Kochbuchrezension: Go Raw - be alive! von Boris Lauser - inkl. Osterverlosung

Heute möchte ich Euch ein "Kochbuch" vorstellen, dass eigentlich gar keins ist, denn für die Zubereitung der Rezepte benötigt man keinen Herd, aber dafür so manch andere Gerätschaft, aber dazu später mehr.

Ich muss anfangs noch erwähnen, dass es mir bis jetzt bei keinem meiner Kochbücher so richtig schwer gefallen ist, eine Rezension zu verfassen, aber bei diesem Buch trifft dieses so richtig zu, es wird also spannend! Am Ende des Beitrages habt Ihr dann auch noch die Möglichkeit ein Exemplar vom Buch zu gewinnen.

****

Aber nun los! Es geht um das erste Ernährungs-Buch von Raw Food Chef Boris Lauser:


Quelle: Kosmos Verlag

von Boris Lauser
erschienen im Kosmos Verlag
ISBN 978 3440 143582
160 Seiten
EUR 19,90



Als ich das Buch zum ersten Mal in den Händen hielt, war mein erster Gedanke: "Wow! So jung und schon ein eigenes "Kochbuch"! aber als ich dann nach näheren Infos suchte und diese auch fand, war ich erst einmal ein wenig sprachlos. Boris Lauser ist Baujahr 1975 - Wie bitte? Fast 40 Jahre alt und schaut aus wie Anfang 20? Das kann unmöglich mit einer Raw Ernährung zu tun haben, ich denke der "Junge" hat einfach nur verdammt gute Gene!

****

Und woraus besteht jetzt eine Rohkost / Raw Ernährung und was sollte man darüber wissen?

Auf alle Fälle unterscheidet man hier zwischen Roh-Vegan und Roh - das heißt, es werden nicht von Anfang an alle tierischen Produkte ausgeschlossen, denn man kann ja auch rohes Fleisch (hmm ein lecker Tartar) oder rohen Fisch, beispielsweise als Sushi, rohe Eier usw. essen, aber Boris hat sich für die Roh-Vegane Variante entschlossen.

Ein kleiner Überblick roher Zutaten:

  • Alle Obstsorten
  • Alle Gemüsesorten (bis auf Bohnen und Kartoffeln) 
  • Alle Salatarten, Spinat, Grünkohl, Mangold & Co.
  • Avocados, Nüsse und Samen
  • Sprossen und Urgetreide
  • kalt gepresste Öle
  • fermentierte Lebensmittel (Sauerkraut, Kimchi, Käse aus Nüssen und Samen, Tamari, Shoyu und   Miso
  • Gewürze und Kräuter
  • Algen
  • Superfoods

Liest sich ja im ersten Moment gar nicht so schlecht, oder? Aber dann kommt ja wieder der Klick im Kopf - Es wird nichts gekocht!, denn so gehen keine Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme usw. verloren.

Jedenfalls erfahrt Ihr im ersten Teil des Buches alles über Rohkost. Warum? Was kann ich essen? Vor- und Nachteile usw.
Weiterhin wird auf die verschiedenen Produktgruppen eingegangen und es gibt eine Warenkunde zu:

  • Obst und Gemüse
  • Sprossen
  • Nüsse und Samen

Und dann geht es weiter mit den bereits oben erwähnten Gerätschaften, die man im Hause haben sollte. Wie bereits aus der veganen Küche bekannt, ist Mixen ganz wichtig, Ihr wisst ja ohne Smoothies und einem Hochleistungsmixer* geht hier gar nichts! *hüstel* und dann solltet Ihr auf alle Fälle noch einen Entsafter* und einen Dörrautomaten* besitzen. Denkt dran, Ihr braucht ja keinen Herd/Backofen mehr, also alles machbar....

