälle schaffbar, denn während der Teig geht, kann man die Füllung zubereiten und das Dämpfen dauert dann nur noch 10-15 Minuten.




Zutaten:

Für den Hefeteig:

3 Tassen Mehl
1 Tasse warmes Wasser
1/2 Würfel Frischhefe
1 TL Zucker
1/2 TL Salz

Alle Zutaten in eine Küchenmaschine geben und gut verkneten, bis ein nicht zu klebriger Teig entstanden ist. Den Teig zu einer Kugel formen und an einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen.

Für die Füllung:

2 Hühnerbrüste - klein gewürfelt
200g Champignons - klein geschnitten
1 Stange Lauch - in Scheiben geschnitten
2 gehackte Knoblauchzehen
3 EL süße Sojasosse
1 gehackte Zwiebel
Salz und Pfeffer
Olivenöl

Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln und den Knoblauch so lange erhitzen, bis die ganze Küche duftet. Jetzt kommt das Hühnerfleisch, die Champignons und der Lauch dazu und alles wird ca. 5 Minuten gedünstet. Am Ende wird alles mit Salz, Pfeffer und süßer Sojasosse abgeschmeckt.

Für die Knödel:

Der Teig sollte sich in zwischen verdoppelt haben und wird nun in ca. 8-10 gleichgroße Stücke geteilt. Mit den Händen werden daraus kleine Fladen geformt und mit der vorbereiteten Füllung gefüllt. Anschließend daraus einen Knödel formen, der gut verschlossen ist.

Das Dämpfen:

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Von Zuhause aus kenne ich das Dämpfen mit einem einfachen Sieb über kochenden Wasser, mittlerweile gibt es auch spezielle Dampfkörbe aus Bambus. Ich habe mich dieses Mal für das Dämpfen im Thermomix entschieden - übrigens zum ersten Mal und es hat alles hervorragend funktioniert und die Knödel waren in 15 Minuten fertig und total lecker. Dazu gab es einen gemischten Salat und den Rest der Füllung, die ich in den Knödeln nicht mehr untergebracht habe :-)

Das Original-Rezept findet Ihr übrigens hier, habe es wie immer etwas auf unsere Bedürfnisse angepasst: Steamed Buns with Chicken and Mushrooms


Habt Ihr jetzt auch Lust auf Indonesien bekommen? Dann solltet Ihr unbedingt bei Claudia vorbeischauen, denn als Highlight dieses Events könnt Ihr eine phantastische Reise nach Indonesien gewinnen und noch viele andere tolle Sachen! Bis zum 13.09.2015 habt Ihr dafür noch Zeit!

Danke Claudia für dieses tolle Event, dass Du jedes Jahr auf die Beine stellst!

*23* - Croxetti mit Salsiccia-Ragout und Erbsen - Croxetti con salsiccia e piselli

Es ist schon wieder ein paar Wochen her, dass es hier etwas leckeres zum Essen gab.... Entschuldigt dies bitte, aber in den letzten Tagen fühlte ich mich quasi wie ein Duracell-Häschen und bin kaum zur Ruhe, geschweige denn zum Bloggen gekommen. Gekocht habe ich aber trotzdem hin und wieder, aber meist nur schnelle, einfache Gerichte, denn bei der Affenhitze hat man ja sowieso keinen Hunger und man möchte auch nicht unbedingt eine Stunde vor dem Herd stehen oder?

Dann gibt es ab und zu diese Momente, wo man nicht weiß was man kochen soll. Und da kommt bei mir dann immer wieder mein Lieblingskochbuch zum Einsatz, dass mittlerweile auch schon einen Stammplatz direkt in meiner Küche gefunden hat. Klar, es ist von Mille-Sughi - 1000 x Pasta* die Rede! Ich liebe das umfangreiche Zutatenregister einfach total! man schaut in den Kühlschrank, findet die ein oder andere Zutat und ist komplett ratlos.... Register aufgeschlagen und ratzfatz hat man das passende Rezept gefunden. Und so war es auch dieses Mal. Seitdem es in unserem Supermarkt jetzt relativ regelmäßig Salsiccia zu kaufen gibt, habe ich hier öfters eine paar von diesen italienischen Würsten im Kühlschrank auf Vorrat. Denn gerade damit kann man köstliche, einfache Ragouts zaubern, die phantastisch schmecken!




Zutaten:

500g Pasta nach Wahl - bei mir gab es Croxetti
400g Salsiccia
1 Dose Polpa
2 Zwiebeln
1 Möhre
1 Knoblauchzehe
2 EL Tomatenmark
125ml trockener Weißwein
150g TK-Erbsen
Salz, Pfeffer
Olivenöl
frische Basilikumblätter
frisch gehobelter Pecorino

Zubereitung:

Zuerst werden die Zwiebeln und die Möhren geschält und anschließend in kleine Würfel geschnitten. Die Knoblauchzehe wird fein gehackt und kurz beiseite gestellt.

Olivenöl in einer hohen Pfanne erhitzen und die Salsiccia (mit den Fingern zerpflückt) wird darin angebraten. Nun die Zwiebeln, Möhren und den Knoblauch dazugeben und alles kurz anschwitzen. Tomatenmark mit etwas warmen Wasser in einer Tasse verrühren und zusammen mit dem Weißwein und der Polpa in die Pfanne rühren und alles ca. 15 Minuten schmoren lassen und dann alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Anschließend werden die Erbsen dazu gegeben und alles wird noch ca. 10-15 Minuten gedünstet. In dieser Zeit könnt Ihr auch schon die Pasta al dente kochen.

Pasta abgießen und dann unter das Ragout heben. Auf tiefen Tellern anrichten und mit frischem Basilikum und Pecorino bestreuen.



Einige von Euch haben sich beim Lesen der Zutaten sicherlich gefragt, was denn Croxetti sind? Ich wusste es bis vor einigen Tagen auch nicht. Aber als ich diese unglaublich hübsche Pasta-Sorte dann beim Stöbern im deutschen Online-Shop von Eataly entdeckt habe, war es sofort um mich geschehen! Ich muss wirklich sagen, dass es die schönste Pasta ist, die ich je gesehen habe - dünne Blättchen aus Hartweizengrieß, die dann noch eine liebevolle Prägung erhalten haben. I love it!

Übrigens gibt es in München bald ein neues italienisches Eataly Paradies und ich freue mich riesig darauf, wenn die Schrannenhalle ab Herbst 2015 in neuem Glanz erstrahlt!




Wunderschön, oder was meint Ihr?



Und da die meisten von Euch genau solche Pasta-Liebhaber sind wie ich, ist die nachfolgende Infografik über "Die Liebe der Deutschen zu italienische Pasta" sicherlich ganz interessant, wobei wir hier definitiv mehr als 5,5 kg pro Kopf im Jahr vertilgen :-)


Die liebe der Deutschen für italienische Pasta

Infografik von Eataly


Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Eataly Deutschland. Vielen herzlichen Dank dafür.

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