Nach der recht ausführlichen Einleitung geht es nun endlich mit dem Rezeptteil los. Und Ihr ahnt sicherlich schon, welches Kapitel den Anfang macht, oder? Genau Smoothies und Säfte - Die pure Energie im Glas. Ihr findet hier eine recht große Auswahl an Rezepten, wie z.B.

  • Mango Twister
  • Sommer Smoothie
  • Ananas-Avocade-Smoothie
  • Apfel-Weizengras-Saft
  • Bali-Detox u.v.m.

Bei den Basics findet Ihr weiterhin verschiedene Salate inkl. den passenden Dressings und Toppings. Auch die mittlerweile allseits beliebten Gemüsechips (Kale Chips* und Co.)  dürfen hier natürlich nicht fehlen.

Das Thema Fermentieren, welches als nächstes folgt, fand ich anfangs sehr interessant, da hier z.B. Käse auf Nussbasis hergestellt wird, aber nachdem ich mir die Zutatenliste und den Zeitaufwand verinnerlicht hatte, war das Thema für mich aber ganz schnell erledigt....


Frischkäse aus Chashewkernen

Es geht weiter mit verschiedenen Suppen Rezepten, man kennt ja kalte Suppen als Gazpacho, die im Sommer recht erfrischend sein können und im Normalfall auch sehr schnell zubereitet sind. Bei den Rezepten von Boris braucht man wieder Zeit, viel Zeit, denn manche Zutaten muss man wieder viele Stunden vorher zubereiten, oder man muss diverse Kerne und Nüsse stundenlang einweichen.

Beispielrezepte:

  • Rote-Beete-Suppe
  • Beeren-Gazpacho
  • Spargelcreme-Suppe u.a.

Auch Brote, Wraps und verschiedene Cracker gibt es im Buch zu finden, allerdings werden diese nicht im Backofen gebacken, sondern werden meistens aus gedörrten Zutaten hergestellt. Die Rezeptfotos schauen wirklich sehr gut aus und haben mich auch sofort angesprochen, aber dann ist wieder diese enorme Zeitaufwand, der für mich nicht akzeptabel ist.

Aber Buchweizen-Brot, Urkorn-Brot, Dill-Kräcker usw. sehen wirklich sehr appetitlich aus, oder was meint Ihr:




Bei den darauffolgenden Hauptgerichten erscheint dann wieder die allseits beliebte Zucchini-Pasta, vielen aus der veganen Küche bekannt, die an sich auch super lecker schmeckt, aber auch hier sollte man wieder bedenken, dass hier nichts gekocht/gegart wird. Weiterhin gibt es eine rohe Lasagne, Falafel, oder auch eine Pizza aus Quinoa:




Im letzten Teil des Buches geht es dann um Desserts und andere süße Sachen. Auch hier geht es mit einer Mousse au Chocolat auf Avocado Basis los. Während meiner veganen Phase habe ich diese Mousse auch ausprobiert und fand sie sehr lecker, nur habe ich bei der Zubereitung kein Soja Lecithin o.ä. benötigt...? Ansonsten findet man hier noch Cupcakes, diverse Müsliriegel, oder einen Cheesecake:




Und da ich bei meinen Rezensionen ja immer mindestens eines der Rezepte aus den Büchern für Euch ausprobiere, musste ich mich auch hier für ein Rezept entscheiden. Ein neues Buch wird bei mir erst mehrere Male flüchtig durchgeblättert und im Normalfall werden hier schon mehrere Notizzettelchen verklebt, aber bei diesem Buch war das leider nicht der Fall. Nach mehreren Stunden blieb nur ein Rezept übrig, dass ich mit relativ wenig Aufwand und ohne zusätzlich, beschaffbaren Zutaten "nachkochen" konnte. Ich muss dazu auch noch sagen, dass ich von diesem Rezept nur eine Portion zubereitet habe, da ich mir schon vorab ziemlich sicher war, dass mir diese Suppe nicht wirklich schmecken würde...




Rohe Karotten-Suppe

Zutaten:
(für 4 Portionen)

600g Möhren
130g eingeweichte Sonnenblumenkerne
750ml Wasser oder Kokosmilch
1 EL Zitronensaft
1 TL geriebener Ingwer
1 Knoblauchzehe
1/4 TL Kurkuma
1 TL Koriandersamen
1 TL Salz
1 EL Tamari (ich habe Coconut Aminos* verwendet)

Zubereitung:

Als erstes solltet Ihr vor der Zubereitung die Sonnenblumenkerne für ca. 2 Stunden einweichen.

Die Möhren werden gewaschen, geschält (im Buch ungeschält) und in kleine Stücke geschnitten. Sonnenblumenkerne nach dem Einweichen gut abspülen und dann zusammen mit allen anderen Zutaten in einen Hochgeschwindigkeitsmixer geben und so lange pürieren, bis die Suppe cremig und leicht angewärmt ist. *kopschüttel*

Nach Belieben noch mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken und nochmals kurz durchmixen und dann servieren. Wer mag kann dann noch ein paar Tropfen Kürbiskernöl darüber geben.


Mein Fazit zum Buch:

Wer meinen Beitrag aufmerksam gelesen hat, der wird schon mitbekommen haben, dass ich mit diesem Buch nicht wirklich warm werde. Eine komplette Ernährung auf Rohveganer Basis kommt für mich auf gar keinen Fall in Frage, weil es meiner Meinung nach nichts mehr mit Genuss zu tun hat. Für Menschen, die sich bereits Roh ernähren ist dieses Buch mit Sicherheit eine Bereicherung, da sie neue Rezepte zum Ausprobieren darin finden. Für den alltäglichen Hausgebrauch ist das Buch aber eher ungeeignet, da man für die Rezepte teilweise tage-/stundenlange Vorbereitungszeiten einplanen muss. So auf die Schnelle kann man kaum eines der Gerichte zubereiten, außer vielleicht nen Smoothie, oder nen Salat. Man braucht teilweise auch sehr außergewöhnliche Zutaten (probiotisches Pulver, Lecithin usw.) die auch nicht in jedem Standard Haushalt zu finden sind.

Wenn ich diese Ernährungsform mit der normalen veganen Küche vergleiche, die ich ja auch bereits über mehrere Monate ausprobiert habe, - ist das ein enormer Unterschied und wenn ich die Wahl hätte, würde ich mich niemals für eine rein rohköstliche Küche entscheiden. Ab und zu mal ein Rohkostsalat ist super lecker, aber das reicht mir dann auch schon, denn mit Smoothies, Superfood und Co. kann ich persönlich auch nichts anfangen. Und wenn es draußen kalt ist, geht doch nix über eine heiß, gekochte Hühnersuppe, oder ein deftiger Gemüseeintopf.

Deshalb kann ich diesem Buch auch nur ein Kochmesser als Bewertung geben, da es für mich persönlich nicht geeignet ist. Aufgrund der Gestaltung und vom Design des Buches ist es keine Nullnummer, denn die Kosmos Bücher sind immer sehr ausführlich und liebevoll gestaltet.



Gewinnspiel

Falls Ihr jetzt trotz meiner Bewertung Lust auf Go raw - be alive!* bekommen habt, habt Ihr jetzt die Möglichkeit 1 Exemplar zu gewinnen. Verratet mir doch einfach, warum Ihr dieses Buch unbedingt gewinnen wollt. Ernährt Ihr Euch bereits Raw, oder seid Ihr einfach nur neugierig und wollt diese Ernährung einmal ausprobieren?

Ihr habt dazu bis zum 11. April 2015 0 Uhr Zeit. Einfach unter diesem Beitrag einen Kommentar hinterlassen mit Eurem Namen und Eurer Emailadresse, damit ich Euch nach dem Gewinnspiel kontaktieren kann.

Da ich das Gewinnerbuch selbst versende, können dieses Mal nur Personen aus Deutschland teilnehmen.

Unvollständige Kommentare fließen nicht mit in die Verlosung ein.

Solltet Ihr Fragen zum Gewinnspiel haben, könnt Ihr mich gerne kontaktieren.


* Amazon Affiliatelink


Türkische Pasta mit Joghurt und Minzbutter

Glücklicherweise habe ich ab morgen eine Woche Urlaub und somit kann ich auf den letzten Drücker den schon lang geplanten Beitrag für das Blogevent "Souvenirs aus der Küche" von Bushcooks Kitchen schreiben.

Es war gar nicht so einfach hier das passende Souvenir zu finden. Kulinarisches Mitbringsel gibt es bei mir eigentlich erst, seitdem ich meinen Blog schreibe. Vorher hatte ich mit Essen und den Hintergründen dazu ja eher wenig zu tun. Aber seitdem ich blogge und auch regelmäßig zuhause koche, bringe ich mir schon die ein oder andere Spezialität aus dem Urlaub mit nach Hause. Meistens sind das bei mir Gewürze, oder Kochbücher, denn da hat man meiner Meinung nach am längsten etwas davon.

Das Ganze ging eigentlich im Jahre 2010 los, im März war ich mit meiner Mum in der Türkei und dort war ich schon ganz fasziniert von den bunten Märkten und der Vielfalt an Gewürzen.

Und genau von dieser Reise hab ich mir auch eine kleine, bezaubernde Gewürzmühle mitgebracht, die ich regelmäßig mit verschiedenen Pfeffersorten befülle. Und ab und zu ist sie auch schon auf dem ein oder anderen Foto aufgetaucht, denn dekorativ ist sie ja.


Und um die Mühle und die Türkei irgendwie zu verbinden, habe ich Euch heute ein Rezept aus dem neuen Kochbuch Reisehunger: Die besten Rezepte zwischen USA und Singapur* von Nicole Stich mitgebracht, welches aber wie meistens von mir etwas abgeändert wurde, in dem Zutaten ersetzt, oder ganz weggelassen worden sind.



Ihr benötigt dafür folgende Zutaten:

Für die Minzbutter:

5-6 Stängel frische Minze
40g Pinienkerne
40g Butter

Für die Pasta & die Sauce:

400g kurze Pasta nach Wahl
2 Knoblauchzehen
200g Naturjoghurt
2 kleine Zwiebeln
400g Rinderhackfleisch
1-2 TL Garam Masala
1/2 TL Zimt
1 EL Tomatenmark
1/2 TL Zucker
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
Olivenöl

Zubereitung:

Als erstes wird die Minzbutter zubereitet, die kurz vor dem Servieren als Topping über die Pasta gegeben wird. Hierfür wird die Minze klein gehackt und die Pinienkerne werden mit einem Messer grob zerkleinert. Butter in einer Pfanne schmelzen lassen und die Pinienkerne und die Minze darin leicht anrösten lassen. Alles in ein kleines Gefäß umfüllen und beiseite stellen.



Jetzt wird der Knoblauch geschält und sehr fein gehackt und dieser wird dann mit dem Joghurt verrührt. 

Das Salzwasser für die Pasta könnt Ihr jetzt auch schon zum Kochen bringen. Die Nudeln werden darin dann nach Packungsangabe al dente gekocht.

Für die Soße wird jetzt das Olivenöl in einer Pfanne erhitzt und das Hackfleisch wird scharf angebraten. Kleingehackte Zwiebeln, Tomatenmark und die o.g. Gewürze dazugeben und alles gut verrühren. Falls die Soße zu dick sein sollte, einfach eine Kelle Nudelwasser in die Pfanne geben. Alles ca. 5 Minuten köcheln lassen und mit Salz, Zucker und Pfeffer abschmecken.

Die Pasta abgießen und gut abtropfen lassen und dann den Knoblauchjoghurt unterrühren und dann in Schälchen, oder Tellern anrichten - Soße über die Nudeln und dann zum krönenden Abschluss die Minzbutter darüber verteilen.




Uns hat diese doch recht außergewöhnliche Pasta sehr gut geschmeckt. Völlig neu war es für uns, den Knoblauchjoghurt unter die Nudeln zu mischen, aber das macht das Ganze etwas erfrischender und die Minzbutter auf keinen Fall weglassen, denn das ist noch das kleine Tüpfelchen auf dem i :-)



Ich bin schon sehr gespannt, was die anderen Blogevent-Teilnehmer aus ihrem Urlaub so mitgebracht haben - falls Ihr genauso neugierig seid, dann schaut morgen einfach bei Bushcooks Kitchen vorbei, denn dann kommt die große Zusammenfassung der kulinarischen Mitbringsel.




*Affiliatelink


Kochbuchrezension: Pasta Loca von und mit Stefan Marquard inklusive Pinke Pasta

Rechtzeitig zum Frühlingsbeginn bringt Euch dieses neue Kochbuch gute Laune, bunte Farben und leckere Rezepte in die Küche. Ein Kochbuch das mega gute Laune macht - schon alleine wenn ich den Titel so lese, bekomme ich sofort einen Ohrwurm. Ihr kennt doch sicherlich Livin' la vida loca, oder? und genau diese Art von Musik solltet Ihr beim Nachkochen der Rezepte anwerfen und somit schwingt nicht nur der Kochlöffel, sondern auch Eure Hüften :-)


Quelle: Wiethe Kommunikativ GmbH & Co.KG

Neue Pasta-Ideen für Groß und Klein
von Stefan Marquard und Markus Wiethe
ISBN: 978 3 9816816 0 4
224 Seiten
EUR 24,99




Und bevor ich Euch etwas zum Inhalt erzähle, schaut Euch am besten das Making of zum Buch an, ich finde es großartig, was innerhalb von 4 Tagen entstehen kann! Eigentlich braucht es nach dem Anschauen des Films schon keine ausführliche Rezension mehr, denn ich war von Anfang an sofort begeistert und musste dieses Buch unbedingt haben!



Pasta loca making of from Wiethe Group GmbH on Vimeo.


Und habt Ihr jetzt auch Bock
auf so richtig gute Pasta bekommen?


Bei diesem Kochbuch handelt es sich um ein Projekt des Familienportals mawaju.de und zusammen mit Stefan Marquard und Markus Wiethe entstand hier ein Buch, bei dem eine familien- und kindgerechte Ernährung im Vordergrund steht. Und was liegt hier näher als eine der Lieblingsmahlzeiten der Kids als Anhaltspunkt zu nehmen? Ich kenne jedenfalls kein Kind, dass keine Nudeln mag, Ihr etwa? ;-)

Stefan war natürlich sofort bei diesem Projekt dabei, er ist kreativ, verrückt, kann improvisieren (was beim Kochen mit Kindern wohl das Wichtigste ist...) und ist selbst Familienvater, also perfekt!


Stefan & Markus

Los geht es im Buch mit einer Einführung zur Geschichte und den Basics rund um die Pasta. Wie wird sie richtig gekocht und wie macht man sie ganz einfach selbst und auch diverse Grundrezepte für Saucen und Dips machen Appetit auf mehr. Weiterhin wird man mit den verschiedenen Icons vertraut gemacht, die im Buch immer wieder auftauchen. Hier finde ich z.B. die Einkaufsliste klasse, die man sich anhand eines QR-Codes aufs eigene Handy laden kann. Man braucht also nicht mal mehr nen Zettel zu schreiben - einfacher geht's nicht! Bei manchen Rezepten findet man auch noch einen weiteren QR-Code, der mit einem Comic-Kopf von Stefan versehen ist, hier bekommt Ihr noch zusätzliche Tipps im Video Format zur Verfügung gestellt. Also es gibt hier keine Ausreden mehr, dass etwas nicht funktioniert ;-)




Der Rezept-Teil des Buches besteht
aus folgenden Kapiteln:

1. Suppen
2. Pasta Loca
3. Veggie
4. Fleisch
5. Fisch
6. Süsses

Buchstabensuppe kenne ich noch sehr gut aus meiner Kindheit, allerdings kam sie da meist aus der Tüte und dabei ist die Zubereitung so einfach und man benötigt dafür nur eine Handvoll Zutaten. Und genau das ist es, worauf Stefan & sein Team großen Wert gelegt haben - Kochen ohne Schnickschnack!

Im zweiten Teil geht es schon etwas abenteuerlicher zu, denn der Name Pasta Loca steht für verrückte, klassische und außergewöhnliche Pasta-Gerichte. Wie wäre es z.B. mit einer Nudelcurrywurst, oder einem Pasta-Schaschlik? 


Die Kids haben Stefan im Griff!

Der vegetarische Teil im Buch ist relativ umfangreich und enthält 21 Rezepte und fast jedes davon würde ich auf der Stelle nachkochen. Das fängt bei den Nudeln mit Nix (und Parmesan) an und hört bei den Pappardelle mit Süßkartoffelpüree und gebratenem Spitzkohl auf. 




Im darauf folgenden Fleischlastigen Teil darf die klassische Bolognese natürlich nicht fehlen. Ich finde es aber klasse, dass dieses Rezept gezeigt wird, denn leider wird diese italienische Fleischsoße noch viel zu oft mit Hilfe einer Tüte gekocht - Leute, das schmeckt nicht! Kocht es selbst und Ihr wisst was ne echte Bolo ist! :-) auch weitere Klassiker wie Schinkennudeln, Lasagne & Co. bekommen hier durch frische Kräuter & Co. den letzten Pfiff.




Wenn es nach mir ginge könnte man den Fisch- und Meeresfrüchte Teil ja weglassen *lach* aber Fisch ist gesund und sollte mindestens einmal die Woche auf dem Tisch stehen. Irgendwie ist das wohl an mir vorbeigegangen und außer Lachs gibt's bei mir kaum etwas aus dieser Sparte. Aber wenn ich mir dann beispielsweise die Gurkennudeln mit Kabeljau so anschaue... schaumer mal, vielleicht traue ich mich doch mal öfters an Fisch heran, denn die Nudeln sehen wirklich sehr appetitlich aus. Wer Tintenfisch mag, für den wäre die Variante mit Paprika-Linsen-Sauce vielleicht was?


Zu guter letzt gibt es dann die süßen Seiten der Pasta und eigentlich wollte ich als 2. Rezept die Sternchennudeln mit Äpfeln ausprobieren, aber daraus wurde leider nichts, denn nachdem ich in allen großen Supermärkten nach den kleinen Sternchennudeln gesucht hatte und nicht fündig wurde, habe ich es sein lassen. Und extra dafür mal schnell hoch ins Vogtland zu fahren war es mir dann auch ned wert, aber dort gibt es die Sternchen jedenfalls zu kaufen. :-) Also müsst Ihr Euch noch ein wenig gedulden. Aber man kann noch andere süße Sachen mit Pasta zaubern, ich sag nur Schokopudding mit Tagliatelle, oder Orangen-Pasta mit Eis:




Am Ende des Buches gibt es dann noch zahlreiche nützliche Informationen zu finden, wie z.B.:

- welche Nudelsorten gibt es
- welche Käsearten gibt es und wo passt welcher am besten dazu?
- welche Kräuter sollte man verwenden?
- nützliche Küchenhelfer die in keinem Haushalt fehlen sollten
- ganz wichtig - Maßeinheiten!
- und eine Übersicht von gebräuchlichen Küchenbegriffen




Und was hab ich jetzt gekocht? Pasta für Mädchen würde ich sagen *zwinker* und das, obwohl Rote Bete (auch der Saft!) eher auf meiner roten Liste steht!




Für die pinken Spirelli benötigt Ihr folgende Zutaten:

300g Spirelli
500ml Rote-Bete-Saft
150ml Sahne
eine kleine Schüssel mit Erbsen (TK)
2-3 Karotten
1 Zucchini
1 Paprika - nicht mit mir ;-)
nach Belieben Sprossen - bei mir gabs die vom Radieserl
Salz und Zucker




Zubereitung:

Und da ging es auch schon los... ich sollte das Gemüse aktivieren..??? Bitte was??? Hab ich noch nie gehört, aber dank der Informationen im hinteren Teil des Buches, habe ich auch wieder etwas dazu gelernt.

Dafür schneidet Ihr die Möhren und die Zucchini in kleine Stücke und gebt dann im Verhältnis 5:1 Salz und Zucker dazu. Das wären bei einem Kilo Gemüse etwa 12 Gramm. Ich hab nix abgemessen ich hab einfach aus dem Handgelenk etwas dazu gegeben und alles wurde dann gut vermengt. (Die Erbsen nicht vergessen!) Das Ganze muss dann mindestens eine halbe Stunde stehen. Und was hat das jetzt gebracht? Durch das Aktivieren wird der Eigengeschmack von Gemüse deutlich verstärkt und die Garzeit verringert sich um ca. die Hälfte. Klingt komisch, is aber so.

Anschließend wird der rote Beete Saft zum kochen gebracht und die Spirelli werden darin bissfest gekocht. Sahne dazugeben und alles mit Salz und Zucker abschmecken.

Das aktivierte Gemüse wird jetzt noch fix für 2-3 Minuten gegart und dann kann auch schon angerichtet werden. Sprossen darüber und fertig ist ein außergewöhnlich leckeres, vegetarisches Pastagericht!




Mein Fazit:

Pasta Loca* ist ein Kochbuch das riesigen Spaß macht! Die Fotos sind klasse, die Rezepte kreativ und lecker und man bekommt schon beim Durchblättern so richtig gute Laune. Es zeigt, dass Pasta abwechslungsreich sein kann und dass man die geliebte Tomatensauce einfach mal ignorieren sollte ;-)  Das Buch eignet sich meiner Meinung nach wirklich für Jedermann - egal ob es eine junge Familie  mit Kleinkindern ist, einem Studenten, der gerade von zu Hause ausgezogen ist, aber auch für junge Pärchen, die noch keine Kinder haben - kurz und knapp: Ein Kochbuch das in keinem Haushalt fehlen sollte!

Etwas kleines habe ich aber doch zu meckern: Bei den Zubereitungsschritten ist man teilweise etwas irritiert. Bei der pinken Pasta, die ich beispielsweise gekocht habe, kocht man zuerst die Pasta und aktiviert dann erst das Gemüse....? Hmm... sollte das vielleicht nicht eher umgedreht sein? Denn wenn ich meine Pasta ne halbe Stunde koche, kommt vielleicht ein neues abenteuerliches Pasta Loca Gericht heraus, aber bestimmt nicht das gewollte Ergebnis ;-)

Ihr wollt eine weitere Meinung zum Buch? Dann schaut mal bei Bushcooks Kitchen vorbei, denn Dorothée hat das Buch auch schon unter die Lupe genommen.



Aber trotz allem gibt es für dieses Kochbuch die volle Punktzahl:



Heißer Tipp:

Wer jetzt Lust auf das Buch bekommen hat und sich noch etwas gedulden kann, der sollte am 23. April 2015 nochmal bei mir vorbei schauen, denn dann heißt es wieder Blogger schenken Lesefreude und ich verschenke dieses Jahr unter anderem dieses tolle Buch.



*Affiliatelink